Reisebericht Indien

von elle am 30.06.2020

Auf dem Landweg von Österreich

Ein Lebenstraum geht in Erfüllung. In seinem Reisebericht erzählt unser TripLeader, wie er in 100 Tagen über 14.000 km auf dem Landweg nach Indien gereist ist. Österreich - Slovenien - Kroatien - Serbien - Bulgarien - Türkei - Iran - Pakistan - Indien. Lies selbst, was er auf der Reise alles erlebt hat!


Un ja, was soll ich sagen? als notorischer reisender auf der suche nach immer neuen Herausforderungen übte eben diese reise schon lange eine magische Anziehungskraft auf mich aus. und ich nahm mir seit ich mich erinnern kann vor, diesen Traum eines Tages in Erfüllung gehen zu lassen.

nach mehr und weniger ausgedehnten reisen nach Mittelamerika und Asien könnte man sagen dass ich mir in den letzten Jahren doch einiges an Reiseerfahrung zugelegt hab. vor allem auf dem gebiet "backpacking" und vorzugsweise alleine. im dschungel von thailand erkannte ich aber irgendwann, dass der ganze backpacking mist zum großteil heuchelei ist. cluburlaub für individualtouristen. das abenteuer war vorbei. zig tausende leute machen das gleiche und "verreisen" ein land nach dem anderen. diese art des reisens ist viel zu einfach geworden. der unsicherheitsfaktor des reisens ist ausgemerzt. mit dieser einsicht kam ich von meinem letzten rucksack trip zurück und beschloss so etwas nicht mehr zu machen. ich nahm mir sogar vor, vor ende meines studiums keine größere reise mehr zu machen.

kurz darauf kam aber mein bruder stefan mit der idee eben dieser reise. und ich war natürlich sofort feuer und flamme. wir beide sollten in die königsdisziplin einsteigen: mit dem eigenen fahrzeug durch länder mir reisewarnung. hoher unsicherheitsfaktor, 100% abenteuer, 100% intensität. 100% reisen per definitionem.

nach nur 3 monatiger vorbereitungszeit ging es am 02.05.07 los. wir rollten um exakt 14 uhr MEZ in spielfeld über die österreichisch-slowenische grenze und waren auf dem weg nach indien.

in den ersten 3 wochen machten wir ordentlich kilometer. über den balkan ging es hinunter in die türkei. über istanbul und ankara nach kapadokien, wo wir uns für einen tag pause entschieden um uns die wunderschönen felsenkirchen von göreme reinzuziehen. weiter über die zentraltürkei bis tief in den osten, ins kurdenland. am van see vorbei bis dogubayazit, der grenzstadt zum iran. hier gönnten wir uns wieder einen ruhetag bevor wir "europa" wirklich verlassen sollten um in die islamische republik iran einzureisen. hier fing der spaß erst richtig an. rein in den schurkenstaat ;-). leider hatten wir für dieses wunderschöne land nur ein transit visum genehmigt bekommen, weswegen wir in 7 tagen die knapp 3000 km zu bewältigen hatten. über tabriz, teheran und qom kamen wir nach esfahan. die schönheit dieser stadt war dermaßen überwältigend, dass wir, 7 tage limit hin oder her, 2 tage dort verbrachten. märchen aus 1001 nacht ist noch untertrieben. von esfahan ging es weiter nach süden zur antiken perserstadt persepolis nahe shiraz. für dieses must-see ging natürlich auch wieder ein tag drauf, und damit hatten wir das zeitlimit erreicht. die grenze jedoch nicht. die nächsten 2 tage waren wir also illegal unterwegs. von shiraz nach kerman, bam und schließlich zahedan und "pakistan border". 2 tage zu spät marschierten wir zur ausreise bereit auf, und wurden prompt abgewiesen und zurück zur polizei nach zahedan geschickt. ohne eine ordentliche strafe plus visa verlängerung wird hier nicht ausgereist. weltklasse. ein weiterer tag und ein ganzer haufen nerven waren dahin.

aber am nächsten tag durften wir dann das land verlassen. in pakistan waren wir dann endgültig am subkontinent angekommen und prompt zurück versetzt in eine anscheindend mittelalterliche welt. durch die wüste von süd-beluchistan ging es nach quetta, unserer ersten großen stadt in pakistan. dort quartierten wir uns im bloom star hotel ein, einem beliebten treffpunkt für überlandfahrer. wir lernten pascal, valerie, samuel und celine kennen. 2 französische pärchen, auch auf dem weg nach indien. pas und valerie mit einem vw bus, samuel und celine mit einem alten bedfort wohnmobil und ihren beiden kindern, 2 und 8 jahre alt. gemeinsam fuhren wir an der afghanischen grenze entlang nach norden. diese gegend ist für touristen eigentlich geperrt, weil stammesgebiet und beliebtes rückzugsgebiet der taliban kämpfer. doch obwohl wir unzählige checkpoints der polizei passierten, hielt uns niemand davon ab weiter zu fahren. nach einer woche erreichten wir die stadt peshawar, am fuße des kyber passes.

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TO BE CONTIUNED....

elle

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