Reisebericht Libyen

von Yom am 17.06.2019

Von Tripolitanien nach Ghadames

Der nordafrikanische Staat der Großen Djamahariya (Volksrepublik) Libyen besteht eigentlich aus drei Landesteilen: Im sehr schmalen, fruchtbaren Streifen am Mittelmeer befinden sich im Westen Tripolitanien und im Osten die Kyrenaika. Im Süden schließt sich das große Wüstengebiet des Fezzan an.


Die Kyrenaika war in der Antike griechisch geprägt und leitet ihren Namen von der antiken Stadt Kyrene ab. Tripolitanien bedeutet: 'drei Städte' und meint damit die noch heute als Ruinen erhaltenen und unglaublich beeindruckenden, römischen Städte Sabratha (ehemals 15-20 000 Einwohner) und Leptis Magna (ca. 100 000 Einwohner), sowie Ovea, das heute, bis auf einen Triumpfbogen, von der modernen Hauptstadt Tripolis überbaut ist.

Auf der Fahrt nach Süden zur Oasenstadt Ghadames überquert man zunächst das Gebirgsmassiv des Djebel Nafusa in dessen Bereich sich Speicherburgen der Nomadenvölker befinden, die dort ihre Habseligkeiten und Vorräte einlagerten. Bestens erhalten sind die Speicherburgen von Cabao, Nalut und Qasr al-Hadj.

Bei Ghadames geht die Steinwüste langsam in die Sandwüste über und man trifft auf die Ruine der Berberfestung Ras al-Ghul (Kopf des bösen Geistes), von der aus der Karawanenweg überwacht wurde.

Die Altstadt

In der Altstadt von Ghadames sind die Gassen so verwinkelt, dass man sich sehr leicht verläuft und länger braucht um wieder herauszufinden. In früheren Zeiten konnten Angreifer so leicht verwirrt und dann von den Dächern aus bekämpft werden. Heute ist ein ortskundiger Führer angeraten.

Die politische Führung von Muammar al-Gadhafi hinterläßt einen zwiespältigen Eindruck. Im Jahre 1969 übernahm er im Alter von 27 Jahren bei einem unblutigen Militärputsch die Herrschaft. Dabei fuhr er mit einem VW-Käfer, der noch heute im Museum in Tripolis steht, vor dem Königspalast vor und stürzte den rückständigen König. Seitdem steht er in wechselnden Funktionen an der Spitze des Staates und hat seit einigen Jahren dem Terrorismus abgeschworen. Unzweifelhaft bestehen stabile innere Verhältnisse, Frieden und ein bescheidener Wohlstand der Bevölkerung, was in dieser Region nicht selbstverständlich ist.

Die Reichtümer des Landes

Das Land besitzt reiche, größtenteils noch unerschlossene Vorkommen an Erdöl und Gas.

Die Einreise auf dem Landweg über Tunesien ist empfehlenswert. Nach Tripolis gibt es nur wenige und teure Linienflüge, nach Tunesien dagegen preisgünstige Charterflüge, z.B. nach Djerba. Die Grenzformalitäten an der tunesisch/libyschen Grenze dauern ein bis zwei Stunden. Busse werden über eine eigene Spur bevorzugt abgefertigt. Pkw stauen sich oft mehrere Kilometer, da von Tunesien nach Libyen Tanktourismus durch die Tunesier herrscht (Benzinpreis in Libyen ca. 2-4 Eurocent pro Liter).

Die Reise ist als geführte Gruppenreise zu empfehlen. Wir wurden von einem modernen libyschen Bus in Tunesien abgeholt und der libysche Reiseleiter und der libysche Busfahrer erledigten die Einreiseformalitäten. Die Einreisebedingungen ändern sich häufig kurzfristig, z.Z. ist wieder eine Arabische Übersetzung des Reisepasses erforderlich.

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Yom

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