Reisebericht Buenos Aires

von tanja am 30.06.2020

von Argentinien nach Rio de Janeiro

Nach nun guten 5 Wochen trecken und fantastischen Berglandschaften ging es Richtung Buenos Aires und unserer ersten grossen Stadt in Suedamerika. Wir sind in San Telmo abgestiegen, um die Atmosphaere der alten Koppelstrassen und Haeuser geniessen zu koennen. Es ist eine einfach fantastische Stadt, die wie jeder immer behauptet nie schläft. Und bis auf den Sonntag Abend an dem die Restaurants bereits um 12:00 Uhr nachts schliessen, kann man nichts anderes behaupten. Vor allem die kleinen Märkte am Sonntag, lassen die Strassen von San Telmo zu einem wahren Erlebnis werden. Die Stadt hat einfach einen unglaublich gemütlichen Flair!


Wie es einem jeder empfiehlt, wollten wir eigentlich zu einem Fussballmatch gehen, aber leider werden die fuer Touristen so unglaublich teuer angeboten, da man Tickets fuer einen bestimmten sicheren Bereich braucht und ausserdem einen Guide dabei haben sollte. Obwohl wir beide die Atmosphaere gerne miterlebt haetten, war unser Fussballinteresse wahrscheinlich doch ein wenig zu gering... Als Alternative haben wir uns fuer einen Tangoabend entscheiden, nun ja, ich glaube es war eher meine als Josh's Entscheidung... Er versucht sich mit seiner schweren Hüftverletzung den Tanzstunden zu entziehen, was aber nicht funktionieren sollte...

Wir wussten beide nicht, was wir erwarten sollten, aber es stellte sich nicht als eine typische Touriveranstaltung heraus. Der Laden war ein kleines, altes Warenhaus, dass in einen Tanzclub verwandelt wurde und wir waren von jeder Menge locals umgeben, die ihren Sonntagabend ein wenig aufleben lassen wollten.

Wie man es erwartet, hatten wir zur Tanzstunde einen Lehrer und eine Lehrerin. Während Josh noch auf weitere Backpacker hoffte, die ihm ein wenig Unterstützung in seiner Not bieten konnten, hatte ihn die Lehrerin auch schon nach weniger als 1 Minute tanzen zur Seite gezogen, um ihm die Schritte nochmal zu erläutern. Zunächst war er überzeugt, dass es nur Zufall gewesen sei, als dann aber der Lehrer nach 3 weiteren Minuten auch nochmal auf ihn zukam und er dann mit ihm tanzen musste, war er sich der ganzen Sache nicht mehr zu sicher. Wir hatten in jedem Fal super viel Spass und haben gelacht was das Zeug hält. Und am Ende hat er sich wirklich gar nicht so schlecht geschlagen :-) (Josh war sogar so motiviert, dass er die Schritte bei jeder Gelegenheit wieder üben wollte...)

Neben den Tangostunden ging es somit auf den Markt in San Telmo und durch die Stadt, zu den bunten Häusern in La Boca und auf eine der komischten Touristenattraktionen von der wir beide je gehört haben, dem Friedhof Cementiero de la Recoleta. Da alle reichen und berühmten Leute hier beerdigt wurden, hatten manche der Gräber die größe von Appartments, was doch wieder beeindruckend war, wobei die Beerdigung, die zur Zeit unseres Besuches stattfand, uns doch ein wenig unwohl hat fühlen lassen.

Nach 5 Tagen Buenos Aires ging es dann in einem langen 20 stündigen Bustrip, den wir letztmalig in der 1 Klasse genossen haben, nach Iquazu.

Die Wasserfälle waren einfach der Hammer. Wir haben den ersten Tag auf der argentinischen Seite verbracht. Die ersten Fälle die wir sehen konnte, haben uns schon richtig beeindruckt, aber je länger man lief um so mehr Wasserfälle taten sich vor einem auf. Das Faszinierende war, dass sie alle aus einem tropischen Paradies umringt von Regenwald zu kommen schienen. Und wenn man den kleinen Zulauf zu manchen Wasserfällen sah, hat man einfach nicht mit einem so riesigen und starken Fall von Wassermassen gerechnet. Wir konnten beide nicht glauben, wie unglaublich kraftvoll sie waren und wieviele sich auf einmal vor unseren Augen auftaten. Die Wassermassen waren einfach unbeschreiblich. Während du im ersten Moment dachtest in einem Paradies mit einem kleinen Wasserfall zu sein, unter dem du schwimmen kannst, kam im nächsten Moment ein unglaublich kraftvoll zusammelaufender Wasserfall. Wir konnten über einzelne Brücken über die Wasserfälle laufen und nach unten schauen, wobei die Gischt jeglichen Blick bis zum Ende verspeert hat und du oftmals einfach nur klitschnass wurdest. Der Aufbau ist wirklich super. Und der Diablo ist einfach ein Monster an Wasserfall, was ich in dieser Größe und Kraft noch nie gesehen habe.

Wir haben als ein Highlight ein kleine Bootstour gebucht, bei der Speedboote bis unter die Wasserfälle gefahren sind. Es war einfach nur klasse, obwohl ich manches Mal gedacht habe, dass das Boot vielleicht doch keinen Centimeter weiter unter den Wasserfall fahren sollte. Alleine die Strömung und die Wellen durch die wir durchmussten haben einen den Atem geraubt und hätten einem definitiv keine einfache Chance zum herauskommen geben...

Am nächsten Tag ging es auf die brasilianische Seite, und wir verabschiedeten uns von einem wunderschönen Land, in das ich hoffentlich nochmal zurückkehren werde. Wert ist es in jedem Fall jede Reise!!!

Auch die brasiliansche Seite der Wasserfälle ist einen Besuch Wert, wobei es nicht soviel kleine Highlights wie in Argentinien gibt. Dafür gibt es ein großes Highlight, bei dem eine Brücke bis in die Mitte der Wasserfälle ragt und man von links, rechts, vor und unter einem nur von unglaublichen Wassermassen umzingelt ist und einfach nur klitsch nass wird.

Es war ein super Erlebnis und auf seine Art und Weise einzigartig!

Von nun an sollten unsere letzten 2 Wochen in Brasilien starten und wir hatten uns beide auf gemütliche Entspannungsstunden an traumhaften Stränden mit glassklarem blauem Meer gefreut. Leider hatte uns keiner vorgewahnt, dass trotz Hauptsaison auch Regenzeit in Brasilien herrschte.

Der Regen konnte nicht wirklich viel Gutes zu dem sowieso schon absolut überteuerten Land beitragen. Die Buse waren dreimal so teuer wie in Argentinien und konnten nicht einemal die Hälfte an Bequemlichkeit und Comfort anbieten, 9 Bett Dorms wurden zu guten $30 pro Person angeboten, die Supermärkte hatten zum Teil mehr als europäische Preise, und und und. Bei den Preisen wundert man sich nicht mehr wirklich über Slams und den großen Anteil an einer ärmeren Bevölkerungschicht. Obwohl man den Basilianern zugute halten muss, dass sie doch oftmals freundlicher und hilfreicher als Argentinier sind, aber das hat ja auch nicht wirklich viel mit der Politik zu tun...

Nun ja, die 2 Wochen in Brasilien endete die meiste Zeit im Regen und somit im Zimmer und von den insgesamt 2 oder 3 gute Sonnentage, arteten alle im europäischen 'Ich werde braun gebraten, egal zu welchem Preis' Style aus, um sich überhaupt in einen Strandurlaub versetzt gefühlt zu haben.

Zugegeben, an diesen drei Tagen hatten wir fantastische Strände, super Meer (mit allerdings doch zu starken Strömungen und Wellen) und den Dschungel direkt hinter uns... und zudem fehlten natürlich auch die netten Bikini Mädels nicht, wobei sie nicht wirklich den typisch brasilianischen Vorstellungen entsprachen (sie folgten eher dem Motto 'Ich bin dick...Ich weiss es auch... Es ist mir aber egal, denn ich quetsche mich trotzdem noch in den Bikini Größe 34 rein.'). Auch den Brasilianischen Tourimassen konnte man leicht durch einen guten 10 Minuten Fußmarsch entkommen, da sie ein recht fußfaules Volk zu sein scheinen und sich lieber alle zusammen auf einen Fleck am Strand in der Nähe des Parkplatz drengen.

Uh, was ich fast vergessen hätte, und das zählt für Basilianer wie auch Argentinier, sie haben einen Zwang zum Fotos machen. Und dabei spreche ich nicht von den wunderschönen Landschaften oder Stränden... Nach 8 Wochen in Südamerika konnten wir garantieren, dass egal wo und egal wann ein Argentinier oder Brasilianer Fotos machte, diese im vollen Zoom, lediglich das Gesicht als Hauptmerkmal nutzend und von den wunderschönen Stränden abgewandt, gemacht wurden. Für jedes Foto wurde wirklich immer maximal 1cm für den Hintergrund eingerechnet.

Nun ja trotz des Wetters und der teueren Preise, haben wir einige sehr schöne Strände sehen dürfen... Sei es in Pantano do Sul im Süden von Ilha Santa Catarina (wo wir auch noch eine letzte Carnevalsfeier mitbekommen konnten), auf Ihla do Mel oder einem kleinen süßen, aber nicht günstigeren Ort Namens Trindade in der Nähe von Paraty.

Von Paraty ging es zu unser letzten Station Rio de Janeiro und auch dort wollte das Wetter nicht mitspielen. Im Regen haben wir uns die Copacabana angesehen aber konnte uns im Anschluss zu nichts weiterem aufraffen und sind somit zu Josh's absolutem Vergnügen nochmal shoppen und einen guten Vorrat an Havaianas kaufen gegangen:-) Natürlich wollten wir auch unbedingt noch die Christusfigur anschauen... Somit ging es hoch als gerade einmal die Sonne durchkam. INnerhalb von Minuten und kurz nach Aufbruch mit dem Taxi sollte die Sonne allerdings schon wieder von Wolken bedeckt werden und als wir an der Statue ankamen konnten wir trotz 2 Metern Entfernung lediglich die Zehen erkennen :-) Es hellt noch einmal ein wenig auf, aber das wars auch und somit waren die nächsten $35 pro Person verschwendet :-)

Und dann kam auch schon der Tag X der Abreise... Wir hatten beide ein wenig Vorfreude, aber auch ein wenig Wehmut im Bauch, aber so wie die Reise einst anfing, findet sie doch irgendwann auch ihr Ende.

Wir hatten eine fantastische Zeit und durften so viele unterschiedliche Eindrücke sammeln, die ich niemals vergessen werde! Es war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte und die mir viele Dinge gelehrt hatte, die ich niemals zu schätzen gewusst hätte.

Wie Mark Twain sagt:

Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.

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tanja

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