Reisebericht Mexiko

von surfergirl am 30.06.2020

Eine Reise mit Guatemala & Belize

Dieses Jahr war ich im September auf den Spuren der Mayas in Mexiko, Guatemala & Belize...

Die Anreise
Endlich geht es los! Nach einem 11-stündigen Flug von Amsterdam nach Cancun mit unserer „Lieblingsairline“ Martinair können meine Kollegin Corinna und ich unsere Füße endlich wieder aus dem Sitz des Vordermanns lösen. Der Zoll erleichtert uns um ein paar Gramm, indem er unsere aus Europa importierten Obststücke wegnimmt. Draußen erwarten uns die Agentin mit unseren Reisepapieren.. und schwüle Hitze.


Valladolid
Ein freundlicher mexikanischer Taxifahrer bringt uns rasant nach Valladolid, unserem ersten Übernachtungsort. Nach einer Stadterkundung von etwa 10 Minuten fallen wir müde in unsere Betten. Eigentlich haben wir uns vorgenommen, ein späteres Süppchen im Hotelrestaurant zu genießen, der Wecker wird jedoch ignoriert und nur ich wache noch einmal auf, als ein Glotzer durchs Zimmerfenster starrt.

Chichen Itza
Am nächsten Morgen sind wir dafür schon um 6 Uhr munter und genehmigen uns ein leckeres Frühstück mit horchata (Reismilch) und Omelettes. Dann ist es an der Zeit, sich zur Busstation zu begeben, wo wir ein erstes Mal das Vergnügen haben mit einem ADO Linienbus zu reisen. Nach einer halbstündigen Fahrt kommen wir auch schon an einem der neuen 7 Weltwunder, Chichen Itza, an. Wir gehören zu den ersten Besuchern des Tages und außer uns genießen nur ein paar überdimensionale Leguane die Magie des Ortes. Wir geben unsere Backpacks in der kostenlosen Gepäckaufgabe ab, wechseln Euros um und los geht’s. Wir schlendern durch die Anlage und kommen zuerst zum berühmten castelllo. Der Anblick ist umwerfend, und man fragt sich wirklich, wie die Maya bereits im 5. Jahrhundert zu solch einer architektonischen Höchstleistung fähig waren. Etwas enttäuscht sind wir bloß darüber, dass man nicht mehr, wie auf vielen Fotos gezeigt, auf die Spitze der Pyramide steigen kann. Wir spazieren in aller Ruhe an diversen Ruinen und an ein paar Händlern vorbei, und wissen noch nichts von den Touristenmassen, die zur Mittagszeit aus Cancun einfallen werden. Wir kommen schließlich über einen von Kunsthandwerk, Kleidung, Schmuck und Taschen gesäumten Weg zum Cenote, einem natürlichen Brunnen, der früher für Opfergaben an die Götter diente. Die Mittagshitze treibt uns schließlich in das Restaurant im Eingangsbereich, wo wir uns mit einem köstlichen Fruchtcocktail erfrischen. Am Ballspielplatz sind nun die ersten Reisegruppen angekommen und wir widmen uns der Gegend um die grupo del observatorio. Ganz in der Nähe erblicken wir ein paar perfekt für ein Foto geschaffene kleinere Steinsäulen am Nonnenkomplex, keine Verbotsschilder weit und breit. Begeistert posen wir auf den Säulen und der Selbstauslöser unserer Kamera blinkt schon, als ein schriller Ton aus einer Trillerpfeife ertönt. Warum starren uns eigentlich alle an? Eine mexikanische Familie, die bereits für das gleiche Motiv ansteht, klärt uns auf. Uns gilt die Trillerpfeife des Wächters! Gut, dann machen wir uns jetzt lieber mal aus dem Staub. Die wütenden Schreie des vorher noch friedlich schlafenden Wächters verfolgen uns dennoch, bis wir den gesamten Bereich verlassen haben. Säulen-Posing ist in Chichen Itza also verboten. Nach diesem Schreck erholen wir uns bei einem weiteren Fruchtcocktail bevor wir mit unserem verbotenen Foto im Gepäck am späten Nachmittag mit ADO nach Merida fahren.

Merida
Merida steht unter Wasser als wir gegen Abend am Busterminal ankommen. Nach einer halben Stunde Taxischlacht werden auch wir beide endlich einem Fahrer zugeordnet, dankbar verzichten wir auf das sonst übliche Preisaushandeln. Vor einem schönen Hotel bleibt das Taxi stehen und wir sind hellauf vom ‚Maria Jose’ begeistert, ich strahle und habe mein Lieblingshotel gefunden. In der Gewissheit ein schönes Dach über dem Kopf zu haben, machen wir uns gleich wieder auf in die Stadt. Der Plaza Mayor ist nur 5 Gehminuten entfernt, hier scheinen uns kunstvoll beleuchtete mexikanische ‚Kakteen’ entgegen, die ganze Stadt scheint zu flanieren. Wir drehen eine Runde und laufen schon einem netten Touristenfänger in die Arme. Uns geschickt umgarnend stehen wir wenige Minuten später auch schon in seinem Laden, wo es von Hängematten über Panamahüte alles Erdenkliche zu kaufen gibt. Aber unsere Portemonnaies bleiben für diesen Abend fest versiegelt, unsere Rundreise beginnt ja erst und wir wollen (noch) auf Ballast verzichten – fragt sich, wie lange es dabei bleibt. Kaum entkommen haben uns auch schon die Nächsten im Visier. Unser Versuch uns in einem Restaurant mit Livemusik zu platzieren scheitert vergeblich. Fünf verschiedene Kellner stürzen auf uns zu und sehen uns vor ihrem geistigen Auge scheinbar schon an ihren Tischen sitzen. Sooo nicht! Etwas von ‚mas tarde’ murmelnd drehen wir eine Runde mehr als gewollt und positionieren uns schräg gegenüber im ‚Belle Epoque’ mit seinen freundlichen, zurückhaltenden und sehr zuvorkommenden Kellnern. Mit einem Mojito wollen wir den Abend ausklingen lassen, nur die Eiswürfel sind uns im Wege. Unter unserem Tisch bildet sich eine immer größer werdende Pfütze, schließlich weiß man nie mit welcher Art von Wasser man es da so zu tun hat – nächstes Mal wird ‚sín hielo’ bestellt.
Gerne wären wir länger in dieser freundlichen Stadt geblieben, aber am nächsten Morgen geht es schon weiter nach Palenque, und darauf sind wir auch äußerst gespannt. Wir genießen ein leckeres Frühstück mit Pancakes und frischen Früchten, das von dem sehr sympathischen, wenn auch etwas vergesslichen, Mitarbeiter aufgefahren wird. Dann ist es auch schon an der Zeit dieser netten Stadt den Rücken zu kehren, mit dem Bus geht es in Richtung der nächsten Maya-Ruinen.

Palenque
Am nächsten Morgen machen wir uns schon früh auf zu den Ruinen von Palenque. Die Maya-Stätte fängt uns sofort mit ihrer einmaligen Atmosphäre ein: die Tempel liegen mitten im Dschungel und sind teilweise auch davon überwachsen! Und das Beste ist, dass man noch auf die Pyramiden steigen kann und von oben einen herrlichen Blick über die Ruinen und den Regenwald hat. Auf dem schön angelegten Spazierweg kommt man noch an richtig verwunschenen Tempeln und kleinen Wasserfällen vorbei.

Die Wasserfälle Misol-Ha und Agua Azul
Mittags geht es dann weiter Richtung San Cristobal. Auf dem Weg legen wir noch eine erfrischende Pause an den Wasserfällen Misol-Ha und dem noch größeren Agua Azul ein. Dort kann man sich außerhalb der Regensaison ein schönes Bad in den tiefblauen Becken genehmigen; wir haben allerdings eine platschende Dusche von oben abbekommen…

San Cristobal
Tags darauf erkunden wir San Cristobal und treffen auf viele Backpacker! Das höher gelegene Städtchen bietet eine angenehme Abwechslung zum schwülen Tropenklima und wir verbringen erst einmal ein paar Stunden im Internetcafé. Im Restaurant „Tierra Madre“ gibt es köstliche vegetarische Gerichte & Drinks! Im Museum „Na Bolom“ besuchen wir die interessante Ausstellung über die Kultur der Mayas. San Cristobal ist außerdem bekannt für Kaffee und Schokolade und ist ein richtiger Platz zum Wohlfühlen.

Über die Grenze nach Guatemala nach Panajachel/See Atitlan
Nachdem wir am nächsten Tag die Grenze nach Guatemala überquert haben, stranden wir in Panajachel am See Atitlan. Dort steht eine Bootstour auf dem Vulkansee und zu den ursprünglichen Dörfern an seinem Ufer an! Vorbei an den warmen Thermalquellen geht es zum ersten Ort Santiago Atitlan. Absolut faszinierend finden wir das bunte Treiben auf dem Markt. Schließlich werden wir von unserem Guide noch zum schelmischen Heiligen Maximón geführt. Er wechselt jedes Jahr das Haus und nur Einheimische wissen, wo er sich gerade aufhält. Seine Verehrer opfern ihm neben Geld auch Zigaretten und Alkohol, der ihm dann symbolisch über seine Halstücherschicht eingeflöst wird. Wir lassen schnell noch einen Schein liegen und machen uns auf nach San Pedro. Dort besuchen wir eine kleine Kaffeefabrik und probieren gleich den selbst gerösteten Kaffee, der sehr gut schmeckt aber auch sehr stark ist!! Bevor wir wieder nach Panajachel zurückkehren, machen wir noch Halt an den ein bis zehn Meter hohen Felsen, von denen man ins tiefblaue Wasser springen kann. Wir schauen doch lieber zu! Den leckeren Fisch vom See mit Guakamole, Tortillas und Reis kann man dann gleich im Restaurant „El Bambu“ probieren!

Chichicastenango
Tags darauf geht es zum berühmt berüchtigten Markt Chichicastenango und wir stürzen uns mitten ins geschäftige und bunte Treiben und feilschen um ein paar Souvenirs. Mittags gönnen wir uns einen kleinen Snack in der Ruheoase des Hotels St. Tómas. In dem Innenhof gibt es einen schönen Garten mit sprechenden Papageien.

Antigua
Im Kleinbus fahren wir weiter in die ehemalige guatemaltekische Hauptstadt Antigua. Dort gibt es herrliche Klöster und Kirchen zu besichtigen und besonders beeindruckt sind wir von der zerstörten Kathedrale mit ihren Katakomben. Als unsere Lieblingsplätze in Antigua haben wir uns gleich das Café Sky, von dem aus man über die Dächer der Stadt blicken kann und das Ristorante Kafka (extraleckeres Essen in schöner Atmosphäre) auserkoren. Im kleinen Shop nebenan gibt es extravagante (Secondhand-)Klamotten zu kaufen, die selbst genäht sind.

Dschungellodge am Rio Dulce
Danach geht es zu einem der Highlights unserer Tour: zur Dschungellodge Hacienda Tijax am Rio Dulce! Wir werfen schnell unsere Backpacks in unsere Luxushütte und werden schon mit dem Boot zu einer Fahrt über den tiefgrünen Rio Dulce abgeholt. Durch die Mangroven geht es zu den Schwefelquellen Aguas Calientes. Wir steigen aus und wandern mit Taschenlampen zu einer Tropfsteinhöhle. Zurück im Boot geht es weiter nach Livingston und wir sehen auf dem Weg viele schöne Vögel, wie z. B. Pelikane. In dem Ort selbst gehen wir gleich zum Strand des karibischen Meeres und sehen dem Dorfleben der ´Big Mammas´ zu. Durch die üppige Vegetation geht es zurück in unserer Lodge und wir springen sofort in den einladenden Pool. Hier kann man wunderbar entspannen und einen Cocktail an der Poolbar oder im Whirlpool trinken! Am Abend essen wir im Restaurant der Hacienda und genießen den traumhaften Blick über den Rio Dulce. Im Bungalow warten schon einladend unsere Betten auf uns. Ich mache es mir gleich gemütlich und ziehe das Moskitonetz zu. Leider hat es sich dort auch schon eine überdimensional große Spinne gemütlich gemacht. Mit einem Satz springe ich aus dem Bett. Corinna und ich begutachten das Exemplar und beratschlagen uns, wie wir das Problem beseitigen können… Nachdem einige Zeit verstrichen ist und der Mut immer kleiner wird, laufen wir zur Rezeption und holen den Hausmeister. Der packt seinen Besen aus und setzt die Spinne schmunzelnd an die frische Luft. Damit steht unserer Nachtruhe nichts mehr im Wege!

Flores - Tikal
Ausgeschlafen fahren wir weiter nach Flores, um am nächsten Morgen ganz früh zu den Ruinen von Tikal aufzubrechen. Schon um halb 7 in der Früh stehen wir am Eingang dieser wunderbaren Maya-Stätte im Nationalpark. Ein Wächter will uns noch eine Karte verkaufen und merkt anscheinend gar nicht, dass er dabei mit seinem Gewehrlauf abwechselnd auf Corinna und mich zeigt. Wir nehmen schnell einen Plan mit, auch um einen Überblick über diesen riesigen Komplex zu bekommen. Kurz darauf laufen wir mitten durch den tropischen Regenwald und ein wenig unheimlich ist die morgendliche Stille schon. Immerhin dauert es fast eine Stunde, bis wir den ersten Tempel erreichen. Dafür treffen wir auf Weißrüsselbären, Affen, Fasane und steigen noch vor der Mittagshitze auf den Tempel IV. Von hier aus genießen wir den einmaligen Blick über das Kronendach des Regenwalds und die umliegenden Tempel. Tikal ist wirklich unglaublich beeindruckend!! Am Abend gehen wir ins Ristorante Luna in Flores. Hier gibt es das beste Essen überhaupt (mmmh das Vanilleeis mit heißen Brombeeren) und sehr freundlichen Service.

Belize - Caye Caulker
Am folgenden Morgen fahren wir nach Belize. In Belize City geht es mit dem Wassertaxi nach Caye Caulker! Hier empfängt uns pures Karibikflair: weißer Strand, Palmen und ein türkisblaues Meer und natürlich die „Go Slow“-Mentalität. Ohne die geht auf der Insel gar nichts! Für den nächsten Tag haben wir einen Schnorchelausflug mit Raggamuffin Tours gebucht. Wir segeln mit lustigen Leuten (fast alle aus den USA), guter Musik und vielen frischen Früchten und Drinks an Bord los. Wir schnorcheln an drei verschiedenen Riffen und streicheln Rochen und sogar einen (Reef-)Hai! Das Captain Team kümmert sich um die gute Stimmung an Bord und leckere Cocktails. Am Abend macht sich leider ein fieser Sonnenbrand bemerkbar, obwohl wir uns wirklich gut eingecremt haben. Den nächsten Schnorchelausflug machen wir nur noch mit T-Shirt und am besten noch einem Short, soviel ist sicher!

Playa del Carmen
Am folgenden Tag steht die lange Rückreise zurück nach Mexiko – unserer letzten Station Playa del Carmen an. Abends checken wir im coolen Casa Tucan ein und erkunden den netten Touriort. Im Ristorante Ajua Maya servieren die Kellner die Drinks auf dem Kopf und sind auch sonst immer zum Scherzen aufgelegt. Hier kann man echt lustige Fotos schiessen! An unserem letzten Tag kaufen wir noch ein paar Souvenirs und genießen den traumhaften Sandstrand von Playa del Carmen.

Nachmittags geht es dann leider schon wieder zurück zum Flughafen Cancun. Im verspäteten Martinairflieger feiern wir dann über dem Atlantik meinen Geburtstag und schauen unsere Fotos von unseren zwei erlebnisreichen Wochen in Mexiko, Guatemala & Belize an!

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surfergirl

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