Reisebericht Madagaskar

von GreenGumble am 17.06.2019

Die Wahrheit des Kinofilms

So ähnlich war meine Antwort, als Esther fragte, ob wir uns den Masoala Regenwald im Züricher Zoo ansehen wollen. Vielleicht war es der Kinofilm oder der Regenwald, wir wissen es nicht mehr genau, wie wir überhaupt auf das Thema Madagaskar kamen. Aber es hat uns interessiert und direkt zu Thorsten von TANALAHORIZON geführt und die Entscheidung mit Ihm zu reisen war eine der besten überhaupt...


Unsere Reise starteten wir beide von Stuttgart aus mit dem TGV nach Paris. Schon im Zug haben wir Markus getroffen, einen weiteren Reiseteilnehmer aus dem Schwabenländle, und uns so gleich besser kennen lernen können. Nach dem gemeinsamen „Zeittotschlagen“ am Pariser Flughafen, dies auch noch mit den zwei Österreichern Klaus und Heidrun, die am Morgen aus Wien angeflogen waren, hoben wir dann endlich gemeinsam mit dem Flieger mit Ziel Madagaskar ab. Alle waren wir sehr gespannt, was uns dort in den nächsten 20 Tagen erwarten würde. 
Pünktlich um 5 Uhr morgens landeten wir am Flughafen Ivato in Antananarivo. Nach dem Visa- und Passprozedere wurden wir von Thorsten und Patrick, seinem Freund und „Chef-Tourguide“, empfangen. Die Stimmung war von Anfang an super und sehr entspannt. Wir fuhren erstmal in unsere Pension „Au Mirandav“, die nahe dem Flughafen liegt und eine schöne Gartenanlage mit Terrasse hat. Dort frühstückten wir in der Sonne nochmals (das Frühstück im Flugzeug gab es um 4 Uhr), unterhielten uns und warteten, bis der Rest der Gruppe, der schon seit 1-2 Wochen auf Madagaskar war, endlich wach wurde: Martin, Katja und Beppo. 

"mora mora"

Die „Neueingetroffenen“ durften dann noch etwas Schlaf nachholen, um wenigstens am Nachmittag fit zu sein. Nach dem sehr erholsamen Nickerchen und einer Dusche ging es dann nochmals an den Flughafen, um die Inlandsflüge zu kaufen. Nachdem dies mit viel „mora mora“ endlich geklappt hatte, fuhren wir gemeinsam auf die Croc-Farm, eine um eine Art madagassischen Mini-Zoo erweiterte Krokodilzuchtfarm. Die Croc-Farm war zum Fotografieren (-üben) allerdings gut geeignet und so recht interessant als Start unserer kommenden Fotoreise. Ausserdem gab es im zugehörigen Restaurant köstliche Gerichte mit Krokodilfleisch, welche sogar auch die einzige Vegetarierin Esther probierte und für „gut“ befand.
Später gingen wir alle gemeinsam noch Essen in eine Pizzeria. Die Stimmung war ziemlich lustig mit viel Bier und diversen „rhum arrangé“, beendet wurde der erste Abend mit einem Abschlussbier auf der Terrasse der Pension mit vielen unterhaltsamen Geschichten von Thorsten…

Madagascar -wie in Frankreich

Relativ gut ausgeschlafen gab es um etwa 8 Uhr Frühstück: Kaffee, Baguette und Marmelade – wie in Frankreich, nur dass das Baguette eher Gummi als Brot war, aber man kann ja nicht das selbe erwarten wie bei uns zuhause. Gegen 9 Uhr ging es dann mit vier Jeeps auf die 1. Etappe. Wir fuhren erst einmal quer durch die 2-Millionen-Einwohner-Stadt Antananarivo oder kurz „Tana“, das ist einfacher und auch besser auszusprechen. Auf einem ersten Fotostop teilte uns Thorsten mit, dass wir nun doch noch den rova (ehem. Königspalast der Merina) besichtigen könnten, da er sowieso auf dem Weg liege. Das machten wir dann auch, mit ausführlicher Führung. Der Teil der Gruppe, welcher ihn aus einer früheren Reise schon kannte, vertrieb sich die Zeit während dessen in einem kleinen gemütlichen Restaurant/Bar am Dorfeingang. Dort kehrten wir nach der Tour auch ein, auf ein Bier (normales THB oder ein THB „Fresh“ = fast alkoholfreies Radler) und Mittagessen, soweit man überhaupt Hunger hatte. Esther und ich genossen nur ein paar feine Kokoskekse.

In den Highlands

Nach dem rova sollte es endlich weiter zur neuen Destination gehen. Unser Fahrer Mika erklärte uns auch wohin: Anjozorobe, ca. 90 km nordöstlich von Tana in den “Highlands”. Die Fahrt war immer mal wieder von Fotostops an sehenswerten Stellen unterbrochen und an einem dieser merkte Heidrun, dass sie die Videokamera im Restaurant vor dem rova hatte liegen lassen. Also fuhr dieser Jeep nochmals zurück, der Rest derweil weiter Richtung Tagesziel. Dort angekommen, auf einer Buckelpiste etwas hinter Anjozorobe, befand sich unser Hotel Le Castel. Gegen 16 Uhr durften die ersten drei Teilnehmer den Theorieteil des Fotoworkshops bei Beppo machen. Da Esther und ich erst in der zweiten Gruppe waren, beschlossen wir einen lockeren Abendspaziergang zu unternehmen. Das machten wir dann zusammen mit Karin, die früh an diesem Morgen noch nachgekommen war (mit einem anderen Flug von Paris mit CorsAir). Nach dieser kleinen “Foto-Tour” und einem Zwischenstop im lokalen Mini-Supermarkt zum Kekse kaufen, waren wir dran mit Workshop. Dieser erstreckte sich bis zum Abendessen. Für alle Fremden bzw. Weissen, also die „vazahas“, gab es erst eine chinesische Suppe, dann „brochette omby“, das ist ein gegrillter Zebu-Spiess. Esther bekam Nudeln mit Gemüse und einem Pommes-Kartoffeln-Zwischending. Zum Nachtisch nahmen einige noch flambierte Banane, die allerdings wenig Anklang fand, da sie recht bitter bzw. pelzig war. Aber vom Geschmack her war sie eigentlich okay. Trotzdem konnte sie niemanden wirklich überzeugen. Nach dem Essen gingen alle früh in ihre Zimmer, da um 22 Uhr die „electricité“ ausgehen sollte. Für den nächsten Morgen hiess es um 7 Uhr Frühstück, um 8 Uhr los auf Tour – den Black Indri suchen! Das war nämlich das Thema und der Titel dieser Reise: „Auf der Suche nach dem schwarzen Indri“.

Der Naturpark bei Anjozorobe

Pünktlich nach dem Frühstück ging es los zum Naturpark bei Anjozorobe, bis dorthin ca. 1 Stunde Fahrt über Buckelpisten. Am Park empfiengen uns zwei sympathische Führer. Der Marsch in den trockenen Urwald war sehr anstrengend. Naja als "Bürohocker" das Jahr über ist man eben nicht trainiert. Wir sahen unsere ersten Chamäleons und Esther, fast als einzige, sogar den Indri - jedoch keinen ganz schwarzen - in den Baumwipfeln. Nach einer langen Vormittagstour assen wir in der Mananara Lodge am Parkeingang zu Mittag. Die Lodge wird geführt von einer Deutschen, was sich leider auch in den Preisen zeigte, die für Madagaskar ziemlich hoch waren. Nachmittags ging einjeder in der Umgebung der Lodge seinen Vorlieben nach: die einen tranken Bier und relaxten, andere fotografierten Chamäleons als Workshop-Übungen oder vertrieben sich sonst wie die Zeit.

Die Nachtwanderung

Als endlich die Dämmerung hereinbrach, ging es los auf unsere erste Nachtwanderung. Das war extrem spannend – die Stimmung nachts im Urwald ist gigantisch. Die Laute, das Rauschen der Wipfel, die unter den Bäumen gespeicherte Wärme sind ein tolles Erlebnis. Die Tour verging wie im Fluge, da wir zahlreiche Chamäleons und Artverwandte zum Fotografieren fanden, so dass wir fast aus dem Wald getrieben werden mussten. Um etwa 20 Uhr ging es „buckelig“ über die lange Piste zurück ins Hotel. Nach einer erfrischenden Dusche (wenn Wasser lief) gab es noch Abendessen, dazu etwas Radler und um 22 Uhr ging es ab ins Bett: am nächsten Morgen sollte es schon um 6 Uhr losgehen, da die Indris früh am Morgen aktiver und damit besser zu finden seien.

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