Reisebericht Südostasien

von surfergirl am 24.06.2019

Eine Reise mit kleinem Budget

Endlich ist es soweit! Schon seit Ewigkeiten freuen meine Kolleginnen Sharon, Camilla, Silvia und ich uns auf unsere Shoestring-Tour nach Thailand, Laos, Vietnam & Kambodscha und jetzt stehen wir mit unseren Backpacks am Check-In Schalter der Etihad Airways. Wir fliegen über Abu Dhabi nach Bangkok. Begeistert steigen wir in den schicken Flieger ein und machen es uns schon mal gemütlich. Der 6-stündige Flug nach Abu Dhabi vergeht schnell und das servierte Menü schmeckt wirklich gut. Außerdem haben wir die Wahl zwischen vielen Filmen, Fernsehshows, CDs oder auch Videospielen. Auf der Karte können wir die Flugroute oder auch die aktuelle Richtung von Mekka sehen. In Abu Dhabi haben wir einen kurzen Aufenthalt und am späten Abend geht es weiter Richtung Bangkok! Wir halten schon unsere flauschigen Socken und Schlafmasken bereit als unsere Sitznachbarn am Gang auftauchen und eine gehörige Bierfahne hinter sich her ziehen und die ganze Nacht lautstarke Diskussionen führen. Nach 6 schlaflosen Stunden sind wir schließlich im Landeanflug auf Bangkok!


Bangkok


In Bangkok empfängt uns schon um 7 Uhr in der Früh eine Hitze von 37 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit! Wir checken im New World Lodge Hotel ein und machen uns am Nachmittag auf zu einer 5-stündigen Fahrradtour „Bangkok Secret“. Wir stärken uns noch schnell mit einem Tee und schwingen uns auf unsere Fahrräder. Herrlich nach einem so langen Flug und auch die Eindrücke und die Art & Weise Bangkok kennen zu lernen sind einmalig! Wir fahren durch Chinatown, über den Markt, mit dem Longtail-Boot, zu Tempeln, durch die grünen Bezirke und vorbei an Kokosnussplantagen und stillen Wohnvierteln. Die Stadt riecht in jedem Moment und an jeder Ecke anders und die Leute sind sehr freundlich. Die Stadt ist einfach unglaublich; moderne Wolkenkratzer stehen neben Tempeln oder einfachen Holzhütten. Am Abend genießen wir scharfes Curry und ein kühles Bier in einem Restaurant am Fluss.
Nach dem Frühstück machen wir uns sofort auf zu einer Kokosnussfarm etwas außerhalb von Bangkok. Ein leckerer Duft empfängt uns und wir schauen uns ein wenig um und probieren einen Kokosnuss-Müsliriegel. Auch einige Tiere gibt es hier zu bestaunen. Noch schnell ein Foto mit einer „harmlosen“ Riesenschlange, die sich anfühlt wie ein schwerer Schal und nicht ruhig hält, und schon geht es weiter zu dem berühmten „Floating Market“. Wir fahren mit einem kleinen Boot durch die Wasserstraßen und es geht immer hektischer zu, je näher wir zum zentralen „Marktplatz“ kommen. Hier wird wirklich alles über die Boote hinweg angeboten; am besten gefallen mir die farbenfrohen Früchte und natürlich „Sticky Rice with Mango“ – mein Lieblingsdessert! Einfach traumhaft der süße Kokosmilch-Reis mit frischen Mangostücken… Mittags treffen wir im Hotel unseren Tourguide Albert und die Shoestring-Gruppe! Wir sind insgesamt zu elft, alle machen einen sympathischen Eindruck und wir freuen uns schon auf drei erlebnisreiche Wochen zusammen. Am Abend entdecken wir die Khao San Road – der Backpackertreff - und wärmen uns gleich einmal zum Shoppen auf. Noch besser ist aber der Markt im Rotlicht-Viertel Pat Pong. Da kann man um alle möglichen Fälschungen feilschen. Wir halten uns beim Souvenirkauf aber noch ein wenig zurück, da unsere Backpacks noch nicht zu schwer werden sollen für die bevorstehende Reise :).

Ein weiterer Tag in Bangkok


Heute steht die Besichtigung des Königspalastes an. Die Tempelanlagen glänzen uns schon entgegen und wir schauen uns in Ruhe die reich verzierten Bauwerke an. Danach geht es zum Wat Pho und damit zum Tempel des liegenden Buddha, der 46 m lang und 15 m hoch und vergoldet ist und dessen riesige Fußsohlen mit herrlichen Intarsien versehen sind. Wir werfen Münzen in jede der 108 Klangschalen. Bei jeder Münze, die man in die klingenden Schalen wirft, kann man sich etwas wünschen und mir gehen schon fast die Wünsche aus! Da viele Besucher etwas für ihr Glück tun wollen, ist der ganze Raum mit dumpfem Geklapper gefüllt. Mittags essen wir natürlich mal wieder Reis – das kann man hier schon zum Frühstück und in allen vorstellbaren Varianten essen. Heute Abend werden wir mit dem Nachtzug nach Chiang Mai fahren und passend dazu stelle ich fest, dass mein MP3-Player den Geist aufgegeben hat. Deshalb fahren wir noch schnell in die Shoppingmall in Bangkok. Bei der riesigen Auswahl hätte ich mir neben einem neuen MP3-Player beinahe noch ein neues Handy gekauft! Danach geht es los. Wir kaufen uns am Bahnhof noch ein paar Kleinigkeiten für die Nachtreise und sind schon gespannt, was uns erwartet. Der Nachtzug ist wirklich gut und wir haben einen netten gemeinsamen Abend mit der Gruppe. Nachts wird die Sitzecke dann zu gemütlichen Betten umgebaut. Das Licht bleibt aus Sicherheitsgründen die ganze Nacht an und der Schaffner bewacht das Abteil. Die Klimaanlage verwandelt den Zug in einen Kühlschrank und wir packen schnell noch unsere Pullis aus, bevor wir bis in den nächsten Morgen schlafen!

Chiang Mai – Chiang Khong


Am Vormittag kommen wir in Chiang Mai an, wo bereits unser Minibus nach Chiang Khong wartet. Wir machen einen Stopp am Wat Rong Khun, ein ganz puristisch in weiß gehaltener, wunderschöner Tempel. Am späten Nachmittag sind wir dann in unserem tollen Hotel direkt am Mekong – mit Blick auf Laos! Nachdem wir unser „Autan-Parfum“ aufgetragen haben, gehen wir noch eine Runde in den Ort und essen leckere Frühlingsrollen zu einem „Tiger“-Bier. Unser Tourguide Albert gibt währenddessen Stories aus seinem Land zum Besten und wir alle haben einen sehr lustigen Abend.

Einreise nach Laos – Bootsfahrt auf dem Mekong – Pak Peng


Am nächsten Morgen geht es schon früh los – damit wir kein Chaos an der Grenze vor finden sind wir schon um halb acht da und setzen über den Fluss nach Laos über. Das Visum für Laos wird schnell für 30 USD ausgestellt und dann wartet schon unser tolles Boot auf uns. Wir nehmen auf unseren gemütlichen Kissen auf den Holzliegen Platz und haben einen traumhaften Blick auf den Mekong, während unser Boot langsam den Fluss durch den Dschungel hinunter schippert. An uns ziehen malerische Landschaften und Sandbänke vorbei. Ab und zu winken uns ein paar Fischer von ihren kleinen Booten. Wir halten in der Nähe eines Hill Tribes an, die in den Bergen am Mekong leben. Die Kinder laufen uns schon neugierig entgegen und begleiten uns durch das Dorf. Zwischen den Holzhütten spielen die Kinder, Schweine und Hühner spazieren durch das Dorf und die Erwachsenen beäugen uns neugierig. Unser Tourguide übersetzt und wir erfahren mehr über das Leben des Stammes abseits der Zivilisation. Nach diesem außergewöhnlichen Erlebnis wartet auf unserem Boot schon ein köstliches Mittagessen auf uns. Gegen Abend steuern wir auf Pak Peng zu und legen an. Wir stolpern die riesige Sanddüne zu unserem Hotel hinauf und duschen noch schnell – ab 10 Uhr abends bis 6 Uhr früh wird hier nämlich der Strom abgestellt. Wir sind mitten im Dschungel und nachts startet ein unglaubliches Konzert all der Tiere um uns – außerdem leuchten unzählig viele Glühwürmchen in die Nacht!

Bootsfahrt auf dem Mekong nach Luang Prabang


Um 7 Uhr morgens sitzen wir wieder in unserem Boot auf dem Mekong und genießen einen relaxten Tag an Bord. Kurz vor Luang Prabang halten wir an der Grotte der 1.000 Buddhastatuen – die Pac Ou Höhlen, die direkt an der Mündung des Nam Ou Flusses in den Mekong liegen. In den Höhlen im Inneren eines steilen Kalkfelsens, der von den Flussufern aufsteigt, stehen tausende Buddhafiguren aller Form und Größe, die von Pilgern in den Jahrhunderten mitgebracht wurden. Die Höhlen sind seit dem 16. Jahrhundert eine heilige buddhistische Stätte und durch ihre märchenhafte Position am Fluss noch einmaliger. Am frühen Abend erreichen wir mein Highlight der Reise – Luang Prabang! Die Stadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und hat eine außergewöhnliche Atmosphäre mit all seinen Tempeln, Mönchen, seinem Markt, seiner einmaligen Architektur und den unglaublich freundlichen Menschen! Auch unser Hotel Villa Ban Lao liegt in einem traumhaften Garten. Mein absolutes Lieblingsrestaurant ist das Tum Tum Bamboo, in dem es köstliches Essen und leckere Cocktails gibt! Am Abend schlendern wir noch über den Nachtmarkt – hier gibt es das schönste Handwerk; Decken, Kissen, Schmuck und weitere Souvenirs.

Luang Prabang


Vormittags geht es auf zum Elefantentrekking durch den Dschungel! Der Elefant schaukelt uns durch den Dschungel und die Hänge hinunter. Unser Elefanten-Anführer redet ununterbrochen mit uns auch wenn wir ihn leider nicht verstehen. Wir reiten mit dem Elefanten schließlich noch durch den Fluss und haben einen herrlichen Ausblick auf die Natur um uns! Danach füttern wir unseren Elefanten noch mit frischen Bananen; das war echt ein tolles Erlebnis! Anschließend fahren wir zu den nahe gelegenen Kuang Si Wasserfällen – ein absolutes Naturspektakel!!! Das kristallklare Wasser fällt von den Felsen in viele Schwimmbecken, die sich einen langen Weg entlang ziehen! Das türkisblaue Wasser ist der Traum, und es gibt verschiedene Badestellen. Wir treffen ein paar Mönche, die hier ihren Urlaub verbringen und sich riesig freuen, mit uns Englisch sprechen zu können. Jeder gute Buddhist sollte einmal in seinem Leben mindestens für ein paar Monate ins Kloster gehen. Nach dem wunderschönen Nachmittag an den Wasserfällen geht es zurück nach Luang Prabang – gerade rechtzeitig, um den leuchtend roten Sonnenuntergang von dem Hügel, auf dem der Phu Si Tempel steht, mitzuerleben. Hier hat man die schönste Aussicht über Luang Prabang und die umliegenden Hügel. Am Abend treffen wir unsere Gruppe und Albert führt uns zu einer BBQ à la Laos aus – wir grillen direkt auf dem Tisch und dazu gibt es selbst gemachte Gemüse-Nudel-Suppe! Danach gehen wir noch alle ein „Lao“-Bier trinken und in unserer Open-Air-Bar ist Karaoke-Abend. Der Nachbartisch singt schon schräg mit und wir lassen den Abend gemütlich ausklingen.

Noch ein Tag in Luang Prabang


Heute sind wir schon früh wach – um 6 Uhr morgens kann man die Mönche beobachten, wie sie ihre Gaben von den Frauen aus deren Körben mit Reis und Gemüse entgegen nehmen. Nach einem leckeren Pancake-Frühstück machen wir uns auf, um die Tempel von Luang Prabang zu entdecken! Wir haben ein Riesenglück und werden von den Einheimischen zum Essen anlässlich des buddhistischen Neujahrsfestes mit den Mönchen im Tempel gleich um die Ecke eingeladen! Nachdem die Mönche fertig gegessen haben, werden die Reisgerichte und Früchte an alle weiter gereicht. Ein Laote spricht Englisch und erzählt uns über das Fest und den Buddhismus im Allgemeinen. Wir sind echt beeindruckt, wie freundlich uns die Einheimischen aufgenommen haben und uns einfach so zu ihrem Festessen eingeladen haben. Danach entspannen wir uns bei einer Oriental-Foodmassage im Herbal Spa. Die Massage ist so toll, dass wir uns für später noch für eine weitere Gesichtsmassage anmelden. Hier könnte man den ganzen Tag mit Massagen verbringen, einfach nur durch das Städtchen laufen und das Leben genießen! Ich könnte mir gut vorstellen, hier mal eine ganze Woche zu verbringen!!!

Luang Prabang – Vientiane


Am nächsten Morgen müssen wir Luang Prabang leider verlassen und fahren weiter Richtung Vientiane. Die Strecke durch das Hochland von Laos ist ganz schön kurvig aber wir werden durch spektakuläre Aussichten belohnt. Die Pausen sind „scandaloso“ – wir halten in einem Dorf an und essen dort unsere zum Glück schon selbst mitgebrachten Sandwichs. Das „Restaurant“ befindet sich einfach in einem verschönerten Stall, wo dem Geruch nach aber immer noch Tiere leben. Ich bin froh, als wir wieder in den Bus einsteigen und weiter fahren. Am Abend kommen wir in Vientiane an. Man meint nicht, hier in der größten Stadt Laos zu sein. Wir machen einen Spaziergang zum Mekong und sehen nach Thailand hinüber. Im Restaurant kann man alles auf der Speisekarte finden wie Frosch und andere Wildtiere. Ich bleibe aber lieber beim klassischen Reisgericht mit Gemüse :).

Vientiane – Lak Xao


Vormittags besichtigen wir noch das berühmte Siegestor Patuxai – die laotische Version des Triumphbogens in Paris, die Tempelanlage und die Goldene Stupa. Unsere Route geht weiter durch die laotischen Berge mit seinen Reisfeldern am Hang (hier wird brauner Reis angebaut) und durch den tropischen Regenwald. Wir machen eine Pause mitten im Nationalpark mit herrlicher Panoramasicht. Ich würde am liebsten gleich loswandern. Am frühen Abend erreichen wir Lak Xao, die Grenzstadt zu Vietnam. Wir besuchen gleich den Markt – nichts für feine Nasen. Das Gemüse schaut noch gut aus, was man vom Fleisch allerdings nicht behaupten kann. Man sieht eigentlich gar nichts davon, nur einen Haufen Fliegen. Am Abend fällt die Auswahl nicht schwer – es gibt nur ein Restaurant im Ort, das „Only Restaurant“. Viel wird hier nicht geboten und so sind wir schon zur „German bedtime“ zurück im Hotel.

Lak Xao – Grenze Vietnam – Dong Hoi


Diesen Ort verlassen wir gerne und sind schon früh an der Grenze zu Vietnam. Es ist noch wenig los und so fahren wir schon nach einer Stunde weiter durch grüne Reisfelder Richtung Dong Hoi. Hier sehen wir die typischen Postkartenmotive: die Feldarbeiter mit ihren Hüten bei der Arbeit im Reisfeld. Unsere Mittagspause machen wir heute direkt am Strand. Ein richtiger Traumstrand – eine weiße lange Bucht eingerahmt von grünen Hügeln und außer uns ist niemand da! Am späten Nachmittag kommen wir dann in Dong Hoi an und spazieren am Meer entlang. Danach gönnen wir uns noch eine Massage. Das Abendessen ist dann auch ein Event! Wir und eine andere Familie besetzen die einzigen Tische im Restaurant und warten über eine Stunde auf unser Essen, da merkt man den Kommunismus! Auch auf den Straßen sieht man in Vietnam viel Arbeiter-Propaganda, was aber auch mit den Feierlichkeiten zum Independence Day zusammenhängt. Als unser Essen dann schließlich ankommt, ist es eine Überraschung, was man so auf dem Teller hat – jedenfalls etwas anderes, als wir bestellt haben. Normalerweise ist die Verständigung in Englisch in Vietnam kein Problem; aber in Dong Hoi ist es etwas schwieriger ;).

Dong Hoi – Hué


Wir fahren heute weiter nach Hué und halten unterwegs noch an der Hien Luong Brücke und schauen uns ein Bootsrennen zu den Festlichkeiten des Independence Days an. Mittags kommen wir schon in unserem Hotel in Hué an. Im Festsaal unseres Hotels finden jeden Tag mindestens 2 Hochzeiten statt – die Vietnamesen sind heiratswütig und feiern das mit einer gehörigen Portion Kitsch! Hier kann man super einkaufen; echte Converse-Schuhe in Styles, die es in Europa gar nicht gibt und eine gute Auswahl an Taschen- und Kofferfälschungen von Roxy & North Face. Meine Empfehlung fürs Essen & Ausgehen ist das DMX Italian Restaurant & Bar in der Fußgängerzone. Am Nachmittag entdecken wir die Verbotene Stadt aus dem 19. Jahrhundert, die früher nur den königlichen Herrschern zugänglich war. Wir spazieren in Ruhe durch die sehenswerte Anlage und die Tempel. Danach verkleide ich mich noch mit Camilla und wir schießen ein paar kaiserliche Fotos im Palast :). Wir haben uns beinahe weg geschmissen vor Lachen und ich glaube auch die anderen Besucher…

Hué – Hoi An


Für heute Vormittag haben wir einen Bootstrip auf dem Perfume River gebucht, um die königlichen Grabstätten und Pagoden nicht weit außerhalb der Stadt zu sehen. Der Ausflug ist entspannend und die Bauwerke sind sehr interessant, am besten gefällt mir aber die Motorradfahrt vom Flussufer bis zu den königlichen Gräbern. Mittags sind wir wieder zurück am Hotel und fahren mit dem Bus weiter nach Hoi An. Wir legen einen Stopp ein am Beach Resort Lang Co. Nachdem heute auch Feiertag in Vietnam ist, geht es richtig zu. Die Tischmanieren von den Vietnamesen sind hier nicht die feinsten… Der ganze Boden ist voll mit Abfall und am Tisch und auf den Stühlen sind die Essenreste wild durch die Gegend geschmissen. So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen, da ist uns der Appetit vergangen. Der Strand ist dagegen wunderschön und das Meer einladend warm. Wir fahren über den berühmten Wolkenpass und entlang der malerischen Küste entlang nach Hoi An, das wir am frühen Abend erreichen. Wir sind total begeistert von unserem Pho Hoi Riverside Hotel direkt am Fluss, der in das Meer mündet. Die Zimmer sind im Bungalowstil gehalten und wir haben sogar einen Pool, den wir gleich austesten! Einfach herrlich!!! Die Stadt selbst ist auch ein Highlight! Am Abend hat Hoi An ein ganz besonders schönes Flair. Die alten traditionellen vietnamesischen Häuser sind beleuchtet und man kann durch die Gassen entlang der vielen Schneidergeschäfte schlendern. Hier ist auch definitiv der beste Ort, um sich ein Kleid oder einen Anzug nach Maß in sehr guter Qualität schneidern zu lassen. Ein paar aus unserer Gruppe legen sich gleich einen neuen Anzug oder eine neue Jacke zu! Mein Lieblingsplatz in der Stadt ist das Cargo Club Restaurant & Hoi An Patisserie. Die Location, die köstlichen Gerichte und vor allem die Nachspeisen (Mango-Sorbet oder Mousse au Chocolat) sind der Traum!!! Am Abend melde ich mich mit Sharon noch zu einem der hier beliebten vietnamesischen Kochkurse der Red Bridge Cooking School an.

Hoi An


Um 11 Uhr geht es los. Wir treffen uns im Hai Café und lernen schon mal die anderen Teilnehmer, zumeist aus Australien und Kanada, kennen. Ein lustiger Kellner des Cafés führt uns über den absolut sehenswerten Markt. Hier verkaufen die Marktfrauen Körbe voll mit exotischen Fischen, tropischen Früchten oder anderen Kochutensilien, die uns 007, wie sich unser „Marktführer“ selbst nennt, alle ausführlich erklärt und teilweise auch probieren lässt. Nach dem Markt geht es mit dem Boot weiter zur Red Bridge Cooking School. Wir bekommen erst noch Erklärungen zum duftenden Kräutergarten und dann empfängt uns der Koch schon zu seinem Kurs. Wir bereiten Asia-Salat, Frühlingsrollen, vietnamesisches Omelett und Reis mit Curry-Sauce zu. Der Koch führt uns alles genauestens und in seiner ironischen Art vor und dann probiert es jeder selbst an seiner Kochplatte. Alles klappt ganz gut, bis auf die künstlerische Gemüse-Dekoration. Danach genießen wir unser selbst gekochtes Essen direkt am Fluss und zum Nachtisch gibt es noch eine riesige Platte mit frischen Früchten. Anschließend relaxen wir noch am eigenen Pool der Kochschule! Die meisten unserer Gruppe kommen gerade wieder vom Strand zurück, der auch traumhaft schön sein soll, aber Vorsicht vor der starken Sonne! Zum Glück habe ich After-Sun-Lotion mitgebracht, die heute Abend sehr gefragt ist…

Hoi An – Danang - Zugfahrt nach Saigon


Wir haben den „Luxus“ in unserem Resort noch einmal so richtig genossen, denn heute steht eine lange Zugfahrt von Danang nach Saigon an, die wir uns – um es positiv auszudrücken - sehr abenteuerlich vorstellen. Schon morgens fahren wir vom Hotel ab, um rechtzeitig zur Abfahrt unseres 18-stündigen Nachtzuges in Danang zu sein. Als der Zug einfährt, strömen die Massen aus der Wartehalle. Albert hat unsere Plätze am Tag vorher noch einmal rückbestätigt, da es sonst vorkommen kann, dass die Plätze am Tag der Abreise noch einmal verkauft werden. Wir betreten neugierig auf den „scivo train“ unser Abteil und als erstes kommt der extra für den heutigen Anlass mitgebrachte Anti-Insekten-Spray verschwenderisch zum Einsatz. Ein paar kleine Biester sind wohl schon immun und spazieren die Wand hoch. Dem bereiten wir schnell mit unseren Schuhen ein Ende. Wir beziehen unsere Betten mit der Zugbettwäsche im Bärchen-Style und legen vorsichtshalber auch noch unsere eigenen Decken darüber. Wir lesen, ratschen und sehen die abwechslungsreiche Landschaft an uns vorbeiziehen. Später unternehmen wir noch einen Spaziergang durch den 12 Waggons langen Zug und es ist wirklich mehr als interessant, was man da so zu sehen bekommt! Der Zug ist fast ausschließlich mit Vietnamesen besetzt, die alles im Zug mittransportieren – den halben Hausstand und sogar krähende Hähne! Im Bordrestaurant im letzten Waggon treffen wir unsere halbe Gruppe wieder und bestellen ein „eisgekühltes Bier im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Glück haben wir uns eigene Sandwichs mitgebracht, das Essen sieht nicht sehr einladend aus! Das Bier war nicht die beste Idee, weil ich jetzt die Bekanntschaft mit den Toiletten machen muss. Sie sind den Toiletten in den laotischen Bergdörfern ähnlich aber mit viel Desinfektionsspray danach ganz okay. Abends können wir vor Lachen fast nicht einschlafen, weil sich Sharon nicht traut, das Licht auszuknipsen, da sonst die ganzen kleinen Käfer wieder auftauchen würden. Die Nacht vergeht schnell und um 5 Uhr morgens werden wir von vietnamesischer Volksmusik aus dem Schlaf gerissen.

Saigon 


Um 6 Uhr morgens steigen wir fröhlich aus, einerseits weil der Nachtzug nicht ganz so schlimm wie erwartet war und zweitens weil wir in Saigon sind! Wahnsinn, die Stadt! Hier fahren 5 Millionen Mopeds mit ganzen Familien darauf durch die Straßen ohne auch nur einen Ansatz von irgendwelchen Verkehrsregeln! Beim Frühstück in der Bar gegenüber unserem Hotel spaziert eine immense Ratte an uns vorbei, ich hoffe, sie hat nicht in der gleichen Bar gefrühstückt… Da Saigon voller Sehenswürdigkeiten ist, ziehen wir gleich los und sehen uns zuerst das Kriegsmuseum an, das die furchtbaren Verbrechen des Vietnam-Kriegs zeigt. Das Museum dokumentiert diese schlimme Zeit sehr eindringlich und macht einen sehr betroffen über die Geschichte. Danach schauen wir uns noch die Kathedrale der Stadt an und schlendern über den großen Markt, in dem die Verkäufer sehr aggressiv ihre Waren zum Kauf anbieten. Nach einer kleinen Siesta gehen wir noch ein bisschen bummeln und entdecken eine Shoppingmall, die wir uns auch noch genauestens anschauen. Hier könnte man in jeder Großstadt der Welt sein. Für den Abend haben wir die Pizzeria „Cappuccino“ ausgesucht, um mal wieder einen kleinen Abstecher in die europäische Küche zu machen, was auch eine feine Idee war!

Saigon – Cu Chi – Tay Ninh – Phnom Penh


Am Vormittag steht die Viet Cong Tunnelanlage bei Cu Chi auf unserem Programm – eine echte Herausforderung! Zuerst wird ein Propaganda-Film vorgeführt und dann sehen wir uns die Verstecke und widerlichsten Fallen an. Die kurze Strecke in dem engen Tunnel ohne Licht und mit netten Tieren sind die längsten 20 Meter meines Lebens! Das unterirdische Tunnelsystem hat eine Gesamtlänge von etwa 240 km; unterteilt in Stockwerke, in denen es Küchen, Krankenhäuser und andere Einrichtungen gab! Die immense Tunnelanlage verbindet ganze Dörfer miteinander und wurde von den Vietnamesen mit den Händen gegraben und im Krieg gegen die amerikanischen Streitkräfte genutzt. Weiter geht es nach Tay Ninh zu dem Cau Dai Tempel. Die Religion enthält Elemente des Buddhismus, Christentums und Konfuzianismus und hat ca. 3 Millionen Anhänger aus der Region. Wir kommen gerade rechtzeitig zu einer mystischen Zeremonie in dem extravaganten farbenprächtigen Tempel, in der sich zum Gongschlag alle Gläubigen in ihren weißen, roten, blauen oder gelben Umhängen mit dem charakteristischen Auge darauf am Boden verneigen. Mehrere Priester stehen an den Altären und ein Chor singt von der Empore. Am Nachmittag überqueren wir die Grenze zu Kambodscha. Hier fallen einem sofort die vielen Kinder auf, die auf der Straße leben, statt in der Schule zu sein. In den meisten Hotels gibt es Spendenkästen, mit denen man Organisationen unterstützen kann, die den Kindern vor Ort helfen. Am Abend erreichen wir die Hauptstadt Phnom Penh, die bei mir keinen besonderen Eindruck hinterlassen hat.

Phnom Penh – Siem Reap


Frühmorgens fahren wir mit einem Tuk Tuk zu den Killing Fields außerhalb der Stadt, in denen Millionen Kambodschaner der grauenvollen Ideologie des Pol Pot Regime zum Opfer gefallen sind. Es läuft einem ein Schauer über den Rücken wenn man über die Gedenkstätte läuft und wenn man die Gräber, verbliebenen Kleidungsstücke und Bäume sieht, an denen Menschen qualvoll gestorben sind. Danach besuchen wir noch das Tuol Sleng – das ehemalige Gefängnis der Roten Khmer. Hier werden weitere unmenschliche Grausamkeiten dokumentiert, man sieht die viel zu kleinen Zellen und furchtbare Folterinstrumente, Fotos und Geschichten von Zeitzeugen. Nach diesem traurigen Vormittag geht es weiter von unserem Hotel Richtung Siem Reap und damit zu einem der neuen Weltwunder: die berühmten heiligen Khmer Stätten von Angkor! Davor müssen wir uns unterwegs aber noch das Spider Village anschauen – hier werden eklige Exemplare an Spinnen angeboten – frisch oder frittiert! Igitt, nach einem kurzen Blick warte ich lieber im Bus, der zum Glück auch bald wieder weiter fährt. Am Abend kommen wir in der schönen Stadt Siem Reap an. Wir erkunden den Nightmarket, in dem ich nicht nur ein paar schöne Röcke und Tops gefunden habe, sondern auch tolle Bücher. Silvia schenkt mir einen Stoffgecko, über den ich mich riesig freue – in unserem Zimmer waren fast immer ein paar echte Exemplare :). Wir gehen essen in einem extravaganten Restaurant – dem DEAD FISH RESTAURANT! Die Atmosphäre und Musik ist super, genauso wie die Architektur. Auf verschiedenen Ebenen sind Essgelegenheiten und man sitzt sehr gemütlich. Das Essen ist auch der Traum. Ich probiere ein paar kambodschanische Spezialitäten mit Curry und auch die Nachspeise ist eigenartig aber lecker!

Siem Reap Angkor Wat


Auf heute habe ich mich schon die ganze Reise gefreut – wir besichtigen Angkor Wat – den enormen Tempelkomplex des mächtigen Khmer-Reiches vom 10. Jahrhundert, der über Jahre im Dschungel verschwunden war! Wir mieten uns für den ganzen Tag ein Moped-Taxi für 15 USD und können so die wichtigsten Tempel an einem Tag erkunden! Als erstes fahren wir zu dem eindrucksvollen Hauptkomplex Angkor Wat. Wir erkunden ihn und laufen auch etwas außerhalb zum Fluss und treffen auf ein paar Affen, die auf den alten Ruinen turnen. Danach schauen wir uns das imposante Angkor Thom an – eine Vielzahl von Steingesichtern schauen in alle Richtungen! Am besten hat mir Ta Prohm gefallen – die Tempel sind teilweise noch vom Dschungel überwuchert. Die grünen Wände sind mit mystischen Figuren verziert und riesige Bäume schlingen sich um die Tempel! Eine super Atmosphäre!!! Wir treffen hier auch auf einige kambodschanische Hochzeitsgesellschaften, die Fotos vor dieser einmalig schönen Kulisse machen. Für den Sonnenuntergang machen wir uns auf zum Bakheng Tempel auf dem so genannten „sunset hill“, von dem man einen spektakulären Blick über Angkor Wat und den umgebenden Dschungel hat. Der Sonnenuntergang, den wir mit halb Japan und einigen Mönchen genießen, ist einfach traumhaft und taucht alles in ein schönes Abendlicht. Der anschließende Abstieg auf den steilen Treppen des Tempels in der Dämmerung ist dann auch ein Erlebnis! Zum krönenden Abschluss des Tages und nachdem es für uns der letzte Abend dieser fantastischen Tour ist (da wir 2 Tage früher direkt von Siem Reap zurückfliegen), gehen wir mit der ganzen Gruppe noch einmal gemeinsam essen im TEMPLE in Siem Reap. Wir haben einen lustigen letzten Abend und lassen unsere Südostasien-Tour noch einmal Revue passieren. P. s. Malarone und Bier vertragen sich nicht so gut…

Siem Reap – Heimflug


Wir verabschieden uns von der Gruppe, was uns nicht ganz leicht fällt, und tauschen noch unsere Adressen aus. Der Flughafen in Siem Reap ist topmodern und auch unser „Boutique-Flieger Bangkok Airways bringt uns schnell zurück nach Bangkok. Am Flughafen steuern wir gleich auf Starbucks zu und verfolgen die Dreharbeiten zu Streetfighter 2, ein super Zeitvertreib :)! Nach dem Check-In erwerben wir noch die letzten Souvenirs und steigen dann in unseren Flieger nach hause ein, in dem wir noch einmal die Geschichten der Tour aufwärmen und kaum erwarten können, die Fotos daheim zu zeigen und alles zu erzählen!

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