Reisebericht Sinai

von mare mundi am 30.06.2020

The Best Of Sinai

In dem Reisebericht Sinai lernst du diese wunderbare Halbinsel besser kennen. Weitläufige Wüsten, blaues Meer, unglaublich viel Geschichte und Kultur die es zu entdecken gibt. Wanderungen durch die Wüste und tauchen im Roten Meer...


2-wöchige Expedition mit naturkundlicher Führung u.a. ins Schutzgebiet Nabq und Abu Galum, zum White Canyon und Narrow Canyon, in die Nationalparks Ras Mohamed und St. Katharina (Mosesberg) und zu vielen weiteren landschaftlichen und historischen Höhepunkten der Sinaihalbinsel. Viel Wüste, viel Korallenriff, ein einzigartiges Erlebnis.

 Mit unseren wüstentauglichen Jeeps neuen Abenteuern entgegen ... Wüstenausflüge sind speziell in der kälteren Jahreszeit ein wunderbares Erlebnis.

Das heute griechisch-orthodoxe Katharinenkloster im Sinai in Ägypten wurde zwischen 548 und 565 gegründet. Es liegt am Fuße des Gebel Musa (Mosesberg). Hier befand sich angeblich der brennende Dornbusch, in dem sich Gott Mose offenbarte; hier sollen auch die der Legende nach von einem Engel herbeigetragenen Gebeine der hl. Katharina von Alexandrien ruhen, deren Existenz allerdings historisch nicht belegt ist. Das Kloster, das ursprünglich Maria, der Mutter Jesu, geweiht war, wurde im Westen ab dem 14. und im Osten ab dem 19. Jahrhundert nach dieser Heiligen genannt. Die Anlage liegt im Herzen des südlichen Sinai in der Nähe der Ortschaft Milga unterhalb des 2285 m hohen Berg Sinai und hat eine Fläche von 100 Hektar. Das als Festung gebaute Kloster weist eine Grundfläche von 76 auf 85 Meter auf. Das Kloster selbst liegt etwa 1500 Meter über dem Meeresspiegel und ist ein kleiner, unscheinbar und ein wenig verloren wirkender Ort. Die gesamte Region wirkt schroff und unwirtlich. Um angesichts der großen Anzahl von Besuchern (etwa 50.000 jährlich) den Klosterbetrieb aufrechtzuerhalten, wurden die Öffnungszeiten sowie die zugänglichen Bereiche des Klosters inzwischen stark eingeschränkt. Seit 2002 gehört das Kloster zum UNESCO-Welterbe.

 Der geheimnsivolle Sinai

Hier findet man Jahrtausende alte Spuren von Menschen, von denen wir so gut wie nichts wissen

Vor dem Eingang zum Narrow Canyon. Dieser Canyon verdient seinen Namen wirklich. Manche von uns beschließen nachher sofort eine Abmagerungskur ... Mit zuviel Bauchumfang bleibt man stecken.

 

Es wird wieder botanisiert ... Unter der Führung von Vent macht die Botanik auch einem Nichtbotaniker Spaß ...

Klettern auf den Sandsteinen, eine rutschige Angelegenheit ... Die beduinischen Führer haben sich einen Scherz erlaubt. Nur 30 Meter weiter rechts gibt es auch einen normalen Weg ...

Wüstenwarane

Die Spuren eines Wüstenwarans Varanus griseus bei Nabq. Die Echse wird bis zu 150 cm lang. In der Regel werden 3 Unterarten anerkannt, V. griseus griseus, V. g. caspius und V. g. koniecznyi. Wüstenwarane haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet vom Norden Afrikas über die Arabische Halbinsel bis Afghanistan und Pakistan sind die 3 Unterarten verbreitet. Wüstenwarane leben - wie der Name schon vermuten lässt - in Trockengebieten, Wüsten, Sanddünen und Savannen.

Große Aufregung: Robert und Vent untersuchen die Knochen eines Kamels, die vor dem Loch eines Wüstenwarans lagen. Wie groß ist dieses Reptil ...? Leider haben wir das Tier selbst nicht gesehen, nur sein Wohnloch ... Wüstenwarane sollen tagaktiv sein und alles fressen, was sie nur finden können, auch Aas ... Wählerisch darf man in der Wüste wohl nicht sein.

Die Qualle dreht ihre Unterseite und Tentakel zum Licht hin, darum auch der englische Name "up side down jellyfish". Die Tentakel enthalten wie auch riffbildende Steinkorallen und Riesenmuscheln symbiontische Zooxanthellen. Die sichern ihr Überleben.

Wer genauer hinsieht, findet auf Felsen die kleinen Felsenhüpfer (Istiblennius edentulus). Es sind amphibische Fische aus der Familie der Schleimfische (Blenniidae), die sich auf diese besondere Lebensweise teilweise außerhalb von Wasser spezialisert haben.

Leider auch an vielen Riffen des Roten Meeres ein immer seltenerer Anblick: ein kapitaler Napoleon.

 Wie ist es möglich, dass die Dattelpalme, die seit Jahrtausenden in Kultur wächst, fast nur Bestände bildet, die ausschließlich aus weiblichen Palmen bestehen? Wie schaffen es die Beduinen die Bestände so zu kontrollieren, dass sie die männlichen Palmen, die sie ja "nur" zum Bestäuben der weiblichen Blüten brauchen, in ihren Beständen beschränken, und die weiblichen Palmen, die die Früchte (= Datteln) tragen, fördern? Ein alter Beduine lieferte uns die Erklärung: Die Beduinen können bereits an den Samen erkennen, ob sich daraus eine männliche oder eine weibliche Palme entwickeln wird.

  Nichts verbinden wir mit der Wüste mehr als Oasen

Und die Wirklichkeit ist mindestens so faszinierend wie unsere Vorstellungen aus "1000 und eine Nacht" Manchmal erlebt man Überraschungen, mit denen man gar nicht rechnet ... Nur jene, die dabei waren, können es verstehen, denn die Geschichte ist zu kompliziert um erzählt zu werden ... Einer, den wir überhaupt nicht kannten, hatte eine Tochter in Deutschland, die wir noch weniger kannten ... Die ägyptischen Jungs aus dem Hotel haben etwas von der Tochter erfahren und ein Fest für alle organisiert, mit Geburtstagstorte ... Doch keiner von uns kannte sich aus ... ich sage ja ..., das kann man nicht erklären ... Soviel ist aber sicher: Soviel gelacht haben wir vielleicht noch nie im Leben ...  :lol: :lol: :lol:

   Nicht einmal eine Stunde später, am Strand, ist uns das Lachen vergangen ...

Der Weg nach Abu Galum nördlich von Dahab. Wie fast immer ist der Wind unser Begleiter ...

Die nächtliche Besteigung des Moseseberges mit anschließendem Bestaunen des Sonnenaufgangs gehört zum Standardprogramm aller Sinaireisen ...

... ebenso der Besuch des Katharinenklosters. Das Katharinenkloster bildet zusammen mit dem Nonnenkloster im Wadi Firan (Pharan) und wenigen Familien meist griechischer Herkunft am Küstenort at-Tur (Raitho) die kleinste der autonomen Orthodoxen Kirchen. Der Abt des Klosters ist gleichzeitig der Erzbischof von Sinai, Pharan und Raitho. Jurisdiktionell untersteht der Sinai dem Patriarchat von Jerusalem, da er sich in der alten Provinz Palästina Tertia befindet. So wird der jeweils von den Mönchen des Klosters gewählte neue Abt vom Jerusalemer Patriarchen zum Erzbischof geweiht. Das griechisch-orthodoxe Katharinenkloster ist eines der ältesten Klöster der Christenheit. Gleichzeitig ist es ein Ort, wo sich jüdische, christliche und islamische Kulturgeschichte berühren. Durch seine isolierte Lage gehört das Katharinenkloster zu den wenigen Klöstern, die nie zerstört wurden.

Die Klosterbibliothek

Die Klosterbibliothek, bestehend aus vier Bibliotheksräumen, ist wahrscheinlich die älteste erhaltene christliche Bibliothek. Sie enthält sechstausend Handschriften in griechischer, syrischer, äthiopischer, arabischer, georgischer, und kirchenslavischer Sprache, davon dreitausend aus der Antike und einige älter als das Kloster selbst, eine Sammlung, die an Umfang nur durch die des Vatikans übertroffen wird. Die meisten dieser Bücher haben noch ihren ursprünglichen Einband, im Gegensatz zu westlichen Bibliotheken, wo die originalen Einbände in der Regel ersetzt wurden. Daneben verfügt das Kloster über eine Sammlung von über 2000 Ikonen, darunter einige der wenigen, die den byzantinischen Bilderstreit des 8. und 9. Jahrhunderts unzerstört überstanden, und die damit zu den ältesten noch existierenden Ikonen zählen (Acheiropoieta).

Ein "Pilzfelsen" in der Wüste - eine beeindruckende Erosionsform.

Vorsicht, Diademseeigel!

Wir besichtigen fossile Riffe.

Ohne örtliche Führer hat man bei den Wüstentouren schlechte Karten ...

 Glücklich aber müde nach einem Ausflug ...

 Wenn all Gäste glücklich und zufrieden sind, ist auch der Reiseleiter glücklich ...

mare mundi

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