Reisebericht Texas

von FritzundBuddy am 24.06.2019

"Houston, wir haben einen Bären"

zuerst sah es ja nicht so aus, als ob wir dieses Jahr im Herbst überhaupt noch wegfahren könnten, dann hatten wir kurzfristig mit dem Gedanken Texas im Dezember gespielt und dann wurde daraus ganz plötzlich Texas im Oktober. So kurzfristig habe ich noch nie eine Reise organisiert...


Auf die Frage "Wo fahrt ihr denn hin?" antworten wir wahrheitsgemäß "Texas", allerdings ist die Reaktionen immer gleich merkwürdig, ein schlichtes "Aha". Irgendwie kann keiner was damit anfangen, ist einfach keine Antwort, die erwartet wird? Aber was sollen wir sagen, es fühlt sich auch für uns merkwürdig an. Wir fahren dahin, wo sonst offenbar kaum einer hinfährt. Es gab auch nicht viele Reiseführer (diesmal haben wir uns mit englischen beholfen) und auch die Ausbeute an Reiseberichten ist eher mau.

Jetzt übernehme ich, Ty, wieder die Tastatur schließlich ist das ein Bärenreisebericht... im Big Bend NP soll es Schwarzbären geben hab ich heute gelesen, vielleicht sehen wir ja mal wirklich einen Kollegen? Micha hat diese Woche schon mal unsere gute Kühlbox aus Californien geschrubbt, die fliegt jetzt auch schon das 7. Mal über den Atlantik, wäre toll, wenn die auch ein eigenes Meilenkonto hätte... apropos Meilenkonto, wieso haben Sunny und ich eigentlich keins?

Vorabend Check In

Ich darf mit zum Vorabend Check In und Sunny nicht, ätsch! Das gibt nachher bestimmt Theater...

DUS → Houston, TX

Also dann, auf Richtung Texas, Lone Star State, wir kommen!

Wir müssen um halb Fünf los, meine Güte ist das früh, gut dass ich nicht duschen muß, Fell ablecken reicht und geht erheblich schneller. Wir parken bei airparks ein kleines Stück weg vom Düsseldorfer Flughafen. Wider Erwarten vergisst Micha doch seinen Rucksack im Auto auf dem Parkplatz und darf noch mal zurück zum Auto laufen; der freundliche Busfahrer wartet glücklicherweise auf uns. Ich sag nur Koffer in Atlantic City...

Bei der Gepäckkontrolle wollen sie das Netbook gar nicht separat inspizieren, gilt das nicht als vollwertiger Laptop, weil er so klein ist und deshalb ungefährlich? Sind nicht eigentlich die Rechner die gefährlichen, die keine sind und nur so tun, als wären sie einer???

Apropos gefährlich, mittlerweile denke ich ernsthaft darüber nach, mir einen Röntgenpass für die ganzen Sicherheitskontrollen ausstellen zu lassen, das kann auf Dauer einfach nicht gut sein, vielleicht bekommt man davon Fellveränderungen?

Ohne irgendeine Form der Bewirtung an Bord landen wir um halb 8 in Frankfurt...

Irgendwie finden wir den Flughafen doof, bis wir mal heraushaben von welchem Terminal unser Weiterflug nach Houston startet, nenene. Gemütlich Frühstücken, was wir uns eigentlich für unsere 3 Stunden Aufenthalt vorgenommen hatten, wird nicht so einfach. Schließlich landen wir bei Starbucks, hier ist wenigstens der Kaffee gut, allerdings herrscht hier ziemlicher Radau und wir machen uns bald auf den Weg zum Gate. Hm, was ist das, eine Baustellenabsperrung quer durch die Halle, die wir passieren (sollen) wollen?

Das rot weiße Flatterband entpuppt sich als Polizeiabsperrung, steht auch auf dem Band zur Sicherheit und ein paar Polizisten stehen auch dahinter, damit es klar wird... ja was eigentlich? Auf jeden Fall geht es hier nicht weiter, wir trösten uns damit, dass der Flieger wohl ohne Gäste nicht abhebt? Wir vertreiben uns die Zeit mit wichtigen Gedanken wie; “Haben die noch nie CSI gesehen? So ein gelb-schwarzes Band macht doch viel mehr her als das hier...”

Micha erfragt mal was los ist, ah herrenloses Gepäckstück, wem passiert denn so was? Ich sag nur Rucksack und ernte dafür ein Grinsen von Nico. Es kommt ein Hund, klar wenn’s brenzlig wird dürfen wieder wir Tiere ran. Dieser Hund ist ein “Bombenhund”, der nen Super Job macht und kurz darauf bekundet, dass das nur ne Tasche mit dreckiger Wäsche ist und sonst nix Explosives zu bieten hat. Wir dürfen weiter!

Im Flieger - auf dem Weg nach Texas

Wir sitzen in der letzten Reihe der 747-400 an der Rückwand, was an sich ja nicht verwerflich ist, allein, man kann die Rückenlehnen nicht verstellen und da unser Vordermann seine Rückenlehne den ganzen Flug über gaaanz nach hinten kippt, sind das verdammt enge 10h Flug, So irgendwo über Grönland rufen die Bewohner der zwei Reihen vor uns nach der Stewardess, da es aus einem der Gepäckfächer über ihnen tropft, sie will uns weismachen das sei Kondenswasser, wir wissen natürlich eine bessere Erklärung, “der Pool der 1. Klasse über uns ist undicht.”

Nein, keine Angst, wir haben uns gut benommen, Micha wurde als der netteste Gast der letzten 10 Jahre von unserer Stewardess verabschiedet, er hat sie gefragt, ob er ihr was mitbringen soll, als er für Nico was zu Trinken aus der Küche holte. Da war sie ganz von den Socken. Jaja so gewinnt man Frauenherzen.

Überhaupt hatten wir nette “Banknachbarn” mit denen wir uns gut unterhalten haben, die Armen waren aber alle zum Arbeiten in Texas, wir Glücklichen dagegen dürfen jetzt 2 Wochen Urlaub machen und Restwärme tanken.

Wir stehen am Kofferband und fast alle Koffer sind weg, nur unsere kommen nicht, leichte Nervosität schleicht sich ein, Micha meint, “Ein Problem haben wir erst, wenn das Band stoppt.” Prompt hält es an! Erleichterung, unsere Koffer haben es als Letzte aufs Band geschafft und sind vollzählig zur Weiterreise angetreten. Meine Güte, was hätten wir nur ohne die Kühlbox gemacht?

Bei Hertz bekommen wir einen Corolla, hm das ist jetzt die Sparversion ohne Funkfernbedienung und Außentemperaturanzeige, da war der Fusion aus der gleichen Kategorie im Juni aber besser ausgestattet, egal, denn das wichtigste Kriterium erfüllt der Wagen, die Koffer passen beide in den Kofferraum und die Kühlbox kann auch noch aufrecht daneben stehen.

Dann mal los! Wir machen drei U Turns bis das Navi uns gefunden hat und fahren dann zum Super 8 am Flughafen, ein brandneues Hotel, wir bekommen sogar ein kostenloses Upgrade auf ein etwas größeres Zimmer.

Wir können maximale Unordnung in minimaler Zeit...

Einmal einkaufen bitte

Na dann erledigen wir jetzt mal die wirklich wichtigen Dinge, ab zum Walmart, Bier, Wasser, Shampoo, Duschgel, Zahnpasta etc. kaufen, hier gibt es ja sooo viele Sorten, die es bei uns nicht gibt, da bringen wir nichts mit, sondern kaufen hier. Nico findet mal wieder eine neue Sorte Herbal Essences in knallpink, die muß natürlich mit.

Ob ich das neue Shampoo als Fellfarbauffrischer nehmen kann???

An der ersten Ampel steht neben uns tatsächlich ein Pick up mit Longhorn Hörnern am Kühlergrill, na das fängt doch gut an, wie bestellt, jetzt fehlen nur noch ein paar Stetsons und Cowboystiefel.

Ständig treffen wir auf toll booths... und vor der hier ist auch noch ne Schlange, Micha fragt, wo im Gepäck wir denn die aufblasbare turtle für diese Situation haben. Der treue Leser weiß worum es geht (siehe Reisebericht Florida 2009). Wir diskutieren erst mal, ob es hier freilaufende turtles gibt und beschließen. NEIN, werden ein paar Meilen weiter allerdings eines Besseren belehrt, da eine kleine turtle auf unserer Spur auf dem freeway sitzt, um die wir gerade noch herumfahren können. Sorry, dich können wir nicht retten, hier können wir unmöglich anhalten.

Mit viel Mühe hatte Nico im Internet eine Stelle gefunden, von der man schöne Aufnahmen von der Skyline von Houston machen kann, Eleanor Tinsel Park und da fahren wir jetzt hin.

Empfundene 100 Photos später können wir dann endlich weiter zum Hard Rock Café, schließlich ist es jetzt schon fast Acht und wir haben Hunger. Da wir den Parkautomaten nicht verstehen, heißt “no rate available at the moment”, dass wir das Gerät falsch bedienen oder Parken umsonst ist oder das Ding einfach nur kaputt? Nicos Alptraum ein abgeschleppter Wagen, das wollen wir nicht wahr machen, deshalb gehen wir auf Nummer sicher und Parken in der Tiefgarage unter dem Bayou Place, in dem sich das HRC befindet.

Leider haben sie im Shop nicht das neue T Shirt, das Nico im Netz gesehen hatte... knurr. Nico isst seit Jahren immer dasselbe, also auch hier: pulled pork sandwich und ein Sam Adams, Micha muß fahren, der Arme, also Pepsi für ihn.

Wir checken schon mal das weitere Programm für morgen, einer muß ja hier die Übersicht behalten.

Kurz nach Neun fallen wir totmüde ins Bett.

Room # 222, 46 miles, 23°C

Houston, TX → San Antonio, TX

Keine Überraschung, Nico ist um 4 wach, macht nix, da kann man ja schon mal in Netz Wettervorhersage checken, huch ein neuer Hurricane, puh andere Seite: Pazifik, dennoch der zieht auf uns zu, mal sehen was das bringt? Im Reiseführer hatte Nico gelesen, das Wetter sei lächerlich gut zwischen Oktober und Mai in Houston, das scheint auch für San Antonio zu gelten, denn dieses Zitat wird heute noch oft von uns wiederholt werden.

Nico hat Nackenschmerzen, das extrem bequeme Bett hat dummerweise sehr hohe feste Kissen. Gar nicht gut. Gerade geht die Sonne auf und so kann das auch noch auf Zelluloid gebannt werden.

Nach einem hot breakfast, das alle unser Erwartungen an ein Super 8 übertrifft (es gibt Waffeln in der Form des Staates Texas!), denn das ist ja das erste Mal, das wir in einem Super 8 übernachtet haben, brechen wir gegen 8 Uhr auf. Wir haben eine Reservierung für die 14 Uhr Segway Tour in San Antonio, da wollen wir ja auf keinen Fall zu spät kommen.

Ein wenig unübersichtlich, oder?

Wir nehmen die I10 und sind überrascht wie grün und flach die Landschaft ist. Auf halber Strecke sehen wir auch die erste Ölpumpe und Schilder, die Nico zum Lächeln bringen.

Von der Qualität der Toiletten auf den öffentlichen Rastplätzen könnten sie sich bei uns daheim ruhig mal inspirieren lassen.

Wir kommen gegen 12 Uhr in San Antonio an, parken erstmal und suchen die Segway Station, damit wir nachher nicht herumirren müssen.

OK, wir haben jetzt fast 2h Zeit, also widmen wir unsere Aufmerksamkeit dem Alamo oder Valero, wie es die Mexikaner angeblich nennen und überhaupt ist das mit den Bezeichnungen und dem Nachvollziehen der Ereignisse hier eher verwirrend. Texans, Texians, Mexicans, Americans... Nico will das nochmal in Ruhe nachlesen.

Der Riverwalk

Das ist doch die Höhe zum ersten Mal in meinem Bärenleben werde ich weggescheucht. Na das Schild hier ist doch wohl kein National Monument, das ich entweihe indem ich darauf sitze? Na egal, wir fügen uns.

Wir lernen auch was: Texas ist der einzige Staat in den USA, der seine Staatsflagge auf gleicher Höhe oder sogar ohne die US Flagge wehen lassen darf. Tribut an die kurze Zeit, als es ein eigenständiger Staat war.

So jetzt aber ab auf unsere Fahrgeschäfte, Nico bekommt eines in PINK, ne da will ich nicht drauf, ich fahr mit Micha, Sunny muß notgedrungen mit, obwohl sie wohl lieber mit Nico gefahren wäre, naja zu einem Photo auf dem pinken Segway lasse ich mich überreden.

 Wir fahren mit einer recht großen Gruppe von 11 Leuten 2,5 h durch San Antonio unter anderem auch am Riverwalk entlang und durch den King William District mit tollen Häusern.

Links: Theater am Riverwalk, Rechts: Torch of Friendship, Unten: San Fernando

Bei einigen Erklärungen sind wir nicht ganz mit dem Guide einverstanden, wir meinen, was anderes gelesen zu haben... aber egal wir kommen rum, sehen viel und Segway ist einfach Fun, was folgender Dialog beweist, der heute zwischen uns und einem Passanten stattfand: “How many of you are there? 11. Is it fun to ride? Sure, but it’s dangerous.... Why? We started out with 20....”

Im Anschluss an die Tour wollen wir noch auf den Tower of the Americas, wir laufen am Riverwalk entlang und finden endlich einen ATM im Rivercenter, der uns Geld spendet.

Tower of the Americas Kennt Ihr Zoltar noch? BIG!

Oh Bär, schon halb Sieben, jetzt aber mal zum Hotel, N+M tun auch schon mächtig die Pfoten weh. Das Comfort Suites Hotel liegt etwas versteckt mitten im Northwoods Shopping Center und scheint auch noch ziemlich neu zu sein. Das Zimmer ist noch größer als das gestern, wir haben auch noch ein separates Spülbecken, fast eine Miniküche also mit Mikrowelle, Kühlschrank und Kaffeemaschine. Hunger, wir könnten ja kochen aber unsere heutige Wahl fällt auf das Outback in der Nähe. Hmmmmm, ist das Brot wieder gut. Micha macht ein Y-incision ins Brot, bread autopsy?

Kurz vor Neun schläft Nico fast am Tisch ein, jetzt aber schnell ins Bett.

Room# 119, 224 Meilen, 25°C

San Antonio → Corpus Christi (Padre Island)

Unglaublich, Nico schläft bis 6 Uhr, das Bett hat auch bessere Kissen ;-)

Wir frühstücken noch ausgiebiger als gestern, Micha auch noch Rührei mit Schinken, da die Auswahl noch größer ist als gestern kommen auch noch Joghurt und oatmeal mit auf den heutigen Speiseplan... und es gibt Vanilledosenmilch, hey, warum hat Nico denn extra gestern welche gekauft?

Da sich in direkter Nähe ein Barnes&Noble befindet, geht Nico erst mal mit Ihrer Buchliste auf die Jagd, dummerweise erscheint der neue Scarpetta erst morgen, da müssen wir wohl noch mal los. Na denn, auf an die Küste, die Wettervorhersage meint heute 27°C, also starten N+M optimistisch in kurzen Hosen und Nico in Flipflops. An der ersten Autobahnraststätte Warnschild: “Watch for snakes”, da sind Flipflops echt toll.

Wir fahren als erstes zum Hotel auf Padre Island und sind wieder positiv überrascht vom Zimmer, sehr groß mit Kühlschrank, Mikrowelle und Kaffeemaschine, zudem hatten alle 3 Zimmer bisher neuen Teppich, ist wohl gerade Renovierungszeit? Bietet sich vielleicht an, da offenbar um diese Zeit des Jahres nur wenige Gäste unterwegs sind und das bei dem “lächerlich guten Wetter”.

Offenbar gibt es in Texas nur diese eine Insel Brücke nach Corpus Christi Beach

Unser weiterer Plan für heute ist das Texas State Aquarium, so off we go. Wir erfreuen uns an der Delphinschau, die irgendwie familiärer ist als die Shows in den großen Parks, man sitzt viel näher dran, zudem sind wir nur ca 30 Zuschauer und der Schwerpunkt liegt nicht auf spektakulären Tricks sondern wir bekommen erklärt, mit welchen Methoden Delphine trainiert werden.

Warum schwimmt der auf dem Rücken? Weil er es kann...

Das Texas State Aquarium

Nächster Stopp die Otter. Das sind vielleicht quirlige Kerlchen, auch hier gerade Fütterung mit Erläuterungen und das alles wieder ohne Gedränge alle können direkt am Geländer stehen.

Einen kleinen Ausflug auf das Dach des Aquariums machen wir auch noch, von hier oben kann man nämlich die USS Lexington und die schöne Brücke gut sehen.

Leider schließt das Aquarium schon um 5... wir beschließen kurz zum Eingang des Padre Island NP zu fahren, vielleicht bekommen wir ja doch noch heute einen “America the beautiful pass”? Wie erwartet geschlossen, was steht da “red tide in effect”... Nico hat eine böse Ahnung. Wir fahren an den Strand, was ist den das, was liegt hier rum? Hunderte tote Fische bedecken den Sand, genau das war es, ein Toxin der Algen, das die Fische ersticken lässt.

Das ist echt unglaublich, wir planen extra einen Schlenker in die Tour, damit wir einen Tag am Strand verbringen können und uns etwas faul in die Sonne legen können, vielleicht sogar ein wenig Schwimmen und dann das.

Auf den Schreck gehen wir erst mal zu Padres Pizzeria gegenüber vom Hotel, das war eine Empfehlung auf tripadvisor. Tatsächlich ist die Pizza ganz gut, der Laden aber etwas lieblos eingerichtet, so eine Mischung aus take out und ein paar Tischen. Dennoch, unsere selbst zusammengestellte Pizza schmeckt.

Und auch der Schreck verfliegt schnell, da kommt die Biologin durch, wo bekommt man sonst schon mal so eine red tide mit ihren Auswirkungen zu sehen.

Room # 215, 27°C, 253 miles

Corpus Christi (Padre Island)

Der erste Blick aus dem Fenster läßt unseren Ärger über die red tide etwas schwinden, es ist bedeckt und sehr windig, dennoch sehr warm, da hätten wir uns eh nicht an den Strand gelegt, also lassen wir uns ausgiebig Zeit, frühstücken erst um 9.30 Uhr und fahren trotz red tide zur National Seashore, schließlich wollen wir einen NP Pass kaufen und das Visitor Center müssen wir natürlich auch besuchen, brauchen doch eine cancellation stamp.

Nico kann sich endlich aufraffen und kauft einen Stempelsammelpass. Das hätte sie schon vor 5 Jahren machen sollen finde ich, aber jetzt wird sie wohl die alten Stempel auschneiden und einkleben müssen.

Die Toxine sind auch in der Luft und reizen die Atemwege, Nico hustet und einige Umstehende auch, dagegen ist der Geruch der verwesenden Fische fast zu vernachlässigen.

 Kangaroo rat

Wir schauen uns ein wenig um, sehen die beiden Filme über Padre Island und machen uns dann auf den Weg zur USS Lexington. Der Reiseführer sagt man benötigt ca 2h für die Besichtigung, wir brauchen 3h und finden besonders die normalen Dinge spannend, wie Lazarett, Zahnarzt, Messe, Friseur, Unterkünfte. Wir befinden, ganz interessant mal gesehen zu haben, mehr als ein Schiff werden wir uns aber wohl nicht ansehen.

Da heute Champions League im Fernsehen kommt, gibt es einen Stopp im HEB Supermarket wo wir unser Abendessen organisieren, es gibt Picknick auf dem Bett.

Room # 215, 29°C, 76 miles

Corpus Christi → Del Rio, TX

Heute Nacht ist eine Horde halbstarker Kerle durchs Haus gezogen und hat auf dem Flur randaliert, das hat sofort einen älteren Herrn auf den Plan gerufen der sich den Radau verbeten hat. Wenn der Lärm dann nicht aufgehört hätte, hätten wir die Rezeption verständigt. Texas ist nicht der Staat wo man sich streiten sollte, war hier nicht das Tragen von Waffen erlaubt?

Zumindest gibt es Schilder, die das Tragen von Waffen in bestimmten Gebäuden verboten haben... immer dort wo Alkohol verkauft oder verzehrt wird ist das Tragen von Waffen mit 10 Jahren Haft belegt, laut Beschilderung.

Ich bin ganz fasziniert von den Spiegeleiern beim Frühstück, irgendwie haben die den Namen nicht verdient...

Beim Verlassen von Corpus Christi machen wir noch nen angekündigten Zwischenstopp bei Barnes&Noble, schließlich will Nico noch den neuen Scarpetta mitnehmen, der gestern erschienen ist.

Da es die gleiche Strecke Richtung San Antonio zurückgeht, die wir auch hingefahren sind und es eine recht lange Etappe ohne Besichtigungsstopps wird, hat Nico vorgesorgt mit nem Hörbuch von Patterson 1. Fall von Alex Cross, die Reihe kennen wir alle noch nicht. Nach ca 2h bedauern wir es schon, dass sie nur eines besorgt hat, ist ne prima Begleitung. Daheim hört Nico im Auto auch ganz oft Hörbücher, allerdings meistens Harry Potter...

Um die Mittagszeit machen wir noch einen Abstecher durch Hill Country, damit wir auch alle Landschaftsformen zu Gesicht bekommen.

Imbiss! Wir lieben diesen Ranch Veggie Dip vom Walmart. Sunny will kein Gemüse.

Eine Kleinigkeit wollen wir aber doch besichtigen, “Alamo Village”, welches als Kulisse für den John Wayne Film “Alamo” gebaut wurde, schließlich ist Micha doch ein “Westernschauer”, zu unserer großen Enttäuschung finden wir ein Schild: “Alamo Village closed”. Pfui, bäh!

Na dann eben weiter, wir treffen wieder nur auf Tankstellen, bei denen entweder unser ZIP Code nicht angenommen wird, obwohl es die Stadt in Ohio gibt, oder wir im voraus zahlen sollen und dann dürfen wir, also Nico noch mal rein, um die überschüssigen $ wieder zurückbuchen zu lassen. Was für ein blödes System.

Im Hotel angekommen, fragt sich Nico mehrfach, warum sie dieses ausgesucht hat. Es ist alles ziemlich verwohnt und barpfotig laufen auf dem Teppich? Im Leben nicht! Wir bestehen darauf, diese Nacht in Nicos Koffer zu schlafen.

Komisch für fast den gleichen Preis hatten wir die ersten zwei Nächte brandneue Hotels. Nico schaut auf tripadvisor nach, welcher Teufel sie denn hier geritten hat und ach ja, von den 10 Hotels im Ort ist diese hier auf Platz 2 in den Bewertungen, oh je wie sind denn dann die anderen? Warum wir nicht in dem auf 1 stehenden La Quinta sind, wollen wir wissen. “Weil da was von Kakerlaken in einem der reviews stand”, bekommen wir als Antwort. Ihhh, ne da wollen wir nicht hin. Micha meint mal wieder ganz pragmatisch: “Ist doch nur für eine Nacht."

Room # 213, 26°C, 375 miles

Del Rio, Tx → Lajitas (Big Bend NP, TX)

Wir wachen schon um halb Sechs auf und verlassen bereits um 8 diese gastliche Stätte, denn auf das Sofa hätte Nico sich nur unter Gewaltandrohung gesetzt.

Erster Stopp Lake Amistad, ein künstlicher Stausee zur Bewässerung, der offenbar auch den Freizeitwert der Region mächtig erhöht.

Im Reiseführer stand, Del Rio sei die charmanteste Bordertown in Texas, na ich weiß nicht. Ein Stück hinter Del Rio haben wir unsere erste aktive Begegnung mit der border patrol, bis auf unsere Nationalität und unser Ziel wollen sie nichts von uns erfahren, ein prüfender langer Blick in unsere Pässe und wir dürfen weiter.

Es ist heute wieder einfach lächerlich gutes Wetter. Wir erfreuen uns an der nächsten Attraktion, der höchsten Autobrücke der USA, der Brücke über den River Pecos auf der US 90. "Dreimal wendet sich der Rio Pecos, dann steht an seinem linken Ufer ein Pfahl...", zitiert Micha unvermittelt aus einem Winnetou Streifen, ist klar, oder? Hoffentlich will er den nicht auch noch suchen...

So und was schauen wir uns als nächstes an? Ah, den Gerichts”saloon” von Judge Roy Bean. 

Nico findet im Visitorcenter einen Flyer vom Hard Rock Café Austin. Hm, hat sie etwa bei der Routenplanung ein HRC übersehen, Micha ist ganz erschrocken, aber was wäre die Wüste ohne WiFi! Wir gehen kurz online und erfahren, dass das HRC dort 2006 geschlossen hat, “Haben sich aber gut gehalten die Flyer”, meint Micha, “sehen aus wie neu.”

Unser Ziel für heute und den morgigen Tag ist der Big Bend National Park, den wir um 13 Uhr an der Persimmons Gap erreichen. Das Kassenhäuschen ist nicht besetzt, ein Schild verweist uns an das benachbarte Visitorcenter, dort ein weiteres Schild "Out to lunch til 1.15". 

Keine Schnitzeljagdt

Wir werden schriftlich zum Lösen des Eintritts an das Visitorcenter an der Panther Junction verwiesen. Ok, wir machen bei dieser Schnitzeljagd nicht mit und legen auch unsere Lunchpause ein.

Während wir so warten, kommen weitere unfreiwillige Schnitzeljagd Teilnehmer. Mit einem deutschen Paar unterhalten sich Nico und Micha kurz, die sind ganz erstaunt über unseren NP Jahrespass und das NP Stempelheft, kennen sie beides nicht. Der Herr holt schnell ein Heft aus seinem Wagen und sammelt ebenfalls wie Nico die Stempel der Persimmons Gap ein, als der Ranger von seinem Lunch zurück kommt.

Nächste Stempelhaltestellen: Panther Junction und Chisos Mountains. Hier an der Chisos Mountain Lodge bleiben wir eine Weile länger, ärgern uns ein wenig, dass wir hier kein Zimmer mehr bekommen haben, obwohl wir es vor Wochen versucht haben, denn einen Sonnenauf- oder untergang hier oben stellen wir uns ziemlich toll vor. Ob hier wohl auch so applaudiert wird wie am Grand Canyon, wenn die Sonne untergeht? Einen optimalen Platz dafür gäbe es ja, der Aussichtspunkt am Window View Trail, die Sonne geht angeblich genau in diesem Bergeinschnitt unter. Hm, wir werden es nicht erleben.

Am view point des window view trails

Dennoch genießen wir es, hier zu sitzen, nicht nur wegen der schönen Aussicht, sondern auch wegen der unheimlich tollen Stille, die nur von 2 deer und einem Wanderer gestört wird. Bereits an unserem Halt an den Fossil Exhibits waren wir mehr von der absoluten Stille als von den Fossils beeindruckt, um uns rum gar nichts außer Landschaft und Ruhe, da klang sogar das Summen der Bienen wie ein vorbeifahrender Laster.

Während Nico fotografiert sichern wir 3 rundum das Gelände gegen Schlangen

Ha, hab eine gefangen...

Welch ein schöner Sonnenuntergang

Wir sind etwas müde und hungrig, also machen wir uns auf zum Hotel, manchmal sollte man die Arbeit von Madam (Navi) überprüfen. Was wirft sie aus, gefragt nach “shortest” zum Hotel: 4h 30min, und bei “least use of freeways” 55min, ist klar oder?

Wir wohnen im Lajitas Resort, zwar etwas weiter zu fahren und etwas teurer als die Chisos Mountain Lodge aber definitiv bessere Ausstattung, das Zimmer riecht ganz frisch als wir hereinkommen, zusätzlich verströmt die Verbena Seife von L'Occitane am Waschbecken einen prima Duft. Was für ein Gegensatz zu letzter Nacht!

Der ganze Ort besteht nur aus dem Resort, unser Zimmer ist auf dem rechten Bild in der Ecke hinten links

Frommers Reiseführer Texas empfiehlt zum Dinner das Starlight Theatre in Terlingua Ghost Town, na dann folgen wir doch mal brav dem Tipp und das erweist sich als Glücksgriff: leckeres Essen, (viel zu) große Portionen, nette Bedienung, tolle Aussicht auf die Chisos Mountains im Licht der untergehenden Sonne. Das wird auch hier honoriert, auf dem boardwalk vor dem Restaurant stehen und sitzen viele und schauen dem Sonnenuntergang zu. Wir machen es ihnen nach um genießen den letzen Rest Licht ebenfalls draussen. Nico hat in Ermangelung von Sam Adams zum Lone Star gegriffen, geht, ist aber ein wenig dünn für unseren Geschmack. Auf dem Weg zurück zum Hotel läuft "Black Hole Sun" auf der CD, schöne Untermalung finden wir.

Noch was zum Schmunzeln, der Hinweis auf der Toilette im Starlight Theatre: "If it's yellow, let it mellow, if it's brown, flush it down." Ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz der besonderen Art.

Supermarkt Fehlanzeige, Handynetz Fehlanzeige aber prima WiFi im Restaurant und im Hotel.

Unsere tierische Ausbeute für heute: 1 Roadrunner, der tatsächlich vor uns quer über die Strasse lief, 2 Coyoten, 1 Javelina und 4 white tailed deer.

Room # 434, 25°C, 317 miles

Big Bend NP, TX

Frühstück im Hotel? Ne, wollen wir nicht, das Terlingua Ghost Town Café darf heute beweisen, was es kann. Es herrscht wieder lächerlich gutes Wetter, gestochen scharfe Berge. Am Panther Junction Visitorcenter haben wir gestern gelesen, dass man an solchen Tagen mit klarer Sicht um die 180 Meilen weit sehen kann, schön, dass wir soviel Glück mit dem Wetter haben. Nico macht Sunny Konkurrenz und hat gestern auch schon eine rosa Nase bekommen.

Wir frühstücken in Gesellschaft von einer Runde Biker, allerdings entscheiden wir uns für das Hiker’s Breakfast, denn schließlich wollen wir doch heute ein wenig herumlaufen.

Frisch gestärkt entern wir die Old Maxwell Road, eine dirt road zum Santa Elena Canyon, leider sind die Aussagen im Infozettel, Reiseführer und der tatsächlichen Beschilderung vor Ort widersprüchlich. Wir lesen alles von 4 wheel drive required, high clearance only, improved road, good for 2 wheel drives... N+M sind mutig und aneinigen Stellen allerdings nicht mehr ganz sicher, ob das so gut war.

Ziemlicherleichtert kommen wir nach einer halben Stunde heil am Santa Elena Canyon an. Der trail hier in den Canyon war überall wärmstens empfohlen. Hm, der Rio Grande führt ziemlich viel Wasser und auch der Terlingua Creek, den wir überqueren müßten, um den trail zu begehen, ist doch eher ein ziemlich schnell fließender Fluß statt eines Rinnsals. Das wird wohl nix, schade. 

Dennoch lassen wir uns von dem Anblick der 450m hohen Wände beeindrucken. Das da drüben ist also Mexico, einfach so. Keine Begrenzung. Nach allem was man so gelesen hat über die Kontrollen und den Grenzzaun, erscheint uns das fast lächerlich normal, einfach ein Fluß als Grenze.

Der Tuff Canyon

Obwohl das Castolon Visitor Center im Sommer geschlossen hat, der Sommer geht hier bis zum 1.November, ergattert Nico den Stempel dennoch, denn den gibt es in dieser Zeit im Shop an der Theke.

Wir fahren weiter über den Ross Maxwell scenic drive und machen Stop an jedem Hinweisschild und look out. Am Tuff Canyon laufen wir auch ein wenig im Canyon herum und möchten jetzt bitte keine Wasserüberraschung erleben.

Mittlerweile ist es schon Nachmittag und wir wollen doch noch zu den Hot Springs, zum Rio Grande Village und zum Boquillas Canyon. Also lassen wir den Abstecher von 14mi roundtrip zum balanced rock mal weg, wäre auch wieder ne dirt road gewesen und das wollen wir weder Micha noch dem Auto noch mal zumuten. Na ja fast, als wir am Abzweig zu den Hot Springs ankommen, liegen wieder 4 Meilen unpaved road vor uns. OK, so ein kleines Stück trauen wir uns. Bis wir zum Teil mit dem single track und dem 4 wheel drive required sign kommen. Drehen ist hier nicht mehr, also müssen wir durch. Als wir mehr als erleichtert (vor allem Nico) am Parkplatz ankommen, werden wir von etwas echauffierten Herren begrüßt, die Hot Springs seien “covered in mud” und es hätte doch mal ein Schild am Beginn der dirt road stehen können, das darauf hinweist. Ein Schild steht da schon, allerdings mit nem ganz anderen Hinweis.

Ich kann ja verstehen dass man bei den Strassenverhältnissen hier nix trinken soll, aber ist das dann auf den anderen Strassen erlaubt, wenn es hier ausdrücklich verboten ist?

Wir wollen uns die Quelle wenigstens ansehen, stellen aber fest, dass wir sie nicht finden, weil wir nicht weit genug gelaufen sind, wir hätten vielleicht vorher und nicht nachher die trail Beschreibung lesen sollen? Na dann eben nicht, mal sehen, ob wir wenigstens in den Boquillas Canyon hineinwandern können. Vorher kleiner Stopp im Rio Grande Village Shop, Stempel und Cracker Jacks mitgenommen, frisch gestärkt geht es weiter.

Auf dem Trail in den Canyon liegen kleine gebastelte Dinge, die offenbar von den Bewohnern des mexikanischen Dorfes auf der anderen Ufersite hier abgelegt wurden und zum Kauf angeboten werden. Was passiert wohl, wenn sie dabei erwischt werden, ist das gleich illegaler Grenzübertritt? Vermutlich.

Schon 17 Uhr, bis wir am Hotel zurück sind ist es bestimmt gegen Sieben. Dann noch mal losfahren, nö, keine Lust mehr, wir beschließen im Hotel, im Candelilla Restaurant zu essen.

Wir genießen unsere Lajitas Fajitas auf der Terrasse des Restaurants mit Blick auf die Berge, hinter denen langsam die Sonne verschwindet.

 Tierische Ausbeute: 3 Roadrunner, von denen wir keinen einzigen aufs Bild bannen können, die sind einfach zu schnell, außerdem sollten die wohl eher Roadcrosser heißen finden wir.

Lajitas (Big Bend NP), TX → Van Horn, TX

Wir wachen auf, weil etwas über unserm Kopf herumläuft, hm, da ist doch nur das Dach und keine weitere Etage, zudem scheint es zu rennen, klingt nach Tier. Von draußen kann man nichts sehen. Was kann das sein? Beim Auschecken fragt Nico nach, die Vermutung fällt auf einen Waschbär.

Wir verlassen Lajitas über die River Road am Rio Grande entlang, wundervolle Ausblicke werden uns geboten, zudem eine echte Filmkulisse, die wir leider nicht betreten können da sie durch einen hohen Zaun abgesperrt ist, hineinsehen und das außen angebrachte Infoschild lesen, können wir aber schon.

Am Rio Grande entlang oder Rio Bravo wie die Mexicaner sagen

Javelina!

Wir kommen nach Presidio, das sieht nicht so richtig einladend aus, bietet allerdings Handyempfang, der dringend benötigt wird, da Nico unbedingt die Sitzplatzreservierung ändern will. Hinter Presidio kommen wir in die 2. Kontrolle der Border Patrol, unser Ziel und das Hotel wird abgefragt, die Pässe wieder lange begutachtet und dann dürfen wir weiter.

Marfa, der nächste Ort, den wir passieren, der für die angeblich mysteriösen Lichter, die man hier sehen kann, bekannt ist, sieht dagegen richtig nett aus. Micha wirft dort unsere Postkarten ein, N+M haben tatsächlich 2 geschrieben. Er entscheidet sich im Postoffice für die Box mit der Beschriftung “Out of town”, das sollte passen.

Erfolgreich absolvierte Mission "Postkarte"

In Fort Davis, was auch ganz ansprechend daher kommt, machen wir Mittagspause, schließlich haben alle Magenknurren, es gibt Pizza at Murphy’s (passender Name!)

Jetzt wollen wir natürlich auch die Fort Davis National Historic Site besichtigen, schließlich sind wir deshalb hier. Wir merken mal wieder, wieviele falsche Vorstellungen man so durch das Fernsehen im Kopf hat, das Fort ist ganz anders als erwartet. Kein Palisadenzaun drumrum, etc. Die Felsen im Hintergrundsehen aus wie Pappmache Attrappen a la Raumschiff Enterprise, sind aber eindeutig echt.

Hier in der näheren Umgebung von Ft. Davis ist die Landschaft so, wie wir sie uns vorgestellt haben in Texas.

Van Horn, unser Stopp für heute Nacht, besteht offenbar nur aus Hotels/Motels und gas stations, wo um Himmels willen kaufen die Leute hier ein, es gibt nur einen Laden der annähernd einem Supermarkt ähnelt und hier ist das Gemüse nicht sooo frisch. Uns kommt ständig ein Gedanke in Anlehnung an Madagaskar 2 in den Kopf: "Danke, dass sie bei uns gekauft haben. Wir wissen, sie hatten keine andere Chance."

Tierische Ausbeute: 5 Roadrunner, 11 Javelina, 3 Taranteln

Room # 105, 225 miles, 25°C und ziemlich windig

Van Horn, TX → Hobbs, NM

Wir frühstücken und machen uns dann auf den Weg in die Guadalupe Mountains, ein fossiles Riff aus dem Perm, auf dem Weg durch das Salt Flat Basin nördlich von Van Horn sind wir wieder verdammt allein, weit und breit keine Menschenseele, mal abgesehen von dem einen Roadrunner, den wir wieder nicht aufs Bild bekommen. In der weiten Ebene kann man die Berge schon aus der Ferne sehen, der höchste Gifel hier ist mit fast 3000m auch der höchste Berg von Texas. Der Anblick sieht wieder aus,wie eine Filmkulisse oder ein Kalenderblatt über die Highways of America.

Es ist zwar sonnig aber recht frisch, da ein ordentlicher Wind weht, schade, dass wir keine Aufnahmen mit blauem Himmel machen können, allerdings meint Micha, das Wetter sei doch perfekt, denn schließlich wollen wir ja ein Stück wandern und da sei es doch ganz gut, wenn die Sonne nicht so knallt, er hat natürlich recht. Im Visitorcenter Stempel und Hinweis vom Ranger, dass der Devil’s Hall Trail schon bessere Herbstfärbung habe als der Mc Kittrick Canyon Trail, den wir eigentlich gehen wollen. Hm, immer diese Entscheidungen. Wir nehmendann doch den Canyon Trail, da er keine Stellen hat, wo wir über Felsen klettern müssen, da ist Nico heut nicht nach

Am Trailhead müssen wir auch zum ersten Mal einen Zettel ausfüllen und einen Teil davon in eine Box am Trail werfen und den anderen Teil ins Auto legen, um den Zugang zum Trail zu erhalten, der Ranger bittet uns noch, die Nummer des Annual Passes auch zu vermerken, vermutlich damit sie wissen, wen sie beerdigen, wenn wir verloren gehen? Schließlich mußten wir beim Kauf die ganzen Angaben machen. Wir fragen uns dennoch, wie das System funktioniert, kontrollieren sie am Abend, welche Autos noch stehen und gleichen die Angaben dann mit denen der Trailboxzettel ab? Keine Ahnung.

Wir brauchen etwa 2 Stunden, um zur Pratt Cabin und zurück zu wandern, schade dass wir nicht mehr Zeit haben, denn wir bekommen den Hinweis von anderen Wanderern, dass die Herbstfärbung, für die dieser Canyon berühmt ist, erst hinter der Cabin richtig gut wird. Schon von Weitem kann man die knallroten Tupfer in den Einschnitten an den Hängen gut erkennen. 

Ein Zufluchtsort für Bäume

Die Eichen und der Ahorn sind “übriggebliebene” Pflanzen frührer Zeiten mit anderem Klima als heute hier in der Gegend, die sozusagen hier in den höheren Lagen der Canyons mit feuchterem kühlerem Klima als unten in der Wüste einen “Zufluchtsort” gefunden haben. Es ist recht voll auf diesem Trail, da er sehr beliebt ist zur Zeit der Herbstfärbung, zudem ist heute ja Sonntag und so sind viele Familien unterwegs. Sunny und ich werden auch dementsprechend oft angesprochen.

Unsere Zeit ist wie gesagt begrenzt, da wir noch zu den Carlsbad Caverns in New Mexico wollen, die etwa 40 Meilen nordöstlich von hier liegen. Wir wollen die Höhlen doch unbedingt über den natural entrance betreten und der Eintritt auf diesem Weg ist nur bis 14 Uhr möglich. Praktischerweise kommt uns die Zeitzonengrenze zur Hilfe, denn vor den Guadalupe Mountains stand ein Hinweisschild “You are now entering mountain time.” Die so gewonnene Stunde reicht gerade aus, dass wir um 13.56 Uhr am Eingang stehen. Puh! Wir sind die Letzten, die noch durch den natural entrance rein dürfen, das System hier, um verlorenen Gästen vorzubeugen ist übrigens einfacher als vorhin, es geht einfach 15 min nach den letzten Gästen ein Ranger hinterher und räumt sozusagen von hinten auf. 

Die Warnung oben, dass dieser Weg sehr “exhausting” sei und für “weak knees” sorgen würde, können N+M so nicht nachvollziehen (wir sowieso nicht, wir lassen uns tragen), es geht einfach einen etwa 1 Meile langen, geteerten Weg mit Geländern hinab. Nico und Micha hatten mit Gekletter etc gerechnet. Dennoch haben wir Spass daran, auf diesem Weg in die Höhle zu gelangen, deutlich spannender als einfach mit dem Fahrstuhl hinunterzufahren, was die Alternative gewesen wäre. Rauf ist übrigens für alle der Fahrstuhl Pflicht.

Unten angekommen, machen wir natürlich auch noch den ebenfalls etwa 1 Meile langen Rundgang durch den Big Room. Insgesamt sind wir um die 2h unterirdisch.

Durch Carlsbad, wo wir uns wieder in der Zivilisation zurück finden (Handyempfang, mehr als 2 Radiosender, Walmart...), fahren wir nach Hobbs, wo wir heute übernachten. Auch hier alle Zeichen der Zivilisation, also fahren Nico und Micha zum Walmart (wir schauen inzwischen fern) und besorgen uns microwave dinners, neues Sam Adams und sogar Nachtisch zur Feier des Tages: Ben&Jerry’s Mint Choc Ice Cream, yummy!

Tierische Ausbeute: 2 Taranteln, 1 Roadrunner und eine cavern cricket

Room# 101, 216 miles, morgens kühl und windig, nachmittags 28°C Sonne abends 9°C und sehr windig.

Hobbs, NM → Amarillo, TX

Mist, eigentlich haben wir heute viel zu lange geschlafen, denn gleich, wenn wir wieder über die Grenze nach Texas kommen, verlieren wir ja wieder eine Stunde. Als wir zur Tür rauskommen, brrr, da ist sogar mein Fell zu dünn für, es ist kalt, windig, bedeckt und es hat geregnet, das haben wir nicht gebucht.

Über endlose Weiten, ich glaub man kann hier schon die Erdkrümmung sehen, fahren wir zum Palo Duro Canyon, dem zweitgrößten Canyon der USA nach dem Grand Canyon, paasenderweise wird er auch der Grand Canyon of Texas genannt.

Wir machen unsere Mittagspause an einem der Rastplätze, von denen sich unsere wirklich eine Scheibe abschneiden können. Sehr sauber mir einer kleinen Infoaustellung über die Gegend und die Geschichte, sowie der besonderen Ausstattung hier in den plains, einem storm shelter, passenderweise sind das die Toilettenräume.

Kurz vor 15 Uhr kommen wir am Canyon an, jetzt aber fix, denn der State Park schließt um 18 Uhr und wir schätzen, dass wir etwa 3h für die 6 Meilen Lighthouse Trails brauchen, den wir gerne wandern wollen. Durch eine Landschaft, die wie gemalt aussieht mit roten, gelben, braunen, grünen und weißen Farbtönen,laufen wir zur Lighthouse Formation.

Wie durch ein Wunder ist der Himmel, der den ganzen Tag über bedeckt war genau jetzt wieder blau, lächerlich gutes Wetter halt wieder, zudem nicht zu warm, perfekt zum Wandern. Gestern haben die so einen Aufstand gemacht, mit Zetteln etc, dabei waren dort 1000 Mann unterwegs, da hätten wir kaum verloren gehen können. Hier dagegen sind wir absolut allein, kein Auto am trailhead und wir treffen auch keinen Menschen, hier könnten wir echt verloren gehen. Der Trail ist ziemlich eben bis auf das letzte Stück, da müssen N+M richtig klettern, um auf die Ebene zwischen den beiden Hoodoos zu kommen. Angesichts des Weges kommentiert Nico mehrfach, dass die doch wohl spinnen, wenn sie wollen, dass sie da rauf geht. Wer auch immer “die” sind? Natürlich geht sie doch hoch. 

Nach 2,5 Stunden sind wir wieder am Auto und haben sogar noch Zeit, am look out Halt zu machen, bevor der Park schließt. Auch zwei Exemplare der staatlichen Longhorn Herde bekommen wir zu sehen.

Es ist noch hell, also noch schnell zur Cadillac Ranch, ein prima Anblick im Licht der untergehenden Sonne. Ich bin auf dem Bild kaum zu erkennen, könnt ihr mich finden?

So, jetzt haben wir uns aber ein Steak verdient, schließlich übernachten wir in Amarillo, unsere Wahl fällt auf das Texas Roadhouse. Mhhhmm, sind die Brötchen wieder lecker.

Angeblich gibt es hier in der Gegend die schönsten Sonnenuntergänge von Texas

Room# 111, 282 miles, ?°C

Amarillo, TX → Lawton, OK

Mit Verlaub es ist s—kalt heute Nacht knapp unter Null, mit dem ordentlichen windchill, der noch dazu kommt, fühlt es sich noch viel kälter an, als wir heute morgen das Zimmer verlassen, um zum Frühstück zu gehen. Hihi, es gibt wieder Waffeln in Texasform.

Uns begleitet ein strahlend blauer Himmel auf dem Weg zum Caprock Canyons State Park. Im Reiseführer stand, dass es einen Audioguide für eine Autotour durch den Park gibt, hier am Visitorcenter, kein Hinweis darauf. Nachdem Nico den Eintritt gezahlt hat (Bären sind natürlich wie immer frei), fragt sie mal nach und sofort bekommen wir die CD ausgeliehen. Prima Geschichte, wir haben sozusagen unseren persönlichen Tourguide mit im Auto. Die Landschaft ist toll, viel Quartermaster-Formation, will meinen: knallrote Felsen, durchzogen mit weißen Gipsstreifen.

Nico geht mal wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: "Schilder lesen"

Seht ihr, sie hat schon wieder ein Schild gefunden Metallbisons

Leider bekommen wir außer den Metallsilhouetten keine Bisons zu sehen, obwohl hier doch die Bison Staatsherde von Texas zuhause ist. Schade. Auf dem Weg zurück zum Visitorcenter liegt plötzlich eine lange Schlange mitten auf der Strasse. Keiner traut sich auszusteigen, also werden die Photos per Zoom aus dem Auto heraus gemacht. Als Nico die CD wieder abgibt, zeigt sie der Rangerin das Photo. Das sei eine “safety snake, no need to worry”, meint die.

 "Wagon Whip" was auch immer das auf Schlau für eine Schlangenart ist...

Unser nächster Stop ist das Wichita Mountain Wildlife Refuge in Oklahoma und das erweist sich als echter Glücksgriff. Wir sehen jede Menge Tiere!!!! Viele Bisons, Longhorns, Prairie Dogs, Deer und einen Coyoten? Zumindest meint das die Kellnerin im Outback in Lawton, als wir ihr das Photo zeigen, sie war nur überrascht, dass der so direkt an der Strasse war. Tja, Glück muß man haben.

Wir übernachten im Baymont Inn, was wieder ganz gut ist, die beiden privaten Hotels/Motels von letzter und vorletzter Nacht waren ganz ok aber nicht berauschend.

Room# 111, 313 miles, morgens ca 0°C, nachmittags 21°C

Lawton, OK → Dallas, TX

Beim Frühstück unterhalten wir uns so nett mit 2 Amerikanern, die beide in Deutschland geboren wurden, dass wir viiiiel zu spät loskommen, der Herr an der Hotel Rezeption in Dallas erzählt uns, dass in der High School 3 Jahre Deutsch gelernt hat. Hm, alle mit denen wir uns länger unterhalten in diesem Urlaub, haben entweder in Deutschland gelebt und gearbeitet oder dort bereits Ferien gemacht.

Auf der Fahrt nach Dallas machen wir unsere eigene private survey und finden heraus, dass 9 von 10 Autofahrern bei der Fahrt telefonieren oder auf dem Handy herumtippen, unfassbar. Es gibt ja jetzt auch hier Überlegungen, das zu verbieten, haben wir mit bekommen.

So im Grauen sieht die Skyline von Dallas nicht so schön aus...

Einen kleinen Abstecher durch Fort Worth legen wir auch noch ein und beziehen dann rasch unser Zimmer, obwohl Appartment trifft es eher, wir haben einen Wohnbereich mit Kamin und ne komplette Küche.

Die Haupttouristenattraktion in Dallas ist das 6th Floor Museum, da s sehen wir uns natürlich auch an, es gibt hier sogar Audiotouren in Deutsch, vermutlich kommen ne Menge deutschsprachige Touristen hier hin. Und prompt hören wir hinter uns: Deutsch. QED. Neue Erkenntnisse über das Attentat gewinnen wir nicht, dennoch ist die Ausstellung ganz interessant gemacht. “Zumindest befinden wir uns an einem Ort der Geschichte” befinden wir. Im Frommer´s Reiseführer stand: “A red X marks the spot on the asphalt of Elm Street where Kennedy was struck; incredibly, many visitors to Dallas feel compelled to dodge traffic and have their pictures taken while standing on the X as cars hurtle by. Unless you really want to follow in the footsteps of JFK, however, I strongly advise against such reckless participation in our nation´s history” und tatsächlich können wir Leute bei dieser Aktion beobachten....

Bevor wir zum Eishockeyspiel Dallas Stars gegen die Toronto Maple Leafs in die AA Arena gehen, essen wir noch schnell was beim Hard Rock Café, was ziemlich neu zu sein scheint, hier gibt es eine schöne Idee, man kann vom Tisch aus über eine touchscreen die Musikauswahl mitbestimmen, was Nico und Micha eifrig nutzen. Am Eingang der AA Arena bekommen alle Zuschauer ein Schild in die Hand gedrückt mit der Aufschrift: “Beat the Leafs”, ohne Rücksicht darauf, zu welcher Mannschaft man hält, selbst deutlich erkennbare Toronto Fans werden damit beglückt. Gut, dass es hier bei sportlichen Ereignissen gesitteter zwischen den Fans zugeht, daheim hätte dass bestimmt für, ich sag mal, Mißstimmung gesorgt. Überraschenderweise haben wir der Heimmannschaft zum Sieg verholfen. Die Dallas Stars gewinnen 4:3 gegen die Toronto Maple Leafs.

Unsere Sitznachbar beim Eishockey erzählt uns, dass er 4 Jahre in Stuttgart gelebt hat, seht ihr, wieder einer.

Room# 212, 213 miles, morgens 12°C Sonne, abends 22°C Regen

Dallas, TX

Wir haben heute offenbar im Dallas Zoo übernachtet, bis 1.30 Uhr nachts Getrampel über uns. Nico ist schon soweit, bereits heute nach Houston zu fahren, dummerweise ist die zweite Nacht hier bereits bezahlt und ein refund nicht möglich. Freundlicherweise bekommen wir aber ein anderes Zimmer, über dem aktuell keiner wohnt.

Es ist schwülwarm und bedeckt, hm, komisches Wetter.

Da wir ja nun hierbleben, können wir auch mit unserem Dallas Programm fortfahren und machen uns auf zur Southfork Ranch, “wenn wir schon mal hier sind” meint Nico. Ich kenne die Serie ja nicht, dafür bin ich mit 5 Bärenjahren ja doch noch zu jung. Aber ich bin ja kein Spielverderber, also setze ich mich N+M zuliebe auch auf JRs Sattel und in sein Wohnzimmer, Treppenhaus etc. so viel zu sehen gibt es eigentlich nicht, aber den Spass ist es dennoch wert.

Als wir das Haus Richtung Parkplatz verlassen wollen, fängt es dermaßen an zu schütten, dass Sunny und ich freiwillig in den Rucksack flüchten, Micha meint, in der Serie hat es nie geregnet, oder?

Das Chelsea Outlet ist ganz in der Nähe und da Nico noch neue Schlafanzüge und Socken braucht, fahren wir jetzt dahin. Zum Geburtstag bekommt sie von Micha eine neue gefütterte Regenjacke in einem brombeerviolett Ton, der gerade ganz neu in Mode zu sein scheint. Mittlerweile hat es auch aufgehört zu regnen, dafür ist es spürbar kühler geworden.

Auf dem Weg zum Hotel fahren wir noch durch den historic district von Dallas, sieht ganz nett aus, red brick buildings mit vielen Restaurants und Bars auf einer kleinen Fläche. Im Walmart wollen wir noch kurz die Sam Adams Vorräte auffrischen und Überraschung, landen in einem “trockenen” Walmart. Na dann eben morgen woanders.

“Boy, am I stuffed”, wir haben gerade Nicos erstes Geburtstagsessen genossen, zuperzartes Steak beim Texas Land & Cattle Steakhouse, durch die Zeitdifferenz kann sie (und wir!) sich an 2 Geburtstagsabendessen erfreuen, schöne Sache.

Mit der Skyline haben sie sich hier viel Mühe gegeben, abends ist die ganz phantasievoll beleuchtet. Ein Gebäude wechselt die Farbe, eines ist blau, eines hat ein weißes Kreuz auf der Fassade, ein anderes grüne Kanten, wirklich nett. Nico hatte zwar eine Stelle herausgesucht, von der man schöne Bilder aus machen können soll, allerdings trauen wir uns nicht, dort in stockdunklen hinzufahren und bei Tageslicht war es zu diesig für schöne Bilder. Schade.

Room# 813, 100 miles, morgens 22°C rain ab mittags deutlich kühler

Dallas, TX → Houston, TX

Schön, so eine Nacht ohne Elephanten im 1. Stock. Nachdem Frühstück fahren wir die recht lange Strecke nach Housten, lernen dabei noch die letzte uns unbekannte Landschaftsform “Piney Woods” kennen. Halten an einem der superschicken Rastplätze in Huntsville, als wir das Gefängnis sehen, erinnert sich Nico warum ihr der Name Huntsville, TX bekannt vorkam.

In Dallas beziehen wir schnell unser Zimmer (diesmal gibt es leider kein free upgrade, aber auch das Zimmer hier ist prima) und düsen dann weiter zum Space Center. Leider schließen die schon um 17 Uhr, schade, wir sind nur 2,5h hier und die vergehen wie im Flug, wir hätten noch ne Weile bleiben können.

Wo essen wir denn nun? Nico hatte einen Country Music Club zum Geburtstag herausgesucht, da sie aber jetzt kurz nach 17 Uhr Hunger hat, (bis auf nen Keks haben wir nichts zu Mittag bekommen, brumm) die Livebands erst ab 21 Uhr spielen, ist das noch lange hin. Eindeutig zu lange. Wir planen um und landen bei einem empfohlenen mexikanischen Restaurant, pickepacke voll hier, ein gutes Zeichen.

Eigentlich mag Nico mehr Daiquiris, zur Feier des Tages probiert sie einen Strawberry Margarita. Hmmm, der verlangt nach einem Zweiten. Gut, dass Micha fährt. Offenbar sehen wir sehr hungrig aus, Nico bekommt statt einer normalen Fajita eine für 2 Personen, das ruft den Manager auf den Plan, der sich entschuldigt, wir müssen nur den kleinen ursprünglich bestellten bezahlen.

Wir beenden den Geburtstag mit Kofferpacken, ne lustige Sache, ich hab schließlich 2 Margaritas getrunken, Micha als Fahrer nur Cola, der packt eindeutig schneller.

Room# 221, 337 Meilen, morgens Regen ab mittags Sonne und Wolken ca 20 °C

Houston, TX → DUS

Jetzt macht es uns der Lone Star State aber doch wirklich noch schwer abzureisen, es ist strahlendblauer Himmel, angenehme 24°C geringe Luftfeuchte, wie soll man es beschreiben, es ist einfach lächerlich gutes Wetter, getreu dem Frommer’s Reiseführer, der das Wetter in Houston von Oktober bis Mai mit “ridiculously good” betitelte.

Das Frühstück ist ziemlich abgegrast, als wir nach unten kommen, obwohl es noch eine Stunde geht, die Dame an der Rezeption ist sichtlich begeistert, als wir sie bitten, alles wieder aufzufüllen. Dennoch sie tut es und so kommen wir zu einem letzten biscuit mit beef patty und gravy und einer letzten Texaswaffel.

Das Wetter spricht für den San Jacinto Battleground NP unser Interesse (also eigentlich Nicos) für das Museum of Health und Medical Science. Eine gute Wahl, stellt sich heraus, obwohl es drinnen ist.

Unterhaltsames Zwischenspiel, Micha berichtet uns, dass er in den restrooms eine defekte Toilettentür erwischt hat und in den nächsten “stall” klettern muß, um wieder herauszukommen.

Wir verbringen sehr vergnügliche 3h hier im Museum und haben noch nicht alles gesehen, als wir um kurz nach 14 Uhr aufbrechen, um den Wagen zurückzubringen, hmm, wir könnten ja noch ne Woche bleiben, das Wetter ist einfach zu einladend.

Perfektes gas timing, kurz vor leer geben wir den Wagen wieder ab, schließlich haben wir die fuel option gewählt und das ist günstiger als Tankstelle oder fehlende Liter nachzuzahlen.

Jetzt sitzen wir bei einem letzten Sam Adams und einem Texas Burger im Flughafen. Leider konnten wir die Sitzplätze im Flieger nicht mehr ändern, tolle Aussicht 10 Stunden auf Mittelplätzen. Darauf noch ein Bier, dann müssen wir auch oft laufen.

War Texas eine gute Wahl? Ja, befinden wir vier einstimmig, und benennen den Urlaub mit: Die “Es stand auch dran und lächerlich gutes Wetter” Tour.

Der Flugkapitän verabschiedet sich per Durchsage mit einem “Feierabend” und wir bedanken uns bei den "Mitreisenden” getreu den Durchsagen auf der USS Lexington mit einem: “and that is all!”

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FritzundBuddy

JoinMyTrip Tripleader

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