Reisebericht Norwegen

von Almeria am 30.06.2020

Eine verrückte Welt

In dem Reisebericht Norwegen erfährst du über wundervolle Erfahrungen von geheimnissvollen Orten in Norwegen. Hohe Berge von denen man über die weißen Weiten von diesem atemberaubenden Land schauen kann.


Beginn

Im August 2004 unternehmen wir zu viert mit 2 Wohnmobilen für 3 Wochen eine Reise von Deutschland nach Norwegen. Die Strecke führt über Dänemark - Schweden an Oslo vorbei nach Norwegen, unser eigentliches Reiseziel.

Honefossen

Das Wetter ist spitze und hinter Oslo bei Honefossen am Tyrinfjord machen wir unsere Frühstückspause. An einem Ort den man eher in Italien als in Norwegen erwartet.

Vangsmjosa

Wie hier am Strondafjorden zeichnen die Fjorde einen imposanten Spiegel der Berghänge im Wasser.

Ovre Ärdal

Die Strecke von Fagernes nach Ärdal führt über das Hochgebirge unterhalb des Jotunheimen

mit Passtraßen in Höhe von 1500 - 2000 m. Das letzte Teilstück von Vangsmjosa nach Ärdal ist besonders kurvenreich mit extrem Steigungen und Gefällen. Uns und den Fahrzeugen verlangt diese Strecke alles ab.

Vettifossen

Unsere Wanderung beginnt am Utladalen Naturhaus, einem alten Hof, dessen Betireb in den 70er Jahren eingestellt wurde und heute zur Information dient. Die Wanderung zum Vettti dauerte ca. 1,5 h. Der Vettifossen ist mit 275m freier Fallhöhe NordEuropas höchster Wasserfall. Was am Anfang mit lockerem Weg begann, endete mit vielen Kletteraktionen und Blasen an den Füßen. An den steilen Felswänden im Osten und Westen des Tals ergiessen sich immer wieder neue Wasserfälle.

Der Hof Avdal Aus dem 16. Jahrhundert ist vielleicht der entlegendste Hof im ganzen Land. Neun Stunden brauchte man früher, um über die Berge zum nächsten Ort zu gelangen. Der Fluss Utla hat seinen ursprung im Gletschergebiet und fließt durch die Bergkluft bis nach Ärdal. Endlich, nachdem wir schon fast aufgegeben hatten, das Schauspiel - der Vettisfossen

Balestrand

Bisher ging unsere Reise also von Trogstad nach Fagernes, weiter zum Vettisfossen und nun nach Balestrand mit der Fähre. Bei einem Spaziergang entlang des Fjords kann man viele schöne Villen sehen. Das Kvikne's Hotel am Sognefjord ist besonders bekannt auf Balestrand. Seine Räume sind im alten Stil möbliert und beitzen große Kunstsammlungen mit Bildern bekannter Künstler, auf denen lokale Motive zu sehen sind.

Die St.Olaf-Kirche

Diese so genannte "Englische Kirche" wurde 1897 gebaut und im Baustil einer alten Stabkirche nachempfunden. Hier finden Sonntags anglikanische Gottesdienste mit britischen Pfarrern statt. Balestrand ist ein Ort zahlreicher Künstler, die hier eigene Villen im Schweizer Stil bauten.

Vikie Vinie

Nach dem wir abends noch die Fähre nach Vangsnes bekamen, rasteten wir auf dem Djuvik Camping. Wieder mit SuperSonnen Wetter ausgestattet ging es weiter an einer Art Lagune Richtung Gudvang zum Naerofjord und dieser Tag sollte einer der vielen Highlights unserer reise werden... Schafe und eine tolle Aussicht überredeten uns wieder zum Stop...

Norwegen überraschte uns immer wieder mit den unterschiedlichsten Vegetationen: mal wähnt man sich in Peru, mal in Irland; mit Straßen direkt durch den Berg gemeißelt. Und so geht die Reise weiter durch ein Land mit den verschiedensten Gesichtern; Portugal, Zugspitze, Südamerika..alles findet man hier wieder. Rast und Frühstück machen wir obligatorisch wieder untewegs wo es uns gefällt...

Gudvang Nearofjord

In Gudvang angekommen, machten wir eine erste Ortsbegehung am Hafen. Der Vikinger Shop mit angeschlossenen Restaurant nach Wikinger Art bot auch größeren Gruppen ausreichend Platz für feierliche Gelage. Das Herrliche an diesem Campingplatz war, wie an vielen anderen, die wir kennen gelernt haben, ihre sympathische Einfachheit und ihre Naturnähe. Wer nicht in Hotels oder Gasthäusern übernachten will. findet in Norwegen sog. Campinghüttten. Sie sind weit verbreitet und bieten eine recht komfortable, wenn auch rustikale Übernachtung

Am Morgen begannen wir ausgeruht unseren Ausflug mit einem Dampfer auf den Naerofjord von Gudvang nach Flam. Wieder im Hafen von Gudvang, noch schnell eine Abkühlung im Fjord. Ohne Sonne allerdings ein schmerzhaft kaltes Vergnügen... Die MarcoPolo in Gudvang am Njaerofjord holt Ihr Ausflugsboot ein.

Am nächsten Tag ging es nach Flam am Aurlanfdsfjord, um mit einer besonderen Attraktion Norwegens, der Flambahn, zum Hochgebirgsbahnhof Myrdal zu fahren. Wohlwissend, daß wir schon so viele atemberaubende Dinge gesehen haben, erschien uns diese 2-stündige Fahrt nach Myrdal und wieder zurück, eher belanglos.

Auf der 20km langen Strecke von Flam nach Myrdal wird ein Höhenunterschied von 865m überbrückt. Dafür werden 5 Bremssysteme benötigt, die auch unterwegs geprüft werden. Bei Berekvam ist der Bahnkörper zweigleisig, damit sich die Züge kreuzen können

Die große Attraktion auf der Strecke ist der Kjosfossen. Wie die meisten Wasserfälle in Norwegen, wird auch dieser zur Energiegewinnung zum Kraftwerk geleitet und entspricht nicht mehr seinem ursprünglichen Verlauf oder ist sogar künstlich erzeugt

Weiter gehts durch einen der 20 Tunnel. Der Bahnhof Myrdal auf der Hochebebene ist der Verkehrsknotenpunkt. So stoßen viele Bahnfahrende aus der Anschlußstrecke Bergen hinzu. Die Flambahn wurde nach 17 Jahren Bauzeit 1940 fertig gestellt und war eine wichtige Verbindung zu Oslo und Bergen. Sie ist eine wichtige Transportmöglichkeit zum Sognefjord.

Nach etwa 2 Stunden Fahrtzeit fuhrenn wir wieder im Bahnof von Flam ein wir verlassen ebenfalls diesen wunderbaren Fleck der Erde und lassen diesen Tag mit vielen Erlebnissen ausklingen

Bergen-Framnes-Jondal

Unsere Strecke führt uns weiter von Gudavng bis nach Bergen. 19 km vor Bergen finden wir den passenden Standort für unser nächstes Ziel . Den Campingplatz Lone bei Haukeland.

Wir sind schon früh auf den Beinen, und werden dafür mit interessanten Eindrücken am See des Campingplatzes belohnt. In Bergen verschaffen wir uns als erstens einen Überblick in der Tourist Information die in der beeindruckenden Fresko Halle am Fischmarkt untergebracht ist.

Am Fischmarkt, diekt am Fährhafen, tauchen wir in das Gewimmel ein. Auf dem lebhaften Markt ist das Angebot an Fisch reichhaltig. Bergen an der Westküste zählt zu den zeizvollsten Städten und ist die zweitgrößte Stadt

in Norwegen. Durch 3 große Brände im 18., 19. und 20 Jahrhundert hat sich das Gesicht Bergens

immer wieder verändert. Typisch für Bergens sind die Gieblefassaden der Holzhäuser im Bryggenviertel. Heute befinden sich hier kleine Boutiqen, Geschäfte und Restaurants.

Wir verlassen die Holzhäuser im Bryggenviertel und starten einen Rundgang in Bergen. Nach unserer Rast bei Framnes geht es weiter Richtung Torvikbygd zur nächsten Fähre. Motorradfahrer sahen wir auf unsere Tour recht selten...

Eine weitere Rast bescherrt uns die Möglichkeit ans Ufer des Hardangerfjords zu gelangen. Der Wind hat zugenommen und der Blick auf den Fjord läßt erahnen, daß der Sommer in Norwegen so langsam zu Ende geht.. Wir begeben uns auf den Weg zum Ufer. Dabei entdecken wir alte Steinmalereien...

Auf unserer Reise durch Norwegen waren wird doch immer wieder verblüfft, über die vielen Gesichter Norwegens.Von den leicht ansteigenden Gebirgszügen bei Oslo über die wilden Gebirgsschluchten beim Vettifossen bis hin zu den schönen kleinen Städten wie Bergen. Wir nehmen die nächste Fähre nach Jondal.

Trotz, daß wir noch eine gute Woche vor uns hatten, wurde uns nun so langsam bewuß, daß die schöne Zeit gemeinsam bald zu Ende gehen würde. Aber bis dahin sollten noch 2 Highlights kommen und weitere überraschende Eindrücke von der Natur...

Jondal-Lotte-Odda

Unsere Etappe führt uns also vom Hordaland zum Hardangerfjord und weiter zum Folgefonn. In Lote am nördlichen Ufer des Hardangfordes finden wir wieder einen schönen Campingplatz. Bei Odda geht es zum Buabreen, einen Gletscher, den wir erklimmen werden...

Zum Campingplatz säumen viele Obstbäume den Weg. Auf unserer Strecke laden kleine Obstgemeinden, wie Solesnes, Herand, mit den Felsenzeichnungen, immer wieder zu einem Halt ein. Immer wieder finden wir kleine Obststände am Straßenrand. Wir können die Gegend nicht ohne einen weiteren Halt verlassen. Am Nachmittag erreichen wir den Campingplatz Lothe. Auch dieser Platz ist gut ausgestattet und besitzt sogar eine kleine Küche.

Ein neuer Tag bricht heran und wir machen uns auf dem Weg von Lote nach Odda und weiter zum Gletscher Buabreen. Es galt bis zu diesem Gletscher zu kommen, der schon aus der Kamerasicht als monströs erschien. Der Aufstieg beginnt! Noch ist die Stimmung gut, aber der weitere Aufstieg wird immer schwieriger und führt über eine brandgefährliche Felswand...

Die letzten Hindernisse werden genommen und wir sind endlich am Ziel. Nach einer Rast machen wir uns auf den Rückweg mit einem weiteren tollen Erlebnis im Gepäck.

Nesflaten-Nesvik

Unsere Weiterfahrt geht Richtung Nesflaten und mit einer ordentlichen Bergabfahrt. Nach dem kräfteraubenden Aufstieg suchen wir nach einem geeigneten Camping. Mittlerweile ist es nach 20:00 Uhr und wir entschließen uns Wild zu campen.

mit Lagerfeuer, vorzuglichem Grillfleisch und einem gepflegeten Jacki Abend verblassen die Anstrengungen des Tages.

Wieder mit einem wunderbaren Panorama geht es auf die Straße in das Gebiet Ryfylke, das zum Rogaland gehört. Und immer wieder diese tollen einsamen Gehöfte.

Auf dem Weg zur nächsten Fähre in Nesvik beeindruckt uns ein wildtosende Fluß mit smraragdgrünem Wasser. Wir nehmen ab Horda die Alternativroute Rv 13 über Sand und überqueren vor Erfjord eine imposante Brücke

Das Gebiet Ryfylke ist eine besonders interessante Touristische Gegend mit idylischen Strandorten, Lachsfestivals bei Hjelmland und den beiden Felsmassiven Kjerag und Preikestolen. Den letzteren werden wir besteigen.

Interessant, daß wir an diesen kalten Seen sogar Feuerquallen und Seeigel entdecken. Wir nehmen die nächste Fähre von Nesvik nach Hjelmland und fahren zum Preikestolen, wo wir auch unseren Campingplatz finden

Preikestolen

Wir machen uns also auf, zu einem der Felsmassive der uns nach ca. 2Std. Marsch mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Über markierte Wanderwege geht es hoch zur Felskanzel. Oben angekommen ragt senkrecht fast 600m hoch das flache Plateau des Predigtstuhls, wie er auf Deutsch heißt. Ein unvergessenes Erlebnis dort oben zu stehen und zu verstehen, was die Natur an Schönheiten zu bieten hat.

Sandnes-Flekkefjord-Egersund

Nach unserer kleinen Fahrradtour verlassen wir Stavanger und treten unsere letzte Etappe an dis bis zum Fährhafen in Kristiansand führt. Über die Küstenstraße R44 Richtung Egersund, erleben wir eine eigenartige Wegstrecke durch die Landschaft. An der Ogna Bucht rasten wir. Auf dem Weg dorthin biete sich uns ein einzigartiges Spektrum; auf der einen Straßenseite die Nordsee, auf der anderen Seite Felsformationen Hier an der Nordseestraße hat man eher das Gefühl in Irland zu sein; ein weiters Gesicht von Norwegen. Der Blick ins Landesinnere bestätigt diesen Eindruck. Eine leicht hühelige Landschaft übersäht mit Felssteinen und Heidelandschaft

An der Ogna Bucht entscheiden wir uns die Norwegische Nordsee zu testen. Entlang an kilometerlangen leeren Sandstränden.. Auf halber Strecke von Sandnes nach Kristiansand, werden wir unsere vorletzte Übernachtung nehmen.

Die Route auf der R44 führt uns weiter von Flekkefjord nach Mandal. Zwischen diesen beiden Orten liegt Egernes. Auf der Strekce dorthin erleben wir immer wieder eine bizarre Seenlandschaft mit zerklüfteten Felsanhäufungen

Die Gegend nimmt wider einmal so sehr von uns Besitz, daß wir unser ursprüngliches Ziel direkt bis nach Kristiansand durch zufahren überdenken... Wir sind In Egernes angekommen, eine typische Holzhaussiedlung hier in den Schären. Am Campingplatz angekommen.

Tau-Stavanger

Das Wetter wurde nun zunehmend schlechter und auf der Fähre bekamen wir den ersten aber heftigen Schauer ab. Das Wolkenspiel war dafür umso beeindruckender. So stellt man sich vielleicht Norwegen eher vor....Was hat sich Gott wohl dabei gedacht, als er diese Kulisse schuf? Wir fahren in Stavanger ein. Bisher hatten wir anders als sonst noch kein Fährgeld bezahlt. Ca. 1km außerhalb der Innenstadt ist dieser Campinplatz für eine Nacht unser Haltepunkt Stavanger erreichten wir mit der Fähre über Tau.

Mit dem Fahhrad machten wir uns noch am späten Nachmittag auf um uns die Altstadt Stavangers anzuschauen. Gamle Stavanger liegt nordwestlich vom Stadtzentrum, in der mehr als 170 Häuser bewahrt wurden. Wir beginnen unsere Tour am See Breivatnet, in früheren Zeiten ein wichtiger Treffpunkt der Stadt. Die Häuser wurden ab Ende des 18. Jahrhunderts und des 19. Jahrhunderts erbaut worden und beherbergen bis heute Privatleute, Galerien und Ateliers.

Die meisten der 173 Holzhäuser sind klein und weiß gestrichen. Stavanger hat zahlreiche Preise die Erhaltung der Altstadt bekommen und verdankt seine Zukunft eine der Pilotprojekte des Architekturschutzprogrammes von 1975 Jedes Haus hat seinen eigenen Charme, was man auch an den Türen sehen kann.

Stavanger ist eine Stadt der Kultur. Immer wieder begegnet man Skulpturen. Abends unternehmen wir noch einen Abstecher druch die Kneipen Stavangers. Aber die Küche im Wohnmobil kalt zu lassen, ist ein teueres Vergnügen in Norwegen.

Kristiansand-ColourLine

Nach unserer letzten Campingplatz Roligheden, zentral in Kristiansand gelegen, geht es morgens gegen 07.00 Uhr zum Fährhafen wo die Christian IV schon auf uns wartet. Auf den PArkplätzen versammlen sich immer mehr Wohnmobile zur Überfahrt nach Hirtshals. Langsam setzt sich der Tross in Bewegung und die Auffahrt zu den Decks der Christian IV beginnt nun. Nach dem die WoMo's abgestellt sind suchen wir unser Plätzchen auf dem Schiff. Eine Kabine oder Schlafplätze haben wir nicht gebucht und daß war auch gut so, denn die Überfahrt wird so bewegend daß niemand an Schlaf denkt....

Das Schiff taucht immer tiefer in die Wellen ein und bei Petra schwappt der Magen über...

Wir haben Norwegen hinter uns gelassen und erreichen die Einfahrt nach Hirthals in Dänemark. Von hier aus beginnt unsere letzte Fahrt der insgesamt 4400 km langen Reise von Deutschland über Dänemark und Schweden nach Norwgen und zurück nach Deutschland. Was wir mitnehmen sind ein ganzer Wagen voll schöner Erinnernungen, viel Spaß, ein wenig Stress und mit der Gewissheit von uns allen, Norwgen nicht Lebewohl, sondern nur Auf Wiedersehen gesagt zu haben.

Na, hat dich das Fernweh gepackt? Hier findest du bestimmt einen Norwegen Reisepartner.

Almeria

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