Reisebericht Südafrika

von step2treveler auf 24.06.2019

Das vielfältige Land

Die Vielfältigkeit des Landes ist beeindruckend, wilde Tiere, atemberaubende Natur und eine faszinierende Geschichte prägt dieses Land. Von der Schönwettergarantie mal ganz abgesehen. Auch die kulinarische Seite dieses Landes darf nicht verkannt werden.


Der Abflug

Geschafft, gegen 13.00 Uhr konnte ich der Arbeit endlich Erfolgreich entfliehen. Mit dem Zug, geht es erst einmal nach Frankfurt. Ich bin ein Opfer der Modernisierung der Deutschen Bahn. Die „alten“ ICE’s, der ersten Generation, wurden alle neu Eingerichtet, aber auf das „Bewährte“ Entertaimentsystem wurde leider verzichtet. Nicht mehr Mal ein Radio. Angeblich haben alle inzwischen einen MP3-Player. Also muss eine Zeitschrift als Ersatz herangezogen werden.

Da Heute mal ausnahmsweise kein Bombenalarm, in den Bahnhöfen Richtung Frankfurt ausgerufen wurde, kommen ich auch Pünktlich am Ziel an. Sind ja nur noch 5 Stunden bis zum Abflug. In Frankfurt wird immer noch kräftig seid meinen letzten Besuch im Frühjahr umgebaut. Im Terminal 2 kann man aber in Ruhe die Starts der Maschinen beobachten. Mehrere kleine Gruppen notieren sich die einzelnen Typen und tragen sie in ihre Protokollblätter ein. Ein tolles Hobby.

Frühzeitig mache ich mich auf zum Gate. Nicht viel Los am Freitagabend. Vorsorglich nehme ich die Kamera aus dem Rucksack. Die zuständige Kontrollperson schaut mich ganz erstaunt an. Warum den das? Bis jetzt wurden die doch immer auf ihre Funktion kontrolliert. Ab jetzt nur noch Laptops. Auch das Auslösen des Alarms durch meine Wanderschuhe ist eher Nebensache. Vielleicht liegt die mangelnde Kontrolle ja auch daran, dass die gesamte Prozedur für Reisende Richtung USA und England im hinteren Teil des Gates noch einmal stattfindet. Nur mit entsprechendem Ticket, ist der hintere Teil zu erreichen.

Mein Flieger ist noch nicht zu sehen. Bis zum Bording ist es aber nicht mehr Lange. Kurz darauf wird die Boing 747 an das Gate geschoben. Nicht ganz klein die Maschine. Mein Platz ist schon Belegt. Schnell stellt sich aber heraus, dass hier sich nur jemand in der Reihe verzählt hat. Glück gehabt, denn alle Plätze sind Restlos belegt. Um 23.00 Uhr geht es Los. Nach einem kleinen Imbiss, ist Nachtruhe angesagt. Ich schaffe es, bis zum Morgen durchzuschlafen.

Johannesburg

Wir haben gerade die Grenze nach Südafrika überflogen. Nicht mehr Lange bis Johannesburg. Das Frühstück kommt dem knurrenden Magen gerade recht. Kurz darauf setzen wir zur Landung an.

Eine flache Ebene erstreckt sich unter uns. Auf dieser kann man schon die Wohnsiedlung mit ihren Mauern und Zäunen gut erkennen. Endlos ziehen sie sich dahin. Noch ein paar Kurskorrekturen und die Landebahn kommt in Sichtweite.

Nach dem Ausstieg, geht es mit der vor dem Frühstück ausgefüllten Zoll-Karte zur Einreisekontrolle. In den Pass kommt eine Aufkleber mit Barcode und dicken Stempel. Das Gepäck ist inzwischen auch schon da. Alles schnell auf einen Wagen und durch die Zollkontrolle. Zettel abgeben und weiter geht es.

Auf der anderen Seite herrscht reger Betrieb. Viele Leute werden schon erwartet. Mit dem Wagen bahne ich mir ein Weg durch die Massen. Die ersten Gepäckträger wollen mir ihre Dienste anbieten. Mit viel Geschickt kann ich ihnen Ausweichen. Einer hängt sich an meine Fersen. Wohin? Eigentlich habe ich die Mietwagenschilder schon ausgemacht. Gib ihm aber auch eine Chance, etwas Geld zu Verdienen. Noch ein kurzer Stopp beim Geldautomaten und man ist mit ausreichend Bargeld für die erste Woche ausgerüstet. Bei einem Kurs von fast 1:10 fällt das Rechen auch nicht all zu schwer.

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Die Mietwagenniederlassungen sind in einem Nebengebäude gegenüber vom Ausgang untergebracht. Eine kleine Gruppe von zwei jungen Paaren ist vor mir am Schalter. Auch aus Deutschland. Sie spekulieren gerade über den Wagen, den sie bekommen werden. Ein Upgrade auf ihre Reservierung ist schon im Gespräch. Als sie den Schlüssel bekommen, tritt die erste Ernüchterung ein. Ein Polo oder so was ähnliches. Etwas Größeres für die vier Personen mit dem entrechtenden Gepäck für mehrere Wochen ist nicht zu bekommen. Die Angestellt kann oder will ihnen keine Alternative anbieten. Als nächstes komme ich an die Reihe. Kurz die ganzen Formalitäten durchgehen. Etwas erstaunt ist die gute Frau darüber, dass ich schon die extra Bescheinigungen, für die Einreise mit dem Auto nach Swaziland und Lesotho vorab angeforderte habe.

Ein Auto in Südafrika

Der Wagen, entpuppt sich wie Vermutet als „Toyota Tazz“ mit Sage und Schreibe 45 PS. Ein weiterer Mitarbeiter zeigt mir den Wagen in der Garage. Die Polofraktion kommt mir mit ihren Koffern entgegen, sie haben Aufgegeben. Der Wagen ist einfach zu klein.

Eine Zentralverriegelung hat mein Wagen nicht, aber dafür hänge noch ein komisches Plastikteil mit einem Knopf am Schlüsselring. Die separate Wegfahrspeere und die Aktivierung der Alarmanlage des Wagens lassen sich hierüber steuern. Das mit dem drücken vor dem Start habe ich wohl nicht so Richtig mitbekommen. Mit ein bisschen Hilfe ist dieses Problem aber auch schnell erledigt.

Das zusätzliche Kartenmaterial, ist mit ein paar detaillierten Stadt- und Autobahnplänen ausgestattet. Auch die Abfahrt zu der Straße an der mein erster Campingplatz liegt ist eingezeichnet. Die wichtigsten Auf- und Abfahren sind Leicht zu erkennen. Guten Mutes mach ich mich auf den Weg.

Das mit dem Schalten auf der linken Seite ist kein Problem. Aber immer wenn ich irgendwo abbiegen will, geht der Scheibenwischer an. Erst nach ein paar Tagen kann ich mich daran gewöhnen, dass Wischer und Blinker hier vertauscht sind. Das Links fahren ist kein Problem. Durch den Verkehrsfluss, kommt man Automatisch auf die Richtige Spur bzw. Richtung.

Von Wellblechhütten bis zu Festungsanlagen

Die ersten Kilometer sind etwas ungewohnt, aber die Beischilderung ist vorbildlich. Ohne Probleme kann ich meiner vorgegebenen Route folgen.

Rechts und Links der Autobahn liegen die Unterschiedlichsten Wohnsiedlungen. Von einfachen Wellblechhütten bis zu kompletten Festungsanlagen mit hohen Mauern inkl. Elektrozaun und kleinen Wachtürmen an den Ecken. Ab und zu überqueren auch ein paar Leute die Bahn. Also immer nach Vorne schauen. Hinter Johannesburg, geht es Links ab und bald ist auch meine Abfahrt ausgeschildert. Jetzt heißt es sich dem Stadtverkehr anzupassen.

Da ich der Straße mindestens die nächsten 30 Kilometer folgen muss, geht es aber immer geradeaus. Oft Endet die zweite Linke Spur hinter einer Kreuzung. Und man muss sich wieder in den Verkehr einfädeln. Wohnsiedlungen und Gewerbe / Industriegebiete wechseln sich kontinuierlich ab. Langsam kommt man aber aus dem Stadtgebiet hinaus. Es wird etwas Ländlicher. Ein letztes großes Einkaufszentrum liegt neben der Straße. Da ich nicht die genaue Stelle von dem Campingplatz weiß, heißt es nun nach ein Hinweisschild Ausschau zu halten.

Die Karte liegt Links auf dem Beifahrersitz. Wen man sich an die Geschwindigkeitsvorgaben hält, kann es leicht passieren, das nachfolgende Autos zum überholen ansetzen. Gerade nährt sich mal wider eins im Rückspiegel. Dummerweise gerate ich irgendwie etwas zu weit nach Links und komme mit dem Vorderrad auf das lose Seitenbanket. Sofort fängt der Wagen an zu schlingern. Reflexartig halte ich dagegen, komme aber etwas über die Mittellinie hinaus. Von Vorne kommt keiner, aber der Wagen Hinter mir hat gerade zum überholen angesetzt. Ich weiß nicht, wer sich mehr erschrocken hat. Es ist aber alles glimpflich abgelaufen. Dabei übersehe ich allerdings, dass die Hauptstraße nach Links abbiegt und nur eine kleine Nebenstraße weiter geradeaus führt.

Auf der schmalen Straße, ist eine Wendelmöglichkeit in Sicht. Also erst mal weiter. Nach ein paar Kilometern kommt doch noch die erhoffte Kreuzung. Also erst mal wieder zurück zur Abzweigung.

Flüsse, Strohdächer...

In der Ferne sind schon einige kleine Berge zu sehen. Nun sollte der Campingplatz nicht mehr weit sein. Plötzlich taucht das gesuchte Schild auf. Ein altes vergittertes Tor versperrt die Einfahrt. Halten kann ich nicht, hinter mir ist mal wieder einer. Glücklicherweise kommt nach einer kleinen Brücke noch die Haupteinfahrt auf den Platz. Bin sehr beeindruckt. Eine mit Stroh überdachte Rezeption dient als Eingangstor. Links und Rechts säumen Palmen dem Weg. Eine ältere Damen Leitet den Empfang. Ich erkundige mich nach einem Zeltplatz für eine Nacht. Kein Problem, unten am Fluss gibt es eine große Wiese. Für 100 Rand bin ich dabei.

Je näher man den kleinen Flüsschen kommt, umso grüner wird es. Hohe Bäume säumen das dicht bewachsene Ufer. Erst mal Luft holen. Ich bin in Südafrika. Haben meine Platz für die Nacht „fast“ auf Anhieb gefunden und habe 3 Wochen voller neuer Impressionen vor mir.

Die einzelnen Stellplätze haben alle eine Feuerstelle mit Rost. Leider fehlen die aus Amerika typischen Sitzbänke. 
Nun heißt es, erst mal die ganzen Sachen Auszupacken und im Auto zu Verteilen. Das Zelt ist schnell aufgebaut. Nun kann es zu einer kleinen Inspektionstour über den Platz gehen. Es ist wenig Los am Samstagmittag. Oberhalb von meinem Platz, sind noch einige weiter Campinggäste. Die Waschhäuser machen einen guten Eindruck. Fast alle Gebäude auf dem Platz sind mit Ziegelsteinen gebaut worden. Zusätzlich dient der Campingplatz auch als Freizeitressort. Es gibt einige kleine Pools auf dem Gelände. Auch Startet hier eine 4x4 Tour in die Berge.

Was brauche ich eigentlich in der Wildniss Südafrikas?

Nun heißt es aber erst einmal Einkaufen. Ich mache mich auf den Weg zurück zu dem Einkaufszentrum, das ich gesehen habe. Durch ein Tor geht es zu den Parkplätzen. Mit einem großen Einkaufwagen bewaffnet, geht es in den Supermarkt. Hier gibt es einfach alles. Als erstes kommt man an dem Oststand vorbei. Danach Folgen endlose Reihen von Tiefkühltruhen. Aber auch Aktionstheken sind überall zu finden. Der Wagen füllt sich so langsamem. Ich Kaufe alles, was man so für die nächsten 3 Wochen in der „Wildnis“ so braucht. Die Kassiererin hat eine Menge zu tun. Immer wieder Reicht sie weiter Plastiktüten an die Einpackhilfe durch. Die Rechnung dir ich mit der Visa Karte begleichen kann hält sich aber in Grenzen. Nur ca. 50 Euro hat der gesamte Spaß gekostet.

Mit dem Wagen geht es zum Auto zurück. Als ich den Gebäudekomplex verlasse, werde ich sofort von Sicherheitsdienst begleitet. Das Auto steht nicht allzu Weit entfernt. Mit dem Wagenschlüssel mache ich die Heckklappe auf. Sofort fängt die Alarmanlage loszuheulen.

Na ja, ist halt mein erster Tag mit dem Auto. Ein Knopfdruck genügt und der Lärm ist vorbei. Meine Begleitung denkt sich wohl sein Teil. Ich hoffe, ich sehe genug nach Tourist aus. Freundlicherweise ist man mir auch gleich Behilflich die ganzen Tüten und Wasserflaschen zu verstauen. Gehört alles zum kostenlosen Service. Eine Trinkgeld ist nicht notwendig.

Nun fehlen noch ein paar Camping Utensilien. Also geht es zu Fuß, an den vielen kleinen Geschäften auf der Anlage vorbei. Vom Friseur bis zum Wasserfilter Spezialisten ist alles da, aber kein Treckingladen.

Mit dem Auto fahre ich auf Gut Glück ein Stück weiter. Ein Baumarkt ist bald erreicht. Hier finde ich alles, was ich noch so Benötige. Die guten 205 Gaskatuschen, ein Hammer und eine Kühlbox Komplimentieren meine Ausrüstung. Fast bin ich geneigt auch noch ein Klappstuhl zu kaufen. Ist aber verdammt Groß. Also lasse ich es erst einmal sein.

Gut gelaunt geht es zum Campingplatz zurück. Langsam kenne ich ja die Strecke. Auch habe ich inzwischen einen ziemlichen Hunger. Nach dieser ersten Stärkung geht es etwas „Raus“. Einige Kinder ziehen den kleinen Flusslauf dem Pool vor. So recht traue ich der Wasserqualität aber nicht.

Gegen 6 Uhr wird es Dunkel und die ersten Sterne zeigen sich am Nachthimmel. Ein komplett neues Bild tut sich mir auf. Meine „erste“ Nacht unter freien Himmel auf der südlichen Halbkugel steht mir bevor. Es wird schnell deutlich Kühler. Überall sind kleine Grillfeuer zu sehen. Ich stehe komplett im Dunkeln. Nach einer kleinen Runde geht es ins Bett. Ich bin todmüde. Nach ein paar Minuten wird mir schnell klar, dass ich Überhaupt nicht gut auf der Thermarestmatte liege. Mein Rücken tut höllisch weh. Nah Toll, es stehen ja nur noch 20 weiter Nächte auf dem Programm.

Johannesburg – Tshwane – Loskop Dam

Sonntag, man könnte ja mal Ausschlafen. Ich kann aber beim besten willen nicht mehr liegen. Egal auf welcher Seite.

Die Sonne steht schon hoch am Himmel und es ist herrlich Warm. Vor dem Zelt mache ich es mir mit einer Tasse Kaffee gemütlich. Langsam packe ich meine Sachen zusammen. Von der anderen Seite des Flusses kommen einige Laute aus dem Bäumen herüber. Neugierig mache ich mich auf, die Ursache zu Erforschen. Eine kleine Affengruppe tummelt sich durch die Äste der Bäume. Auch sie hat die warme Morgensonne herausgelockt.

Noch ein Blick auf die Karte, um sich die Route, zum ersten Ziel des Tages ungefähr einzuprägen. Eigentlich geht es aber immer Geradeaus. Ein Gutes Stück vor dem Campingplatz, verläuft eine Schnellstraße Richtung Tshwane. Auf dieser geht bis zum „Voortrekker“ Denkmal.

Dei der Abfahrt hätte ich doch fast die falsche Spur auf die kleine Nebenstraße erwischt. Da so früh am Morgen noch nicht viel los ist, kann ich Problemlos noch auf die Richtige Spur wechseln. Das Denkmal liegt auf einem kleinen Hügel. Auf halben Weg dorthin liegt das Eintrittstor. Eine kleine Gebühr ist zu entrichten. Ich bin einer der Ersten. Nur ein kleiner Reisebus mit ein paar Deutschen Touristen, hat sich auch schon eingefunden. Das Denkmal ist ein riesiges Gebäude, was von einer hohen Reliefmauer umgeben wird. Das Hauptportal ist über eine breite Treppe zu erreichen. Das ganze wird durch viel Grün aufgelockert. Ein schöne Anlage.

Das „Voortekker“ Denkmal besteht aus einer riesigen Halle, die mit einer Innenkuppel abgeschlossen wird. An den Wänden ist die Besiedlungsgeschichte (Eroberung) des Landes abgebildet. In den beiden Untergeschossen befinden sich einige Exponaten aus der Gründerzeit. In der Mitte des ersten Untergeschosses steh ein „Symbolischer Sarkophag“. An ein bestimmten Tag im Jahr (16.12.) Schein durch ein Loch in der Decke das Sonnenlicht direkt auf ihn. Alles wird etwas extrem glorifiziert. Vom Dach des Gebäudes hat man einen guten Blick auf die umliegende Landschaft.

Auf dem Gelände selbst, befindet sich noch eine Reitgestüt, ein Amphitheater und ein altes Fort. Auch kann man das Zentrum der Stadt von hier aus gut sehen. Die Hochhäuser der City bieten eine imposante Skyline.

Als nächste geht es mit dem Auto zum Fort hinüber. Hier bin ich fast als einziger. Zwei Gartenpfleger sind gerade bei, den großen Baum im Zentrum der Anlage zu bewässern. Die Ganze Anlage, sowie die alten Kassamatten sind Restauriert worden. Im inneren hat man die Räume entsprechend ihrer Nutzung wieder hergerichtet. Natürlich darf hier auch ein Souvenirshop nicht fehlen.

Nach einer kurzen Pause, geht es weiter in Richtung Innenstadt. Geplant habe ich nach der obligatorischen Runde über den „Church Square“ ein Besuch im Zoo.

Zoo in Südafrika

Auf der Stadtkarte sind einige Parkplätze an der Hauptstraße eingezeichnet. Der Verkehr ist noch recht überschaubar. Die Parkgarage ist schnell gefunden. Eine Kassiererin Sitzt gelangweilt in ihrem kleinen Verschlag. Mit der kompletten Kameraausrüstung mach ich mich auf den Weg. Parallel zur Hauptstraße, verläuft eine Art Fußgängerzone. Einige Geschäfte haben geöffnet. Ich bin der einzige „Weiße“ Weit und Breit. Also weiter zum „Square“. Ein kleiner Park mit Denkmal und Brunnen bildet den Kern. Einige alte Gebäude sind um den Platz Angeordnet. Der Rasen wird als Picknickplatz genutzt. Alles ist aber recht gut Überschaubar.

Als nächstes geht es zu Fuß auf direktem Weg zum Zoo weiter. Laut Karte brauche ich nur die „Paul Kruger“ Straße“ einige Blocks entlangzugehen. Obwohl auch einer der Hauptstraßen sieht es hier doch schon etwas Wilder aus. Eine alte schon etwas verfallende Kirche ist Massiv mit hohen Zäunen inkl. Stacheldraht geschützt. Auch die Autohändler an der Straße wissen wie sie ihr Eigentum vor ungebetenen Gästen sichern müssen.

Vor dem Zoo wird es wieder etwas Lebhafter. An den Straßenrändern haben sich die Verkäufer mit ihren Ständen niedergelassen. Alle Besuche kommen mit dem Auto direkt angefahren. Viele Parkplätze stehen nicht mehr zur Verfügung, an diesem Wunderschönen Frühlingssonntag. Alles ist auf dem Weg in den Zoo. Die Schlange an der Kasse hält sich aber noch in Grenzen.

Wahrscheinlich nicht so überraschen ist es, dass die Besucher fast ausschließlich Weiße sind. Die große Anlage bietet einen guten Überblick, über die einheimischen Tierarten. Ich lasse mir viel Zeit und schlendere Gemütlich durch die Teils grüne Anlage. Bei den Elefanten bzw. Löwen habe ich die erste Gelegenheit mein neues Teleobjektive auszupacken. Durch die Testaufnahme im Heimischen Zoo, habe ich schon einige Einstellungswerte ausprobiert. Jetzt kommt also der letzte Finale Test vor dem Krugerpark. Die Lichtwerte sind so gut, dass ich keine weiteren Bedenken habe. Ein Stativ ist nicht unbedingt erforderlich. Viel Licht und die moderne Elektronik machen es möglich. Die Leute um mich herum, schauen Neugierig meinem aufwendigen Treiben zu. Glücklicherweise braucht man hier keine Sorge um den Verbleib des Equipments zu haben. Die Mühe und das schleppen der schweren Objektive lohnt sich aber. Ich bekomme einige gute Fotos von den Löwen und Elefanten.

Ein Besuch in Middleburg

Nun muss ich aber weiter. Als Tagesziel habe ich mir eine Platz in der nähe der Stadt „Middelburg“ ausgesucht. Vorher will ich aber noch in „Cullinan“ vorbei schauen. Der Weg aus der Stadt ist schnell gefunden. Auf der Autobahn geht es weiter in Richtung Osten. Außerhalb des Stadtgebietes wird eine Straßengebühr verlangt. Nach kurzer Zeit habe ich Ausfahrt nach „Cullinan“ erreicht.

Die nächsten 15 Kilometer verlaufen recht Ruhig. Kurz vor dem Ort wird man schon durch Schilder auf die diversen Diamantenrouten hingewiesen. Vor der Einfahrt zum Haupttor liegen einige alten Gebäude an der Straße. Hier wechseln sich Kunst, Souvenirläden und Kaffees ab. Besichtigungen sind nur nach Voranmeldung und nicht am Sonntag möglich.

Also weiter und wieder zur Autobahn zurück. Diesmal nehme ich einen etwas anderen Weg. Eine sehr interessante Fahrt durch die Wellige Landschaft. Ab zu zu komme ich durch kleine Dörfer. Alles ist hier recht Beschaulich und Ruhig. Dies wird sich aber Bald ändern. Wieder auf der Autobahn nähere ich mich „Witbank“. Riesige Industrieanlagen sind in der Ferne auszumachen. Viele Menschen überqueren die Autobahn zu Fuß, um ihr Ziel auf der anderen Seite zu erreichen. Hinweisschilder weisen aus die Gefährlichkeit / Möglichkeit des Kidnapping hin. Man soll auf keine Fall anhalten. Glücklicherweise ist liegt die Stadt bald hinter mir. Schnell nähere ich mich meinen eigentlichen Ziel.

Sehr einladen sieht die Gegen aber nicht aus. Viel Industrie ist hier angesiedelt. Hoffentlich finde ich den Platz auch. Ich habe nur die Straße und das er etwas Außerhalb vom Zentrum liegen soll. Während ich also an jeder Kreuzung die Straßennahmen lesen und immer weiter durch den Ort fahre, tauche doch noch die Gesuchte auf. Muss allerdings erst an der nächsten Kreuzung wende und wieder Zurückfahren. Immer der Straße folgend, sehe ich auch ein Entsprechendes Hinweisschild auf den Campingplatz. Nach einiger Zeit, gabelt sich die Straße und ein kleiner stinkender Stausee liegt vor mir. Ich habe eine Böse Vorahnung. Nach einigen Suchen finden sich die Zufahrt. Der Platz Erweist sich tatsächlich als städtische Anlage. Ein paar Rundhütten sind Belegt oder was wahrscheinlicher ist, auf Dauer besetzt. Ich fahre ohne Anzuhalten wieder in die Stadt zurück.

Lydenburg ist das nächste Ziel

Was jetzt. Plan B. Im Reiseführer wird auf einen wunderschönen aber teure Anlagen in ca. 50 Kilometer Entfernung von der Autobahn hingewiesen. Wenn ich die wieder zurück muss, ein großer Umweg. Vielleicht kann man aber auch die Landstraße nehmen und nach „Lydenburg“ zu kommen. Laut Karte sollte dies möglich sein. Also mache ich mich noch am späten Nachmittag auf dem Weg. Die Strecke verläuft auf und ab. Mir kommen sehr viele Autos mit Bootsanhänger entgegen. Das Wochenende geht zu Ende. Fast hat es den Anschein, als würden alle im Konvoi fahren. Das Überholen ist bei diesem Verkehr aber nicht ratsam. Einige schaffen es wohl nicht mehr bis nach Hause. So mancher alte Truck schafft die Steigung nicht mehr. Fluchend stehen die Besitzer neben ihren wertvollen Booten.

Laut Tachometer müsste ich langsam mein alternatives Ziel erreicht haben. Ich bin sehr gespannt. Und Tatsächlich der „Loskop Dam“ ist schon zu sehen. Noch einige Kurven und die Zufahrt zum Platz ist erreicht. Sehr beeindruckend. Die Anlage wird von einer südafrikanischen Gesellschaft betrieben. Die sehr große Rezeption, liegt neben der Haupteinfahrt. Freundlich werde ich begrüßt. Ich erkundige mich nach einem kleinen Platz für die Nacht. Kein Problem. Eine Nacht kosten 100 Rand (ca. 10 Euro).

Ich erhalte eine Karte vom Gelände das direkt am See liegt und ich soll mir in dem Markierten Bereich etwas Freies aussuchen. Dies stellt kein Problem dar, da alles frei ist. Hier ist fast keiner mehr. Noch zwei weiter Zelte sind in direkter Sichtweite auszumachen. Die Stellplätze sind Nummerierte und sind jeweils zu je 50 Unterteilt. Ich möchte nicht erleben, was hier in der Hauptsaison los ist. Bevor es dunkel wird, stelle ich noch schnell mein Zelt auf. Ich muss mich spurten um noch eine Sonnenuntergangsbild mit dem See im Vordergrund zu bekommen. An den schnellen und frühzeitigen Sonnenuntergang muss man sich erste noch gewöhne. Aber gerade noch rechtzeitig. Der Uferbereich ist mit einem Elektrozaun gesichert. Große Schilder weißen darauf hin, das es keine gute Idee währe im See Baden zu wollen. Auch die Boote sollten eine Mindestgröße haben.

Mit einem gewissen Respekt zum Ufer mache ich mich auf, den riesigen Campingplatz zu erkunden. Alternative vom Zelt bzw. Wohnwagen hat man auch die Möglichkeit in erstklassigen Bungalows zu wohnen. Mehrerer kalte und beheizte Pools stehe zur Verfügung. Daneben gibt es noch ein Restaurant und Einkaufzentrum auf der Anlage. Auf einen etwas Abseitsligen Teil haben sich die Mitglieder des Campingclubs zusammengefunden. Hier ist schon deutlich mehr Los. Überall wird gegrillt. Und die Menschen sitzen mit einem kühlen Bier vor ihre Wagen und genießen den Abend. Auch ich bekomme so langsam Hunger, also muss ich auch noch einmal Aktive werden und etwas aus meinen diversen Vorräten zusammenstellen. Bevor es zu Bett geht, mache ich noch eine Runde um den Sternenhimmel besser betrachten zu können. Müde aber froh einen solchen schönen Platz gefunden zu haben, lege ich mich in mein Zelt um endlich den verdiente Schaff zu finden.

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Loskop Dam - Graskop

Es ist schon viel Los am frühen Morgen. Bevor die Hinterlassenschaften des Wochenendes durch das Personal eingesammelt werden kann, kommt eine Horde Affen über den Platz und sucht sich noch alles Essbare aus den Müllbehältern heraus. Dabei wird heftig um den besten Platz gekämpft. Hauptsache mein Frühstück wird mir nicht geklaut. Da ich mich für die Inlandspage entschieden habe, geht es erst einmal weiter Richtung Norden. Die leicht hügelige Landschaft wird durch viele bewässerte Felder geprägt. Ortschaften gibt es aber eigentlich nicht. Nur kleine Farmen sind zu sehen.

Nach 50 Kilometer taucht die nächste größere Ortschaft auf. Ziemlich Abseits von der Welt und jedem touristischen Interesse. Da ich fast die ersten 500 Kilometer hinter mir haben, entscheide ich mich für einen kurzen Tankstop. So was Exotisches wie Bleifreies Benzin habe man momentan nicht da. Bis zur nächsten Tankstelle / Ort wird es wohl noch reichen. Also weiter. Wieder geht es unzählige Kilometer durch die Pampa. Ab und zu wird man von einem LKW-Überholt. Der Gegenverkehr hält sich auch in Grenzen.

An der Kreuzung die nach „Lydenburg“ abgeht, liegt eine etwas größere Tankstelle. Hier erhalte ich auch meinen ersehnten Kraftstoff. Nun es ist nicht mehr so weit. Die Bevölkerungsdichte nimmt wieder etwas zu. In „Lydenburg“ mache ich erst einmal eine Pause. Ein Besuch im Supermarkt ist obligatorisch. Nebenan ist auch eine Post, wo ich die am gestrigen Abend geschriebenen Karten abgeben kann.

Nebenbei schlender ich über die Hauptstraße um nach einer passenden Auflage für meine Matratze zu suchen. Die Möbel und Bettengeschäfte haben nur die Ultradicken Matten. In einem kleine „alles“ Laden, gibt es aber eine große Auswahl an Decken. Schnell werden wird uns einig. Und schwer beladen geht es erst einmal wieder zum Auto zurück.

Dem Kaufrausch verfallen, geht es gleich weiter um eine paar Turnschuhe zu erwerben. Auch hier wird man schnell fündig. 

Grashop - Südafrika



Der zweite Teil der Tagesetappe für mich in das Gebirge. Das erste Schild, weißt auf den Beginn der Panorama Strecke hin. Immer höher führt die Straße in Richtung „Log Tom Pass“. Die Fernsicht ist eher leidlich. Aber es ist deutlich grüner an der Ostseite des Gebirgskamms. Dichte Wälder säumen die Straße. Auf einer kleinen Kuppel steht der „Log Tom“. Bis nach „Sabine“ ist es nicht mehr Weit.

Das Touristenstädchen liegt in einem Tal. Ich folge der Straße weiter in Richtung „Graskop“. Vielleicht komme ich noch einmal bei meiner geplanten Panoramatour hier durch. Der weitere Streckenverlauf durch die Wälder ist sehr schön. In „Graskop“ angekommen, geht es etwas Außerhalb zu einem kleinen privaten Campingplatz.

Der Reiseführer hat nicht zu viel Versprochen. Von hier hat man einen tollen Blick über die viel tiefer liegende Ebene Richtung „Mozambique“. Dazwischen liegt noch irgendwo ein Teil des „Kruger Parks“. Leider ist bei diesen Temperaturen alles sehr diesig. Vom Pool kann man direkt von der Beckenkante in die Abgründen hinab schauen. Das Wasser ist allerdings Eiskalt. Der Platz bietet nur wenige Stellplätze. Allerdings gibt es ausreichend Schatten. Nur wenige Gäste sind momentan anwesend. Nach einer kleinen Nachmittagsstärkung, mache ich mich noch einmal mit dem Auto auf, auf um die Umgebung zu erkunden.

Im Ort gibt es ein Touristenbüro, ich erkundige mich nach dem im Reiseführer erwähnten Trail. Mann teilt mir mit, dass dieser vom örtlichen Freizeitpark losgeht. Hab ihn auch bald gefunden, ist eigentlich nicht zu übersehen. Nur noch nichts Los um diese Jahreszeit. Mal sehen ob ich hier Morgen eine Karte mit dem ungefähren Routenverlauf bekommen kann. Da noch viel Zeit bis zum Sonnenuntergang ist, also weiter zum „God's Window“.

Der Parkplatz fällt schon deutlich Größer aus. Nur ein Paar Verkäuferinnen sitzen neben ihren Waren. Ein kleiner Pfad führt zu mehreren Aussichtspunkten an der Felskante. Man wird von einem höllischen Spektakel empfangen. Tausende von Staren haben hier ihren Nistplatz. Das kurze Pfeifgerösch wird von den Felswänden mehrfach zurückgeworfen. Einfach fantastisch. Unter einem liegen riesige Waldgebiete. Man kann erkenne, das dies aber nicht mehr der ursprüngliche Bestand ist. Alles wird extrem forstwirtschaftlich Betrieben. Ab und zu ist ein kleiner Fleck des alten Bewuchses noch zu erkennen. Unendliche Kilometer an Forststraße ziehen sich durch die Landschaft unter einem. Der Pfad schlängelt sich entlang einiger Aussichtspunkte weiter dem Berg hinauf. Oben wird es etwas Uriger. Der „Urwald“ lässt nicht mehr viel Licht durch. Ob der Weg noch viel Weitergeht, ist nicht genau zu erkennen. Ich mache mich wieder auf den Rückweg.

Unten angekommen, treffen nun auch die ersten Busse ein. Ganze Menschentrauben machen sich auf den Weg. Schleunigst suche ich das Weite und fahre wieder zurück zum Campingplatz. Im Ort habe ich mir noch ein „kleines“ Stake geleistet, was nun in meiner Pfanne brutzelt. Eine gute Investition.

Nach Einbruch der Nacht, kann man in der Tiefebene ein Meer von Lichtern ausmachen. Mit einer warmen Jacke, mache ich mir es am Pool bequem. Fledermäuse huschen einen über den Kopf hinweg. Heute Nacht probiere ich meine neue Decke als zusätzliche Unterlage aus. Am besten geht es, wenn ich Sie im oberen Bereich etwas öfter Übereinander lege. Ich hoffe auf eine geruhsame Nacht.

Graskop / Blyde River Canyon I

Der Hahn schafft es, alle vor dem Sonnenaufgang zu wecken. Da Heute nur der kleine Trial auf der Dorfklippe eingeplant ist, lasse ich mir beim Frühstück viel Zeit. Bevor es aber losgehen kann, muss ich noch meine Ausrüstung zusammensuche. Inzwischen haben sich die Utensilien überall im Auto verteilt. Mit dem Auto geht es zum „Freizeitpark“. In der Rezeption erhalte ich die erhoffte Karte auf einem Stück Papier.

Für das Auto finde ich ein schattiges Plätzchen auf dem Gelände. Gut Ausgerüstet mach ich mich auf den ca. 8 Kilometer langen Rundkurs. Der Trampelpfad ist gut zu erkennen. Die erste Kreuzung lasse ich noch Links liegen. Bei der Zweiten bin ich mir nicht mehr so sicher. Irgendwie muss man an dem Wasserbehälter auf der Bergkuppe vorbei. Also Links ab. Der Weg verläuft sich in der Wiese. Zurück habe ich keine Lust. Also Querfeld ein über Stock und Stein. Oben trifft man wieder auf den eigentlichen Weg. Diese führt nun durch hohes Gras weiter in Richtung Klippe. Ab und zu kommt man durch Bizarre Gesteinsformationen aus Kalkstein hindurch. Nachdem die Kippe erreicht ist, verläuft der Weg immer an ihr entlang. Ab und zu sind es nur ein paar „Zentimeter“ bis zum Abgrund. Teilweise geht es aber auch durch kleine Wäldchen. ist doch schon recht Warm am frühen Vormittag. An einem kleinen Bach mache ich die erste Pause. Nun geht es in einem Bogen zum Ausgangspunkt zurück. Nebenbei komme ich fast am Campingplatz vorbei. Der letzte Teil verläuft immer am Dorfrand durch die Wiesen. Ziemlich schnell bin ich also wieder am Ausgangspunkt.

Mein Ziel ist schnell erreicht. Man kann schon das Wasser in die Tiefe rauschen hören. Nach einer kurzen Pause, mach ich mich zum nächsten Wasserfall („Lisbon Falls“) auf. Dieser liegt schon auf dem Rückweg nach „Graskop“. Von Oben sieht es nicht allzu spektakulär aus. Allerdings gibt es einen steilen Fußweg hinab. Unten angekommen, muss man wieder in die Schlucht hinein um zu einem kleinen See, der vom Wasserfall gespeist wird, zu gelangen. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf die herabstürzenden Wassermassen. Riesige Felsen liegen im Bachbett verstreut. Alte Maschinenteile weisen auf einen uralten Stromgenerator hin. Hier lässt es sich angenehm aushalten.

Aber irgendwann muss man aber wieder den Berg hinauf. Sogar mein Auto ist noch da. Zum Abschluss des Tages. mache ich noch ein paar kleine Besichtigungstouren in der Umgebung. Kurz vor dem Campingplatz gibt es eine Schlucht. Hier hat man ein paar Stahlseile gespannt. Gegen eine „kleine“ Gebühr kann man über den Abgrund Pendeln oder diese auch überqueren. Die Betreiber sind gerade an ein paar kleinen Wartungsarbeiten. Ich entscheide mich nur etwas zu zuschauen. Weitere potenzielle Kunden sind leider nicht da. Somit mach ich mich wieder auf, das letzte Stück zum Platz auch noch zurückzulegen. Der krönende Abschluss des Tages ist eine Bad im immer noch eiskalten Pool.

Graskop / Blyde River Canyon II

Frühzeitig mach ich mich auf, um das ersten Tagesziel zu erreichen. Ein umfangreiches Programm steht Heute an. Der Panoramaroute folgend, geht es zu den „Bourke's Luck Poholes“. Erstaunlicherweise bin ich mal wieder der Erste. An der Informationen erfahre ich, dass der Mittelkurze Round-Trial gesperrt worden ist. Es steht nur der Fernwandertrial zur Verfügung. Also nur eine Fototbesichtigung. Die Runden Felsauswaschungen kann man Bequem über mehrerer Brücken erreichen. Unter einem sprudelt das Wasser hindurch. Nach diesem kleinen Rundgang geht es auch schon wieder weiter.

Als nächstes steht der Besuch mehrerer Aussichtspunkte der Canyon Landschaft an. Trotz schlechter Fernsicht, kann man doch gut die umliegenden Bergmassive und Einschnitte erkennen. Der Fluss hat sich extrem Tief in die Landschaft eingegraben. Den Abschuss bildet ein künstlicher See, der durch einen Staudamm hervorgerufen wird. Es gibt mehrerer Plätze, an den man halten kann und das Panorama zu bewundern. Aus Sicherheitsgründen werden diese aber schon vor Sonnenuntergang geschlossen, für Fotografen nicht so optimal. Da aber erst gerade die Mittagszeit angebrochen ist, geht es sowie so noch weiter.

Ich entscheide mich für ein Besuch im „Blyde River Canyon N.R.“. Eine riesige Anlage die sich Tief in ein Seitental vom Hauptcanyon gräbt. Mehrere Trials stehen zur Auswahl. Ich entscheide mich für eine 3 Stunden Tour durch das Tal. Vom Parkplatz geht es erst einmal an den Luxus Hütten vorbei den Berg hinauf. Der Tipp, den Wagen unten zu Parken ist schon Goldwert. Hier am Ende wieder Aufzusteigen, ist doch schon sehr mühselig.

Der Weg ist sehr gut gekennzeichnet. Immer unterhalb des Berghanges, geht es immer leicht Bergab in das Tal hinein. Leichter Baumbewuchs bietet etwas Schatten. Insgesamt kommen mir auf der gesamten Tour nur 3 kleine Gruppen entgegen. Langsam kommt man dem Fuß immer näher. Der Weg führt aber Vorzeitig in einem großen Bogen wider zurück. An der tiefsten Stelle wird es immer grüner. Über mächtige Steinplatten kann man den kleinen Bach bequem überqueren. Es gibt eine Vielzahl von kleinen Wasserkaskaden. Eine tolle Gegend. Jetzt geht es aber wieder Bergauf. Kurz vor dem Ende, muss man wieder den Bachlauf queren. Mit Hilfe eines alten Stocks, ist dies beim Balancieren über die wackligen Steine im Wasser etwas leichter. Trockendenfußes erreiche ich die andere Seite.

Nach dieser sehr schönen Tour, fahre ich mit dem Auto noch mal zum Startpunkt hinauf. Hier gibt es noch einen Aussichtspunkt. Am frühen Nachmittag wirft die Sonne allerdings schon ein paar Schatten auf die berühmten Felstürme. Allzu Lange kann man also nicht mehr warten. Notgedrungen mach ich eine größere Belichtungsserie von dem Motive. Um die Rundreisen weiterzuführen, ist es inzwischen zu Spät. Ich entscheide mich dafür, denselben aber kürzeren Weg zurück. Im Ort kaufe ich noch ein paar zusätzliche Lebensmittel ein. Ein Gutes Stück Fleisch habe ich mir wirklich verdient. Warum der Pool nicht wärmer wird, ist mir ein Rätsel. Die Sonne strahlt den ganzen Tag mit einer enormen Hitze. Muss wohl an den kalten Nächten hier Oben liegen.

Graskop / Kruger Park (Santara)

So langsam kommt eine gewisse Routine auf. Die erste Woche ist fast vorbei. Heute geht es in den Krugerpark. Das Zelt ist fix verstaut und extrem Gut gelaunt mache ich mich auf den Weg in die Ebene hinab.

Sicherheitshalber ergänze ich beim nächsten größeren Ort meine Barschaft. Das Tanken verschiebe ich bis zur letzten Möglichkeit vor dem Park (Im Park gibt es fast auf jedem Camp eine Tankstelle. Aber auch immer Benzin?). Ein Aufkleber am Bankautomat sagt, dass er auch Maestro Karten verarbeitet. Also die Karte hinein und durch das komplexe Menü. Ganz am Schluss kommt die Meldung: Nicht Möglich. Also noch ein Versuch. Wieder gibt es kein Geld. Bevor ich einen Automaten einer anderen Gesellschaft aufsuche, frage ich Sicherheitshalber lieber mal Nach. In die Bank gelangt man nur durch eine enge Personenschleuse. Nur immer eine Tür lässt sich öffnen. In der Bank kann man mir aber auch nichts Genaues sage. Also noch ein Versuch. Diesmal funktioniert alles Bestens. Liegt wohl an der Bankgesellschaft.

Ein paar Einkäufe und es kann weiter zum Gate gehen. Die Ortschaften zieht sich über mehrere kleiner Hügel hinweg. An einer abschüssigen Stelle, ist eine Bus durch die Leitplanken den Abhang hinter gerutscht. Der Schaden hält sich aber in Grenzen. Bergungsmannschaften sind bereits am Werke. Der Verkehr wird immer abwechselnd an d er Unfallstelle vorbei geleitet.

Hinter der eigentlichen Ortschaft ziehen sich Kilometerlang die Wellblechhütten entlang der Straße. Eine nicht ganz Vertrauenswürdige Gegend. An der Abzweigung zum „Orpen Gate“ liegt nochmals eine Ortschaft. Hier nutze ich die Gelegenheit, mal wieder zu Tanken. Inzwischen habe ich insgesamt 1000 Kilometer zurückgelegt.

Es wird deutlich einsamer. Laut Karte, liegen Rechts und Links der Straße die ersten privaten Wildparks. Die nächsten 50 Kilometer sind Teilweise durch hohe Elektrozäune gekennzeichnet. Die Landschaft ist extrem Wellig und die Straße verläuft fast immer geradeaus.

Kurz vor dem Gate, stehen einige Antilopen am Straßenrand. Sie haben ein Loch im Zaun genutzt um ihren Weidebereich auszudehnen. Am Gate geht es erst einmal die Rezeption. Ich Reserviere mir zwei Nächte für „Santara“ und einen für „Crocodile Bridge“. Zu dieser Jahreszeit, auch zum Wochenenden hin, kein Problem. Mit einer zusätzlichen Broschüre inkl. Karte, Fahre ich durchs Tor.

Vorher sollte man nicht vergessen, alles Notwendige (Kamera, Wasser) aus den Kofferraum in den Wagen zu verlagern. Ein Aussteigen ist jetzt nicht mehr Ratsam. Kurz darauf sehe ich auch schon die ersten Zebras. Eine kleine Herde steht bei ein paar Bäumen. Der erste Halt von sehr Vielen.

Santara und die Tiere

Bis nach „Santara“ gibt es noch Viel zu sehen. Einige Giraffen, Büffels und eine Elefantenherde im tiefen Busch. An einem alten See, liegen einige Nilpferde am Wasser. Im Hintergrund stehen noch weitere Elefanten. Das Gras ist extrem Trocken und Kurz. Man hat dadurch einen guten Blick auf die umliegende Landschaft.

Das Camp wird von einem großen Elektrozaun abgesichert. Dies schließt Pünktlich um 18 Uhr. Wer zu Spät kommt, muss eine Strafe bezahlen. Auch hier geht es erst einmal wieder zur Rezeption. Meine Reservierung ist inzwischen im Computersystem des Parks eingegangen. Der frei wählbare Zeltplatz bietet nur wenig Schatten. Die vielen Bäume der Anlage, liegen eher im Bereich der Cottage und Bungalows. Auch ist hier der Rasen noch deutlich grüner. Zwischen zwei Hecken, finde ich ein Gutes Plätzchen.

Es ist extrem Warm. Die Zeit bis zum Dämmerungsausflug, den ich Gebucht habe, nutze ich um im Schatten etwas zu lesen. Kurz vor 6 ist es dann soweit. Zwei LKW mit Hochsitzen werden bereitgestellt. Es kommen einige Leute zusammen. Getrennt machen wir uns auf den Weg. Vorab gibt der Ranger uns noch ein paar allgemeine Informationen, sowie wichtige Sicherheitshinweises. Begleitet von viel Gestank, durch die den Diesel, machen wir uns Auf, auf der Hauptstraße in die Dämmerung zu fahren. Zuerst sehen wir diverse Antilopen, kurz vor Sonnenuntergang sehen wir einige Geier auf einem Baum sitzen. Der erfahrene Ranger weiß natürlich sofort, dass hier irgendwo frisch gerissenes Wild liegen muss. Und tatsächlich, auf der anderen Straßenseite liegt ein Rudel Löwen in einem Gebüsch. Man kann noch gut ein Teil des Zebras erkennen. Die Löwen haben es nicht eilig. Genüsslich leckt ein Löwe über das Fell des Zebras. Die anderen sind kaum zu erkennen.

Beim ausgeschalteten Motor, können wir das gesehen beobachten. Zum Fotografieren ist es natürlich bereits viel zu Dunkel. Also alles gut merken. Nachdem nun völlige Nacht herrscht, geht es noch mal weiter. Mit Scheinwerfern bewaffnet, legen wir mit dem Wagen noch ein Gutes Stück zurück. Ab und zu können wir kleine Raubtiere in der Dunkelheit ausmachen. Die Hell leuchtenden Augen verraten die Tiere sofort. Nach fast zwei Stunden geht es wieder zurück. Noch ein kurzer Halt bei den Löwen und das Camp ist wieder erreicht. Mein Abendessen muss ich mir im Dunkeln zubereiten. Ein kleiner Spaziergang über das Gelände und ein langer Tag neigt sich dem Ende zu.

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