Reisebericht Jamaica

von jamaica1998 am 06.06.2019

Off the beaten path

Hier sind meine Eindrücke über diese wunderschöne Insel in kurzen Sätzen niedergeschrieben. Zusammen mit vier Freunden, erlebte ich diese Insel auf meine ganz persönliche Weise. Im Gegensatz von einigen anderen Touristen, haben wir uns nicht nur auf den Hotelbereich beschränkt, sondern auch die schönsten Orte der Insel besucht.


Dieser Reisebericht soll das Land in Bild und Wort zeigen, so wie wir es gesehen haben. Denn die Vorstellungen der meisten Menschen über Jamaica reduzieren sich im allgemeinen auf das türkisfarbene Meer, die weißen Strände und die warmen Temperaturen. Und doch ist es nur ein Teil der Wahrheit. Alles was man in Broschüren, Katalogen oder Reisebüchern gelesen hat, ist nur ein kleiner Teil dessen was das Land zu bieten hat. Seine Schönheit und Faszination erschließt sich vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber wer die Vielfältigkeit von Jamaica einmal miterlebt hat, wird wie wir, von dieser Insel nicht mehr loskommen.

Nach 10½ Std. Flug ist unser Ziel endlich erreicht. Aus dem kleinen Fenster der Boing 767 heraus, sehe ich Cockpit Country. Diese Hügellandschaft, (von oben gesehen wie ein grüner Eierkarton) verschafft mir den ersten Eindruck von dieser wunderschön grünen Insel.

Als sich nach unserer Landung in Montego Bay die Tür des Flugzeugs öffnet, wird die klimatisierte Luft schlagartig von einer Wand schwül - warmer Hitze verdrängt.

WILLKOMMEN AUF JAMAICA

Nachdem wir unser Gepäck entgegengenommen haben, müssen wir nur noch schnell den Bus suchen, der uns nach Runaway Bay zum Hotel "Sunflower" fährt. Auffallend ist das Tempo der Jamaicaner, denn bei allem Trubel und Verkehr, macht hier nichts und niemand einen hektischen Eindruck. Alles bewegt sich langsam, fast wie in Zeitlupe, alles außer uns. Wir müssen langsamer werden, "soon come" heißt die Devise der Einheimischen. Diese Ruhe und Gelassenheit hört dann auf, wenn sich ein Jamaicaner hinter das Steuer eines Fahrzeugs begibt. Es wird gehupt und jeder überholt jeden, sooft wie es nur geht. Nick meint: "Erst mal hupen und dann sehen was kommt". Nach einer ca. zweistündigen Fahrt an der Nordküste entlang, treffen wir in Runaway Bay ein. Am Abend im Hotel, schwillt die Geräuschkulisse der Tropen an. Das Zirpen von Baumfröschen und das Meeresrauschen erfüllt die warme Nacht.

::: NEGRIL :::

Die Fahrt zu den Stränden bei Negril, führt durch Montego Bay, vorbei an einigen Golfplätzen und mehreren kleinen Orten. Zwischen den Orten übernimmt die wuchernde Natur das Regiment durch Bäume und Schlingpflanzen. Bis an die Straße heran wachsen Farne und Sträucher, eine, wie es scheint, undurchdringliche grüne Wand.

In Negril entspricht Jamaica all jenen Hochglanzkatalogen der Reiseveranstalter, die einem einen Karibik-Trip schmackhaft machen wollen. Will heißen: weißer Sand, Palmen am Strand und jede Menge Wassersport, sowie "High Live" rund um die Uhr.

Die unumstrittene Nr.1 ist aber "Rick`s Café", auf einem Felsvorsprung am West End gelegen. Die Aussicht auf das karibische Meer ist von hier oben einfach umwerfend.

Wer möchte kann sich hier von einer Klippe in das klare, tiefblaue Wasser stürzen.

Wem dieses jedoch zu gefährlich erscheint, kann eine der guten Pizzen essen und dabei den Sonnenuntergang genießen, der zu den schönsten der Karibik zählt.

Jeden Abend füllt sich die Trend-Kneipe mit Leuten die dieses einzigartige Schauspiel bewundern wollen.

Wenn der feuerrote Ball zum Klicken der Kameras im Meer versinkt, macht sich ein Gefühl von Glück und Rührung breit.

Auf dem Rückweg nach Runaway Bay machen wir noch einen Zwischenstop im "Margueritaville", einer empfehlenswerten Bar mit mexikanischem Touch direkt am Strand von Montego Bay. 
Eine 30 Meter lange Wasserrutsche, die direkt vom Tresen ins Meer führt, die schöne Aussicht auf die Bucht von Mo-Bay und mehrere "Cocktail-Drinks" sind ein Grund um den Tag hier ausklingen zu lassen.

::: OCHO RIOS :::

Vor Port Antonio und Montego Bay ist OCHO RIOS das Kreutzfahrt Ziel für die großen Schiffe der Ozeane. Uns interessieren aber weniger die Schiffe, sondern die "Dunn`s River Falls", eine Serie von Kaskaden, etwa drei Kilometer vom Ortszentrum gelegen und die "Shaw Park Botanical Gardens" von denen man ein First-Class-Panorama auf Turtle Beach und über die Stadt hat.

Ein Spaziergang unter der Führung eines Einheimischen durch den romantischen Shaw Park Garden, bietet uns eine kleine Lehrstunde in Botanik und macht uns mit Pflanzen und Blumen vertraut, die wir sonst nur aus dem Gewächshaus kennen.

Dieser zum Teil verwunschene Garten mit seinem alten Baumbestand, den tropischen Pflanzen und einem kleinen Wasserfall, ist schon einen Besuch wert.

Die wohl bekanntesten Wasserfälle auf Jamaica, sind die Dunn`s River Falls die ca. 200 Meter in vielen Stufen ins Meer stürzen. Diese liegen mitten im Tropenwald und verdanken ihre Popularität durch ihre Schönheit und Tatsache, daß man sie selbst besteigen kann. 
Also begeben wir uns auf den Weg sie zuerst mit einem erfahrenen Führer und später alleine zu erklimmen. In den tosenden Wassermengen ist es ein Vergnügen, bei diesen warmen Temperaturen ein Bad zu nehmen und sich in den ruhigeren Felsenbecken zu erholen.

Oben angekommen, gehen wir dann die unzähligen Stufen wieder nach unten, um uns am Strand zu sonnen und sich die Reggae - Musik anzuhören, die hier eigentlich überall gespielt wird.

Zum Shopping machen ist das Zentrum von Ocho Rios bestens geeignet. Hier auf dem Markt findet man alles was man so an Mitbringsel nach Hause kaufen möchte. Wer Interesse hat, sollte nun feilschen, so gut wie er kann. Unablässig versuchen die Jamaicaner uns etwas anzudrehen. Aber ein freundliches und bestimmtes "No, thank you" tut es auch.

::: BLUE HOLE & FRENCHMAN`S COVE :::

Auf unserer dritten Tour, geht die Fahrt Richtung Port Antonio im Osten der Insel, zur meiner Meinung nach schönsten Ecke Jamaicas. Nach dreieinhalb Stunden holpriger Fahrt, an Orten vorbei wo man meint, hier hätte noch kein Tourist die Insel betreten, kommen wir an der ersten Etappe, der "BLUE HOLE" (Blaue Lagune) an.

Hier vermischt sich eine aus 60 Meter Tiefe sprudelnde Mineralquelle mit dem Meerwasser, was der malerischen Bucht ihren smaragdfarbenen Schimmer verleiht. Ein rustikales Restaurant mit hölzerner Plattform bietet Gelegenheit zum entspannen und einnehmen von Cocktails an. 
Die unglaublichen Farben der Lagune verleiten uns von einem Floß aus in das grün-blaue Wasser zu springen. Hier in der Bucht, geschützt von Bäumen und Sträuchern, fühlt man sich in eine unberührte, paradiesische Zeit zurückversetzt.

Nur ungern verlasse ich diesen Ort, aber unser nächstes Ziel ist "FRENCHMAN`S COVE", ganz in der Nähe. Dort angekommen, verschlägt es mir fast die Sprache. Alle Vorstellungen und Erwartungen die ich von Jamaica hatte, werden hier positiv übertroffen. Eine grüne Oase, in der ein kleiner Fluß in eine fast kreisrunde Bucht mündet.

Wellen spülen pudrigen Sand auf den Strand, wo einige Bäume Schatten spenden und wie eine grüne Brücke die dicht bewaldeten Talseiten verbindet.

Dieser private Strand gilt zu Recht als einer der schönsten Flecken auf der ganzen Insel. Die natürliche Kulisse wurde schon oft genutzt für viele Filme aus Hollywood.

Nach dem verspeisen des Nationalgerichtes "Jerk"-Hühnchen, einem auf Pimentoholzfeuer gegrilltem Hähnchen mit Reis und Bohnen, machen wir uns auf den Weg zum "RIO GRANDE RAFTING".

RIO GRANDE RAFTING

Die Straße dorthin ist fast unbefahrbar. Löcher so groß und tief wie Badewannen, sind keine Seltenheit. Am Ufer des Ausgangspunktes Barrydale, warten schon mehrere lizenzierte Kapitäne auf uns. Jetzt geht die Aufregung los, denn jeder möchte das für zwei Personen tragende Bambusfloß für uns steuern. Nach den Verhandlungen, geht es dann mit drei Flößen auf die etwa zweistündige Fahrt. Gut die doppelte Zeit brauchen die Kapitäne um das Gefährt wieder flußaufwärts zu ziehen. Ein Floß, auch Raft genannt, besteht aus gut zehn Meter langen Bambusstämmen und ist ca. 1,50 m breit. Eine Bank für zwei Personen sorgt für den Sitzkomfort und der "Kapitän" mit einem langen Bambusstab für den Vortrieb. 
Die Fahrt geht noch an unberührter Natur und Felsvorsprüngen vorbei, ein wirklich einzigartiges Erlebnis.

::: YS-FALLS & BLACK RIVER :::

Die Fahrt zum BLACK RIVER und den YS FALLS ist ein Muß für jeden, der die Schönheit des Landesinneren bestaunen möchte. Erste größere Stadt ist MANDEVILLE, benannt nach dem Earl of Mandeville. Ein Ort mit britischem Touch.

Die Fahrt in die Tiefebene des Parish St. Elizabeth ist ebenso kurvenreich wie interessant. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick über einen Teil der Insel.

Eine kuriose Sehenswürdigkeit ist "Bamboo Avenue" - ein fünf Kilometer langer Abschnitt Straße, der mit Bambuspflanzen überwuchert ist und einen natürlichen grünen Tunnel bildet.

In Black River, der Stadt an der gleichnamigen Mündung des Flusses angekommen, machen wir eine ca. 90-minütliche Bootssafari mit.

Der "Schwarze Fluß" macht seinem Namen alle Ehre. Scheinbar unbeweglich windet sich der spiegelglatte Strom durch den "Great Morass". Obwohl das Wasser klar und sauber ist, schluckt der dunkle Grund beinahe alles Licht.

Mit seinen 70 km ist der Black River der längste Fluß Jamaicas. An den Ufern ankern Mangroven mit ihrem dichten Geflecht aus Wurzeln fest im Wasser und hohes Schilf verwehrt Einblicke. Doch gerade in diesem finden wir immer wieder Krokodile, die von unserem Bootsführer angefüttert werden.

Die geschützte Kolonie bietet auch einer Vielfalt von Vögeln ein paradiesisches Zuhause.

Am Nachmittag geht es los zu den YS FALLS die im Hinterland von BLACK RIVER versteckt liegen. Sie gehören zu den schönsten Wasserfällen Jamaicas und sind in Privatbesitz. Vom Verwaltungsgebäude aus werden wir mit einem traktorgezogen Planwagen über die Plantage zu der Naturschönheit gefahren. Endstation ist eine parkähnliche Anlage am Fuß der Fälle. Ein plätschernder Fluß, blühende Sträucher am Ufer und rund um einen dicken Baum errichtetes Baumhaus laden zum Rasten ein.

Der YS River stürzt hier in 15 Stufen ins Tal. Auf einem befestigtem Weg läßt es sich an der Seite bequem hinaufsteigen. Noch nie habe ich einen so spektakulär schönen Wasserfall gesehen.

Auch hier lassen wir uns von einem Jamaicaner inspirieren ein Bad zu nehmen. Mit einem Seil schwingen wir uns in eines der Bassins und tauchen unter dem tosenden Wasserschwall hindurch in eine höhlenähnliche Felsenwand.

Noch nicht von Besuchern überlaufen, wecken die YS FALLS Vorstellungen an den Garten Eden.

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