Reisebericht Westküste Südafrika

von tanja auf 25.06.2019

3 Wochen mit den wilden Tieren

Nun ist die Reise in unserem Kia schon wieder um und wir haben so viel erlebt...Zur Vorwarnung, es wird somit wohl ein laengerer Bericht werden... Also, wer lesen möchte, los geht's...Südafrika ist einfach unglaublich, lest selbst...


Unser erster Stop war der National Park St. Lucia. Wir sind mit unserem Fiat gleich in den Park und haben unsere ersten Nilpferde, Krokodile, Zebras, Bueffel, Antilophen, etc. sehen duerfen. In Cape Vidal, einem niedlichen Dorf mitten im Park, haben wir einen Spaziergang am einem wunderschoenen Strand untergenommen. Der Strand war wirklich der Hammer! Von St. Lucia, in dem ueberigens Crocs und Hippos neben dem Camping Bereich leben, ging es weiter nach Mkhuze.

Nach guten 40 Minuten Schotterstrasse, kleinen Doerfern und Schlagloecher kamen wir endlich am Gate an. Unser Campground war diesmal im Park und nur Teile waren vom eigentlich Park abzaeunt, was so gut wie bedeutete, dass eigentlich jedes Tier auf den Campingplatz kommen konnte. Zum Glueck gab es keine Loewen vor Ort und die Hyaenen fuerchten normalerweise das naechtliche Feuer...

Auf Entdeckungstour in Westafrika

Wir haben uns gleich mit unserem kleinen Kia (was auch auf dem gesamten Campingplatz der einzige Kleinwagen war) auf Entdeckungstour begegeben. Die besten Spots waren eigentlich immer die Hides. WIr haetten beide niemals gedacht, dass wir soviel Tiere live und auf unseren eigenen Fahrten sehen wuerden. Einfach unglaublich! Zebras, Antilophen, Wildebeest und Giraffen und alles direkt neben deinem Auto.

Um nicht alles nur vom Auto beobachten zu muessen und nicht aussteigen zu duerfen, haben wir somit fuer den naechsten Tag einen Walk mit einem Guide gebucht. UNd gleich zu Beginn konnten wir den Guide nur eindringlich rufen hoeren "Down and back! There is a black rhino!". Somit waren wir lediglich gute 20m von einem der agressivsten Nashoerner entfernt und das Einzige, das bei einem Angriff zwischen uns stehen wuerde, war das Gewehr des Guides... Es war nur klasse... Weiter haben wir dann Zebras ueber einen Huegelkuppe galoppieren, Giraffen mit ihrem Baby, sowie schuechterne Wildebeest gesehen und als Bonus ging noch die Sonne im Hintergrund auf. Wirklich unglaublich. Alleine das Gefuehl, mitten in der Wildnis zu stehen und von Tieren umringt zu sein...

Die wilden Tiere bei Nacht

Da uns der morgendliche Walk soviel Spass gemacht hat, haben wir gleich darauf eine Nachtfahrt gebucht. Die Nachtfahrt war nicht so ereignisreich wie der Morgenwalk (wir hatten unsere Hoffnungen auf Elephanten und Leoparden ein wenig zu hoch gesteckt :-)), aber dafuer konnten wir noch Wildhunde, Giraffen, Zebras, etc. bei nacht sehen.

Den naechsten Morgen ging es dann vor der Abfahrt noch einmal zum Hide und wie sich herausstellte, war das eine hervorragende Entscheidung. Wir waren die einzigen vor Ort und nach guten 15 Minuten und einer Gruppe Zebras, Warzenscheinen und Antilopen, kamen 2 Nashoerner mit Baby zum Wasserloch. Es war einfach nur unglaublich klasse. Aber von guten 2m Entfernung, sehen die Nashoerner doch noch maechtiger aus... Wir dachten, dass wir in unserem hoehergelegenen Hide doch recht sicher vor den dreien waren. Nun ja, als sich Vater Nashorn dann in Richtung des Hides bewegte und kein Anzeichen von einem Stop macht, wurde Josh und mir doch ein wenig mulmig... Aber wir dachten uns, dass der Gute bestimmt nur ein Schlammbad zu sich nehmen wollte. Als er dann aber anfing, direkt unter mir sein massives Horn am Holz zu reiben, dachten Josh und ich, dass ein Rueckzug die beste Alternative waere... Wie sich herausstellte, dachte das Nashorn nach unseren schnellen Rueckzugbewegungen das Gleiche und machte mit seiner Familie einen schnellen Abgang.

Von Mkhuze nach Kosi Bay

Nach Mkhuze ging es weiter nach Kosi Bay. Leider haben wir erst bei Ankunft festgestellt, dass ein Allrad Auto sehr empfehlenswert ist, da man lediglich ueber die Sandduenen zu den Straenden gelangen konnte. Da unser Campingplatz allerdings nur ueber eine Schotter-/ Sandstrasse zu erreichen war, blieb uns nicht viel ueber, als es wenigstens zu versuchen. Nach Aussagen der Locals, waere es kein Problem und Mietwagen koennten ehe ueberall hin...:-) Somit hiess es fuer uns bloss nicht stoppen und immer mit guten 40km ueber kleine Huegel zu springen und um Kurven zu rasen, um ja nicht stecken zu bleiben... Abgesehen von ein paar harten Aufsetzern und jeder Menge Sand am Wagen, hat sich der Fiat aber gut gemeistern und Josh und ich hatten unseren Spass...

Am naechsten Tag sind wir mit zwei Familien und ihrem Allrad zum Kosi Mouth gefahren und haben ein wenig am Strand und Flussbett relaxt. Angeblich kommen waehrend der Flut sogar einige Haie in die Flussmuendung, um nach Fischen zu jagen... Die Landschaft und Straende mal wieder atemberaubend.

Nach 1.5 Tage in Kosi Bay sind wir Richung Sodwana aufgebrochen und haben einen weiteren Tag am Strand relaxt. Josh hat sich nach einsetzen der Flut gleich an den Bau eines Walls gemacht und hatte jede Menge Spass.... Er hat steif und fest behauptet, dass alle vorbeilaufenden Kinder und Vaeter, sehr beeindruckt von seiner Leistung und defintiv neidisch waren... Den naechsten Tag hat es leider geregnet, aber da Deutschland am Nachmittag gegen England gespielt hat, war es nicht allzu schlimm. Wir konnten uns somit schon gegen mittag in den Pub begeben, ein paar Bierchen trinken und haben erstmalig unser Essen nicht mehr ueber dem Feuer kochen und auf einer Badematte sitzend essen muessen.

Von Sodwana aus ging es endlich nach Hluwhluwe, dem Nationalpark, der auch Loewe hatte. Wir waren beide sehr aufgeregt und hofften natuerlich auch endlich Leoparden und Elephanten live sehen zu duerfen.

Nach lediglich 5 Minuten Fahrt und bereits einigen Antilophen und Giraffen, konnten wir die erste Elephantenherde in die Buesche verschwinden sehen... Wahnsinn... Die Fahrt ging weiter und beide hatten ihre Augen offen, um noch mehr Elephanten sehen zu koennen. Kaum fuhren wir um die naechsten Ecke, kam auch der naechste Elephant schon den Huegel runterGERANNT. Diesmal handelte es sich aber lediglich um einen einzigen Bullen, die als 'etwas' aggressiver bekannt sind... Da ich schon in die Ecke eingebogen war und nur einen massiven Elephanten, mit Ruessel ab, vom Huegel auf uns zukommen sah, war mein Kommentar nicht 'ohhh, mehr Elephanten', sondern lediglich ' aaaaahhhh, running elephant, single bull...' Ich glaube, ich habe mich noch nie so schnell vom zweiten in den Rueckwaertsgang begeben... Das Rueckwaertsfahren unter Druck ist leider nicht so einfach. Zum Glueck verlangsamte der Elephant sein Tempo ein wenig und ich habe den Wagen schnell um 180 Grad gedreht... Als wir in richtiger Richtung zum Fliehen standen, hat Josh ein paar Fotos geschossen und als sich der Elephant wieder etwas schneller bewegte sind wir auch abgehauen. Nun stellte sich leider heraus, dass wir definitv den gleichen Weg zurueckfahren mussten, um zu unsere Unterkunft zu gelangen.

Südafrikas Elephant Coast

Nach ein paar Minuten Wartezeit haben wir somit gedreht und sind vorsichtig zurueckgefahren. Wie sich herausstellte, hat sich der Elephant aber hinter einer Hecke versteckt und fein auf uns gewartet... Als wir ihn dann passierten, hat er tatsaechlich zum 'Angriff' angesetzt. Der Fiat wurde schnell an sein Beschleunigungslimit gebracht und wir beide dachten, dass wir doch keinem Elefanten mehr so nahe kommen wollten:-)

Als wir in unserer Unterkunft von dem Erlebnis erzaehlten, meinter der Guide nur, dass das Problem bekannt ist und es insgesamt 3 von diesen wilden Bullen gibt. Das Problem ist angeblich, dass die Elephanten als Babies wieder in den Park eingefuehrt wurden und somit keine Eltern zum Erziehen hatten. Wir sollten halt einfach Abstand halten. Hm, das wuerde ich auch zu gerne machen, allerdings sind manche Kurven in den Parks recht uneinsichtig und die Elephanten nur spaet zu erkennen :-) Zudem ist es nicht immer zu einfach, das Auto im Notfall auf den engen schnell Wegen zu wenden...

Am Nachmittag haben wir uns wieder auf Erkundungstour begeben. Zu Beginn haben wir leider nicht allzuviel sehen koennen und wir waren beide schon ein wenig enttaeuscht. Kurz vor Ende konnten wir dann aber einen Jeep an der Seite stehen sehen und neben ihm war eine riesen Gruppe Elephanten inclusive Babies zu sehen. Einfach nur Wahnsinn... Josh stellte dann nach einer Minute fest, dass auf der Strasse direkt vor dem Jeep noch mehr Elephanten waren. Als wir dann ueberlegten ein wenig zurueckzufahren, stand leider schon der naechste Elephant direkt hinter unserem Auto. Nun ja, da das andere Auto auch keine anzeichen macht sich zu bewegen und Elephanten-Gruppe als relativ friedlich bekannt sind, haben auch wir unseren Motor ausgestellt. Nachdem die Elephanten das erste Auto passierten liefen sie somit direkt auf unseren Babykia zu... Je naeher sie kamen, umso nervoeser wurden Josh und ich... Wenn gute 5 Elephanten, die ungefaehr die dreifache Groesse deines Autos haben, direkt auf dich zulaufen, dann wird dir doch ein wenig anderes zu Mute... Es war einfach nur unglaublich. Alle 5 Elephanten haben unser Auto auf beiden Seiten ca. 5 cm vom Aussenspiegel entfernt passiert! Wauh! Leider waren wir beide zu sehr damit beschaeftigt uns nicht einzunaessen und uns ja nicht zu bewegen, dass wir vergessen haben Fotos zu schiessen. Glueckerlicherweise haben die Leute aus dem Jeep das uebernommen und senden uns hoffentlich ihre Fotos zu...

Ein letzter Nachttrip

Abends ging es erneut auf einen Nachttrip, der ausgenommen von den Hyaenen auf der Strasse, nicht sehr erfolgreich war. Der morgendliche Walk war lediglich aufgrund der Nashoerner in 3m Entfernung ein wenig erfolgreicher. Es war wohl einfach zu kalt und windig, um mehr zu sehen....

Von Richards Bay und einer Nacht Schlaf im Auto, ging es dann endlich weiter nach Madagscar. Wir sind gestern, nach einem verspaeteten Flug und somit einem freien Hotelaufenthalt incl. Essen in Johannesburg (der erste Luxus nach 2.5 Wochen campen), in Antananarivo angekommen. Ich bin gespannt, was sich hier noch alles ergibt. Allerdings ist jetzt schon klar, dass in Tana selbst ein wenig bessere Franzoesischkenntnisse hilfreich waeren.

Suedafrika ist wirklich ein atemberaubendes und unglaublich vielfaeltiges Land. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Die Menschen, die wir getroffen haben, waren unglaublich freundlich und hilfsbereit und die Kultur ist super interessant. Wobei man nicht wirklich nur von einer Kultur reden kann, da wir leider immer noch eine Diskrepanz zwischen Schwarz und Weiss feststellen mussten, die wir in diesem Masse nicht erwartet haette.

Ich wuesste zwar, dass ich aufgrund der zu fuerchtenden gewaltaetigen Kriminalitaet, hier nicht leben koennte, aber einen Besuch ist es definitv Wert. Wir haben es beide sehr genossen und ich hoffe, dass wir am Ende unseres Trips noch Zeit finden, um die Westkueste ein wenig zu erkunden.

Bestimmt findest du bei uns einen Südafrika Reisepartner.

tanja

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