Reisebericht Menorca

von dr.caffery am 30.06.2020

Balearen ohne Ballermann. Dieser Reisebericht über Menorca zeigt die Vielseitigkeit dieser wunderbaren Insel.

Unzählige Möglichkeiten zum Wandern, Tauchen und Entspannen machen diese Insel zum perfekten Ort um die Seele baumeln zu lassen.


Frühsommerurlaub -dieses Jahr gehts nach Menorca - die 2. größte der Baleareninseln.

Mallorca war für mich keine Alternative. Schon alleine der müden Erklärungen wegen, man fährt nicht an den Ballermann sondern an schöne Flecken.

Da gehts schon lieber ins viel kultiviertere und vom Tourismus Gott sei Dank nicht komplett zerstörte Menorca - immerhin ist die ganze Insel Naturreservat und steht somit unter dem Auge der Naturschützer. Neben Lanzarote eine der bisher saubersten Flecken im Süden nach meinem Empfinden.

 Ab gings von München mit Direktflug direkt nach Mahon oder Maò, wie die Katalanen sagen. Gebucht hatten wir mal wieder über ITS, unser Hotel der guten Barcelo Kette hieß "Barcelo PuebloMenorca" 

und liegt in Punta Prima - eine der älteren Feriensiedlungen und als Naherholungsgebiet auch für die Stadtbewohner aus Mahon bekannt. Der Ort ist geprägt von einigen, unauffällig gebauten Hotels bzw. Ferienanlagen und Ferienhäusern. Am Strand gibts einige Restaurants, Geschäfte, Apotheke usw. Das Hotel kann ich ohne Einschränkungen empfehlen - wurde 2008 komplett saniert, alles Neu und schön - das Essen war superklasse! Glücklicherweise hatten wir nur HP, sonst hätt ich glaub ich einen Sitz mit Überbreite beim Heimfliegen gebraucht ;-)

Der erste Tag auf Menorca

Angekommen an einem Sonntag sollte unser Aufenthalt 12 Tage dauern. Die ersten Tage wurde die "große" Ortschaft erkundigt und am Strand gechillt - der Strand in Punta Prima sollte sich im Laufe des Aufenthalts als einer der schönsten Strände insgesamt herausstellen... Somit eine Top Standortwahl.

 Anschließend hatten wir für 2 Tage einen Mietwagen (2 Tage für 65 Euro mit Vollkasko bei Auto Valls) und starteten die Tour Richtung Westküste. Schöne Stopps kann man in Alaior, Ferreries und Cituadella machen. In Alaior kann man vor der Stadt in einigen an der Straße liegenden Shops Fabrik-Lederwaren kaufen. Gute Qualität und gute Preise. In der Stadt selbst kann man die Uni besichtigen und die typischen Gässchen sind am besten mit dem Auto zu erkunden - weil dann richtig eng ;-) Außerdem befinden sich um die Stadt die meisten Käseproduzenten die den phantastisch guten Mahon Käse produzieren - mindestens ein großes Stück mitheimnehmen!

 In Cituadella ist eigentlich die ganze Stadt sehenswert. Vor allem aber der Bereich ums Rathaus.

Dies ist die "katalanische" ehemalige Hauptstadt mit spanischem Flair - die richtige Hauptstadt ist Mahon im Südosten - hier pocht der britische Geist... Zu erwähnen in Cituadella ist außerdem das Fest zu Ehren St. Jóan, das jährlich im Juni stattfindet. Hier ist dann die ganze Stadt ein großer Festplatz - die berühmten Menorcinischen Reiter gallopieren durch die Straßen, tausende Besucher säumen die Ränder!! Ein Fest für Alt und Jung - sogar die Bewohner vom Festland lassen sich dieses Spektakel nicht entgehen. Westlich von Cituadella findet man den kürzesten Abstand zur Nachbarinsel Mallorca - nur knapp 40 KM trennen die Inseln an dieser Stelle.

An der Südküste entlang befinden sich einige ganz nette Strände (Turqueta etc.) welche aber nur vor ein paar Jahren noch als "einsam" bezeichnet werden konnten. Inzwischen muss man zwar immer noch 1-3 KM zu den Stränden laufen, kann aber vor dem Marsch an großen Parkplätzen mit 100-200 Stellplätzen parken - wie romantisch ;-)

Die vielen Ausgrabungsstätten zeugen von einer alten Geschichte. Die meisten, teilweise gut erhaltenen oder restaurierten Stätten wurden ab ca. 800 v.Ch. bewohnt. Oft finden sich auch "T" Konstruktionen wieder, welche wohl einen Glaubenshintergund haben. Hat teils was von Stonehenge. Für Hobbyarchäologen und Steinesammler ideal.

Zweiter Tag auf Menorca

Am 2. Tag war dann der Nordosten dran. Hier gings gleich den Monto del Toro hinauf - mit 350 Metern der höchste Punkt mit einem schönen Rundumblick. Außerdem gings natürlich nach Fornell - dem berühmten Langusteneintopf-Dorf, das Juan Carlos jährlich mindestens einmal mit seiner Yacht anschippert um die 50 Euro teure, aber lohnenden Köstlichkeit zu speisen.

Weiter dann an den Cap de Cavalleria. Ein großer Leuchtturm und hohe Klippen markieren hier den höchsten Punkt der Nordküste.

Am Abend gings noch nach Cala en Porter in die Cove de Xoroir... Diese große Höhlenanlage wurde früher bewohnt von einem Xoroir, welcher nur ein Ohr hatte und die Inselschönheit entführte. In der Jahrelangen Suche nach den Entführer zeugte der Gauner 3 Kinder mit der Schönheit und als die Einheimischen endlich den Xoroir fanden stürze sich dieser mit seinem Ältesten Sohn in die Tiefe von den Klippen ins Meer direkt in den Tod.. Heute ist in den Höhlen und Naturbalkonen die größte und schönste Disco der Insel untergebracht - sehr lohnenswert!! Die Anlage kann auch bei Tag besichtigt werden - da ist der Eintritt günstiger, aber die Stimmung bei Weitem nicht mit der Nacht vergleichbar...

Da die Insel keine Uferstraße hat, sondern nur eine große, Südosten und Nordwesten verbindende Haupstraße - die Me1 hat, fährt man immer wieder auf die Me1 auf und wieder ab, um an die Küsten zu gelangen. Aufgrund der aber geringen Ausdehnungen von 50 auf 20 KM ist das kein Problem... Es gibt einen Wander / Reit / Mountainbikeweg, der meist direkt an der Küste entlangführt. Dieser ist gesamt 180 KM lang und lädt zu Spaziergängen und Unternehmungen ein. Wenn sich dazu Zeit nimmt, kommt man zu traumhaften, wirklich völlig einsamen Stränden - ein Beispiel sei hier genannt, wenn man von Punta Prima Richtung Osten 3-4 KM marschiert!

Das weitere, besondere an der Insel sind die tausende Kilometer langen Mauern. Die Bauern hier kennen keine Zäune - alles ist eingemauert !

Man kann auf der Insel auch noch den Beruf als Mauersetzer lernen. Faszinierend wie mühsam jedes noch so kleine Stück Land eingemauert wurde und das auch erhalten wird! 

 Mit dem öffentlichen Bus fuhren wir natürlich noch zum Shopping und Sight Seeing nach Mahon. Hier hatten die britischen Kolonien viele Spuren hinterlassen - viele schöne Erkerbauten an den kleinen Häusern, Pubs in englischen Stil usw. Außerdem findet man hier den größten Naturhafen der Welt nach Pearl Harbor. Er erstreckt sich auf einer länge von 6 KM was schon recht beeindruckend ist. Zum Yachten und Kreuzfahrtschiff besichtigen auch eine gute Gelegenheit.

Die französische Stadt/Gemeinde ist St. Lluis. Hier kann man erkennen, dass auch unsere Frosschenkelliebhaber eine Zeit Besatzer gespielt haben. Zum Essen gibts auch in den vielen Lokalen leckere Dinge - Paella, Cheso de Mahon, Pan a Aioli, Calamare, Langusten - mmmhhhh. Einfach selber ausprobieren!

Der letzte Tag auf Menorca

Nach einigen abschließenden Tagen am Strand ging dann die Reise leider schon wieder zu Ende... 12 Tage sind ideal, um zu entspannen und gleichzeitig alles nötige zu sehen, aber natürlich wären wir noch gerne länger geblieben - aber jetzt kommt der Sommer ja auch zu uns - hoffentlich !

 Menorca, hasta luego!

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dr.caffery

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